Rückruf

Fleisch-Krone Feinkost ruft Frikadellen wegen Listerien zurück

In Frikadellen und Fleischbällchen von Fleisch-Krone Feinkost wurden Listerien gefunden. 13 Menschen sind erkrankt, zwei verstorben. Unklar ist, ob die genannte Firma dafür verantwortlich ist.

Aufgrund des Nachweises von Listerien macht das Niedersächsische Agrarministerium darauf aufmerksam, dass Produkte der im Landkreis Vechta ansässigen Firma Fleisch-Krone Feinkost GmbH, Standort Goldenstedt, zurückgerufen werden. Dabei handelt es um Frikadellen und Fleischbällchen, die unter dem Label „Gut Bartenhof" und „Ja!" bei Rewe und Norma vertrieben werden. Das Ministerium warnt davor, die verunreinigten Produkte zu verzehren.

Die Verunreinigung mit Listerien wurde im Rahmen von Eigenkontrollen festgestellt. Das Unternehmen veranlasste Freitagabend den Rückruf der Produkte. Der Rückruf wird überwacht. Niedersachsen hat eine entsprechende Warnung auf dem Portal www.lebensmittelwarnung.de eingestellt. Außerdem wurden die Länder Bayern und Nordrhein-Westfalen (Sitzländer von Rewe und Norma) informiert. Die behördlichen Ermittlungen dauern an.

Das LAVES hat noch am Freitag das Ruhen der Zulassung angeordnet. Das bedeutet, der Betrieb kann nicht mehr mit EU-Zulassungsnummer Produkte in Verkehr bringen.

Noch ist unklar, wie die Erreger in den Betrieb gelangt sind. Am Wochenende wurde unabhängig davon bekannt, dass es in Deutschland einen mittelschweren Listerioseausbruch mit 13 Erkrankten und zwei Toten seit 2017 gibt.

Konkret handelt es sich um folgende Produkte:

Gut Bartenhof Frikadelle Klassik und Frikadellen-Bällchen mit den Chargen-Nr. 97812 und 97813 mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 05.11.2019 und

ja! Frikadellenbällchen 500 g-Packung, mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 05.11.2019 und 20.11.2019, Artikel-EAN 43 888 4022 2728, Veterinärkontrollnr. DE - NI 10138

Hintergrund:

Eine Listerien-Erkrankung äußert sich meist innerhalb von 14 Tagen nach Infektion mit Durchfall und Fieber. Insbesondere Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können auch schwerere Krankheitsverläufe mit Blutvergiftung und Hirnhautentzündung entwickeln. Bei Schwangeren kann, sogar ohne Symptome, das ungeborene Kind geschädigt werden.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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