Grüne Woche

Greenpeace: Mehrheit der Verbraucher für Fleischabgabe

Laut Greenpeace wollen die Verbraucher eine Fleischabgabe. Ein Banner der Umweltschützer am Eingang der Grünen Woche kritisiert die "Untätigkeit von Ministerin Klöckner".

Eine Mehrheit von 85 % der Verbraucher würde Steuern oder Abgaben auf Fleisch und Wurst akzeptieren, wenn die Landwirte mit dieser staatlichen Hilfe die Tierhaltung verbessern. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Kantar Emnid im Auftrag von Greenpeace durchgeführt hat.

Die Verantwortung für eine artgerechte Haltung von Nutztieren sehen die Befragten nicht nur bei den Verbrauchern, den Landwirten und dem Handel, sondern vor allem bei der Politik. „Die Bundesbürger sind mit überwältigender Mehrheit bereit, eine bessere Tierhaltung mit einer Tierwohl-Abgabe zu unterstützen. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner sollte endlich die Weichen für eine tiergerechte und ressourcenschonende Haltung der Nutztiere stellen“, sagt Dirk Zimmermann, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace. „Das Geld der Verbraucher muss bei den Betrieben ankommen, die in mehr Tierwohl investieren.“

Aktion vor dem Messeeingang

38 Aktivisten von Greenpeace hatten am Freitag vor dem Berliner Messegelände auf dem Vordach des Haupteingangs ein 16 Meter langes Banner entrollt, auf dem „Schluss mit der Show, Frau Klöckner!“ steht.

Greenpeace Demo am 17.1.2020 in Berlin

Greenpeace Demo am 17.1.2020 in Berlin (Bildquelle: Ruben Neugebauer/Greenpeace.)

Greenpeace Demo am 17.1.2020 in Berlin

Greenpeace Demo am 17.1.2020 in Berlin (Bildquelle: PressebildPressebild)

Die Ergebnisse der Umfrage stützen die Forderung von Greenpeace nach der Einführung einer zweckgebundenen Tierwohl-Abgabe, mit der landwirtschaftliche Betriebe gezielt gefördert werden könnten. Diese Forderung hatte die Umweltschutzorganisation Anfang dieser Woche mit einer Studie untermauert. Danach könnten mit einer Abgabe von 50 Cent pro Kilo Fleisch ausreichend finanzielle Mittel für den schnellen Ausstieg aus der quälerischen Tierhaltung aufgebracht werden. In Kombination mit einem Ende der Subventionen für Fleisch und Milchprodukte über den ermäßigten Mehrwertsteuersatz würden zudem die Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft deutlich sinken, so die Umweltschützer.

Die Redaktion empfiehlt

Greenpeace schlägt eine Tierwohlabgabe von maximal 50 Cent auf jedes kg Fleisch gemeinsam mit einer Mehrwertsteuerreform vor. Damit will die Umweltorganisation den Umbau der Tierhaltung finanzieren.


Diskussionen zum Artikel

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von Eike Bruns

Ich empfehle greenpeace mal einkaufen zu gehen

Frau krank also selbst zu EDEKA. Milchregal. Biomilch links Weidemilch mitte Konv. rechts. die Spalten waren gleich groß! rechts leer, mitte halb voll links fast noch voll. Bei Fleisch das gleiche bei Gemüse auch. In Deutschland werden über alle Produkte ca 5 % Bio produziert. Ich habe noch nie gehört das dieses Segment irgendwo ansatzweise ausverkauft war. Wenn ich das über 6 Monate im Radio höre, in der Zeitung lese, oder im Fersehen / Internet sehe dann stelle ich um. Meine Weidemilch mit QM etc. bringt mir heute 15% weniger als 1989 normale Milch, meine Puten erlösen heute inkl, Tierwohlzuschlag weniger als 2001 meine ersten die ich verkauft habe weil Polen es billiger kann. Nein Greenpeace das Angebot ist schon da es wird nur nicht nachgefragt ändert das und alle Bauern steigen um. Bestes Beispiel das wir Bauern uns schnell entscheiden können ist Biogas. Denkt mal drüber nach.

von Karlheinz Gruber

Tierwohl wird nicht bezahlt, auf BR.de

"Stefan Altinger mästet in Niederbayern seit Jahren für Wiesenhof "Privathof-Hähnchen" – nach höheren Tierwohl-Standards. Doch bei Lidl wurde das Fleisch mit dem Siegel des Deutschen Tierschutzbundes nun wegen zu geringer Nachfrage ausgelistet. " Zitat BR.de Tja Greenpeace. Wie funktioniert das. Der Verbraucher hat gesagt er will Tierwohl, Lidl und Co machens, die Bauern stellen um, UUUUNNNNNNDDD dann bleibt der Bauer auf den Kosten sitzen weils zu teuer ist. Dem zuvor stand auch eine Umfrage und Statistik von euch und den den Firmen von Euch was der Verbraucher alles will. EIne sagt sogar er will nur Bio, aber weiter unten steht, er will es nicht bezahlen. Tja, das haben wir euch zu verdanken. Mit eurem Bashing gegen uns, den Hetzereien, den Verleumdungen usw. Und dann kommt wieder eine Neue Statistik und Umfrage. Wisst Ihr was ich dazu sage? Nehmt sich und geht aufs Klo damit. Der Verbraucher will nur billig. Wichtig ist für ein nur eines: Urlaub, Auto, Handy, Freizeit und eine Unterstützerunterschrift zur Gewissensbereinigung bei euch.

