Weizen aus der Ukraine

Getreidepreise: Die Unsicherheit bleibt

Am Freitag vergangener Woche sanken die Weizenpreise. Nun steigen sie wieder. Der Markt ist verunsichert. Ein Überblick.

An den Börsen in Paris und Chicago haben die Weizenkurse heute kräftig zugelegt. Offensichtlich zweifeln viele Händler daran, dass Russland das mühsam ausgehandelte Abkommen von Freitag vergangener Woche einhält bzw. zeitnah umsetzt.

Währenddessen ist die Ernte in Frankreich weitestgehend abgeschlossen. Die Erträge fallen unterdurchschnittlich aus. In Deutschland deuten die ersten Zahlen hingegen auf gute Ergebnisse hin, wenn auch die Qualitäten nicht auf ganzer Linie überzeugen.

Positiv überrascht hat die Gerstenernte. Diese wird vom Deutschen Bauernverband jetzt auf über 9 Mio. t (Vorjahr: 8,8 Mio. t) geschätzt. Damit übertrifft das Ergebnis die Erwartungen. Nur in Ostdeutschland hat die anhaltende Trockenheit die Erntebilanz etwas getrübt.

Große Nachfrage, große Unsicherheit

Tendenz: Die Nachfrage nach EU-Weizen ist unverändert hoch. Ägypten und China ordern große Mengen, insbesondere aus Frankreich. Weil die Entwicklung in der Ukrainekrise schwer vorhersehbar ist, herrscht weiterhin große Unsicherheit. Beobachten Sie daher den Markt sehr genau.

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