Grüne Woche

„Gibt es irgendwann keine Bauern mehr?“

Bei der i.m.a-Schülerpressekonferenz interessierte die jungen Reporter, ob der Beruf des Landwirts jetzt ausstirbt.

Fast 500 Jungen und Mädchen haben bei der traditionellen i.m.a-Schülerpressekonferenz auf der Grünen Woche in Berlin Experten über die „Zukunft der Landwirtschaft“ befragt. Es ging um die Entwicklungen in der Landtechnik, die Tierhaltung und Ernährung.

Nachdem auch Fragen zu den Herausforderungen beim Klima- und Ressourcenschutz, den Anforderungen der Politik und Wünschen der Verbraucher beantwortet waren, stand am Ende nur noch eine Frage im Raum: „Gibt es irgendwann keine Bauern mehr?“

Henrik Wendorff, Bio-Landwirt und Präsident vom Landesbauernverband Brandenburg e.V., konnte die Jungen und Mädchen von Schülerzeitungen und aus Medienarbeitsgruppen der Schulen in Berlin und Brandenburg beruhigen: „Wenn es keine Bauern mehr gibt, haben wir Menschen auch nichts mehr zu essen.“

i.m.a-Schülerpressekonferenz

i.m.a-Schülerpressekonferenz (Bildquelle: Pressebild)

Wendorff beantwortete viele der Fragen der Jungredakteure mit fachlichen Details; etwa zum Pflanzenschutz oder der Tierhaltung. Mit seiner Berufskollegin Hedda Korte war er einer Meinung, als es um die Tierhaltung und das Tierwohl ging: „Kein Landwirt geht morgens in den Stall, um seine Tiere zu quälen.“

Korte, deren Hof seit dem 17. Jahrhundert im Familienbesitz ist und die in ihrem Hofladen Putenfleisch verkauft, motivierte die Schüler, ihre Ernährung zu überdenken: „Wir sollten unsere Lebensmittel mehr wertschätzen; man muss nicht jeden Tag Fleisch essen.“

Immanuel Nikelski von der Initiative „Fridays for Future“ stimmte der Landwirtin zu und berichtete, wie er zum Vegetarier wurde. Bei seinen Eltern, die als Nebenerwerbslandwirte Obstbau und eine Schafzucht betreiben, achtet er darauf, dass sie nachhaltig wirtschaften und bei der Produktion von Nahrungsmitteln auch die Anforderungen an den Klima- und Ressourcenschutz beachten.

Wie sehr die moderne Landwirtschaft diese Anforderungen schon heute erfüllt, machte Wiebke Herrmann deutlich. Die Agrar-Journalistin berichtete über Melkroboter in der Milchwirtschaft, Drohnen beim Pflanzenschutz und viele weitere Bereiche, in denen bereits zu erleben ist, wie sich die Landwirtschaft für die Zukunft fit macht.

i.m.a-Schülerpressekonferenz

i.m.a-Schülerpressekonferenz (Bildquelle: Pressebild)

Bernd Schwintowski, der die i.m.a-Schülerpressekonferenz organisiert hatte, freute sich über das große Interesse der Schülerreporter: „Die Fragen haben gezeigt, wie gut vorbereitet die Jungen und Mädchen waren. Das ist sicher auch ein Verdienst engagierter Lehrkräfte, denen wir nur danken können.“ Themen der Landwirtschaft und Ernährung würden im Unterricht noch zu selten behandelt, da sie viele Lehrpläne zu wenig berücksichtigen. „Deshalb freuen wir uns über jeden Pädagogen, der sich dieser für die Bildung unserer Kinder so wichtigen Themen annimmt.“


Diskussionen zum Artikel

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von Ahrend Höper

Deshalb freuen wir uns über jeden Pädagogen,

denn die haben es momentan mit diesen unfähigen Politikern und deren abstrusen Vorgaben absolut nicht einfach. Warum will denn wohl kaum noch ein Lehrer den Rektorenposten besetzen? Weil es eine Zumutung ist diese völlig abstrusen Vorgaben des links grünen Mainstreams, der meist kinderlosen Politiker, umzusetzen!

von Ahrend Höper

Deshalb freuen wir uns über jeden Pädagogen,

denn die haben es momentan mit diesen unfähigen Politikern und deren abstrusen Vorgaben absolut nicht einfach. Warum will denn wohl kaum noch ein Lehrer den Rektorenposten besetzen? Weil es eine Zumutung ist diese völlig abstrusen Vorgaben des links grünen Mainstreams, der meist kinderlosen Politiker, umzusetzen!

von Hans Spießl

Bauern werden zu Knechten und......

