Grüne Woche

„Generation Habeck“ als Chance für die Landwirtschaft

Von Lucke sieht in der Annäherung von Union und Grünen ein Ende der Aufspaltung des konservativen Lagers in eine strukturkonservative und eine wertkonservative Richtung, die sich in den achtziger Jahren vollzogen habe.

Positiv für die Landwirtschaft wertet der Publizist, Jurist und Politologe Albrecht von Lucke die Annäherung von Union und Grünen. Für den Deutschen Bauernverband (DBV) biete sich damit die Gelegenheit, in der politischen Auseinandersetzung „aus der Defensive zu kommen“ und neue Allianzen zu schmieden, sagte von Lucke beim Medienabend des Bauernverbandes auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin.

Den Weg dafür ebne nicht zuletzt die „Generation Habeck“ bei den Grünen, für die pragmatische Lösungsansätze wichtiger seien als die ideologischen Schlachten der Vergangenheit zu schlagen. Von Lucke sieht in der Annäherung von Union und Grünen ein Ende der Aufspaltung des konservativen Lagers in eine strukturkonservative und eine wertkonservative Richtung, die sich in den achtziger Jahren vollzogen habe.

Eine Zäsur in der öffentlichen Wahrnehmung von Landwirtschaft hat nach Ansicht des Publizisten der Dürresommer 2018 gebracht. Erstmals sei vielen Menschen bewusst geworden, dass die Verfügbarkeit von Lebensmitteln keine Selbstverständlichkeit mehr sei. Für den direkten Nachfahren des Begründers der Agrarwissenschaft, Albrecht Daniel Thaer, erwachsen daraus vielfältige Chancen für eine höhere Wertschätzung von Lebensmitteln und Landwirtschaft.

Die Agrarwirtschaft sei gut beraten, sich mit einer klaren Qualitätsorientierung ihrer Produktion auf diese Entwicklung einzustellen. Unter anderem erfordere dies eine Abkehr von der „Massenproduktion“ sowie von einer Fokussierung auf den Weltmarkt.

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