Die Zeit des freien Bauerntums geht zu Ende. Wer die Geschichte kennt wird feststellen das es nur freie Bauern in sehr armen Gegenden gab wie Hochgebirge, da es dort so arm war, es genügte nur für den Bauern und es gab keinen Mehrwert der Arbeit, da gabs keine Grundherren die zu versorgen waren weil da nix zu holen war. Die jetzt Generation der Bauern sind nur "Flurbereiniger und Zusammenfasser des Bodens der eigentlichen Grundlage der Landwirtschaft um die es geht. (deshalb unbedingt die Digitalisierung voranbringen, damit die Konzerne ab dem ersten Tag alle wichtigen Infos haben) - wie es auf dem Konto des Bauern ausschaut wissen die Konzerne schon lange..... Diese Grundlage Boden wird längerfristig so in max. 50 bis 100 Jahren nicht mehr in den Händen der Bauernfamilien sein. Die derzeitige Immobilienblase wird platzen, ausgelöst von der Politik siehe Rote Gebiete..... etc alles nur Maßnahmen um die Bauern die zu teuer Pachten und viel Kredite haben so wie es ihnen ja in ihrer Ausbildung gelernt wurde. Diese Bauern werden die ersten Opfer sein. Viele dieser Bauern suchen ja heute schon einen Investor der gegen Grundschuld Kredit gibt. Aber das Kapital sage ich mal, kauft erst wenn das Land weit billiger wird wie derzeit in den alten Ländern, wann es so weit sein wird hängt von anderen Einflüssen ab die von den Eliten der Welt gesteuert werden.... In den neuen Ländern und das weiß der oben zitierte Bauernführer Wendorff genau sind wir schon um ca. eine Generation weiter. Bauern werden nicht mehr gebraucht, Arbeiter Knechte Laufburschen....... dann Verwaltungspersonal.... ja auf so 5000 ha in etwa da brauchst einen Bauern ( der oberste knecht ) so meine Erfahrung. da geht es aber nur noch darum jemanden zu haben der Gefühl für Mitarbeiter, Boden, Pflanze hat und noch Schweißen kann, der die Übersicht über bis so max. 10 Dörfer beherrscht.... ja der kann noch Bauer bis zu einem gewissen Punkt sein, vorrausgesetzt dieser Mann ist seine Vorgesetzten (Leute die auch im Militär gut zu gebrauchen sind) geistig vorraus, da ja diese Vorgesetzten auch nur Knechte - so Art Feld/Büromarschalle mit Jagdschein sind. Die Bauern schaffen ja derzeit selber die Grundversorgung für diese Investoren Konzerne durch die 2. Säule der agrarpolitik die im Grunde nur Geld gegen keine Leistungen sind für angeblich eine gute Sache. Alleine das Großmanöver Defender 2020 wird Umweltschäden hinterlassen in Größenordnung....... Im Grunde kannst ja in den neuen Ländern heute schon beobachten wie es im Westen in 30 Jahren sein wird. Neben armer Landbevölkerung, hartz4 Altersarmut...... hast überförderte Bio Betriebe Konzerne die wenig produzieren und die Böden zerstören, teure Produkte für eine im Kopf kranke Stadtbevölkerung produzieren, während das Landvolk dem billigen Fraß der Diskounter frist. Das Landvolk wird kaum Zugriff bekommen auf Land - könnte sein das nicht einmal Rest- und Splitterflächen landwirtschaftlich genutz werden dürfen wegen der Insekten.... etc..... die gönnen dir das Futter für deine 20 Hühner nicht mehr, so in etwa wird es kommen, da war es bei den Kommunisten wahrscheinlich weit besser..... aber wir können es noch Verhindern, die Bauern aber leider nicht. Erst wenn die allgemeine Lage noch schlechter wird und der Arbeiter und kleine Mann endlich auf die Straße geht ein Generalstreik kommt nach Möglichkeit weltweit könnte es sich zum Guten ändern......

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