von Bernhard ter Veen

@Rößle

Glauben Sie allen Ernstes daran das von diesem Vereinnahmten Geld auch nur ein Cent bei den Bauern ankommt ??? Dann werden zuerst andere Begehrlichkeiten bediehnt. war so - ist so - bleibt so... aber wenn man davon ausgeht das ja 50% der Bevölkerung den Greenpeace Spendensammlern nahestehen, und lt Expertenaussagen jeder ca. 2 to CO² pro Jahr nur durch Athmung erzeugt wäre es doch am einfachsten wenn diese Menschen einfach aufhören zu Athmen... oder wenn man berechenen würde wieviel CO² jeder Mensch allein durch seine Anwesenheit einspeichert - dann kann man nur auf ein Bevölkerungswachstum hoffen... und das auch hier in D... Ironie off .

von Rudolf Rößle

Greenpeace

hat Jahrzehnte lang gegen Oligopolisten und Regierungen gekämpft. Im Verhältnis dazu sind wir "Obdachlose." Daher ist der Ansatz der neuen Gedanken sinnvoll. Interessieren wird es den Bauern, was in Cent bei dieser Rechnung pro Liter Milch/Fleisch bei den Betrieben ankommt. Bei einem Preisaufschlag von 30 % könnte die Produktion auch verbindlich zurückgefahren werden. Das würde den Markt zusätzlich entlasten.

von Christian Bothe

Hofstetter

Verteilen Sie das Geld? Kein Mensch braucht eine Veränderung der Tierhaltung.Ich hatte Ihnen das schon mal meinen Standpunkt dazu erläutert!!!!

von Christian Bothe

Greenpeace „formiert seine Truppen“

Und wieder so eine schwachsinnige Umfrage aus „Hinterindien“.R e p r ä s e n t a t i v!!!

von Bernhard ter Veen

Greenpeace

...Mehrheit der Verbraucher für Fleischabgabe ...usw. Das behauptet Greenpeace. Ich behaupte das - wenn man die Verbraucher befragt sind immer leicht irgendwelche Statements daraus zu interpretieren. Grade so wie man es gerne hätte. Der Phantasie sind dort keine Grenzen gesetzt. Entscheident ist nur welchem Klientel ich das Resultat präsentiere. Jemand der das System Greenpeace nicht versteht kann man mit Schreckensscenarien und Weltuntergangsgeschichten schnell auf seine Seite ziehen. Dem gesunden Skeptiker kann man damit nicht beeindrucken.

von Rudolf Rößle

Klimagebiete

wir in Europa haben Gunstgebiete für die Nahrungsmittelproduktion. Daher muss bei uns produziert werden. In vielen Ländern gibt es klimatisch gesehen Land das nicht geeignet ist und trotzdem produziert wird. Dort müsste dann die Landwirtschaft verboten werden und wir sollten die Menschen bei uns einbürgern. Das wäre die logische Konsequenz.

von Rudolf Rößle

Solche

Organisationen müssen sich eigentlich für kleinere Betriebe stark machen, die zu Sozialhöfen werden, bei denen der Kunde den Lohn für die Familie und die Produktionskosten zahlt. Das ist aber mit Aufwand verbunden, da man nicht nur die Lebensmittel holt, sondern sich auch mit Landwirtschaft beschäftigen muss.

von Richard Huber

@Martin Hofstetter

So lange Mercosur unsere Märkte mit billigsten Produkten aus Erzeugung, welche nicht kontrolliert wird und in welcher alle Mittelchen (Ractopamin usw.) eingesetzt werden dürfen, überschwemmt werden, so lange ist es sinnlos unsere Standards anzuheben. 99 % der Verbraucher werden weiterhin nach der Ramschware greifen. Da der Bundestag erst vor kurzem gegen eine Gleischschaltung der Produktionsbedingungen in Europa gestimmt hat, die C Parteien waren hier besonders emsig, herrscht sogar hier noch ein Preisvorteil der umliegenden Länder. Der s. g. Weltmarkt wird unser AUS bedeuten.

von Heinrich Albo

Der Inhalt des Unterrichtsmaterial auf

Der Webseite ist, größtenteils gelogen und hat in der Schule nichts verloren.Warum stellt der Bauernverband nichts dergleichen über gesunde Ernährung zur Verfügung?

von Heinrich Esser

Studie

Das Ergebnis der Studie zweifel ich nicht an, auch andere Umfragen haben Ähnliches ergeben. Leider wird der Verbraucher im Discounter/Supermarkt vermutlich wieder anders entscheiden und das billige Fleisch kaufen. Im Grunde gibt es diese Abgabe für Tierwohl schon, sie ist im höheren Preis enthalten.

von Matthias Everinghoff

Erst mal Zahlen Überprüfen

Bevor man über die Klimawirkung von Nahrungsmitteln spricht, sollte man erst einmal die Datengrundlage diskutieren. Folgende Dinge sollten überprüft werden: Wird bei tierischen Nahrungsmitteln die Rückführung von Gülle entlastend berechnet? Wird die Nährstoffdichte mit einbezogen? Wird mit einbezogen, dass Grünland beim Verrotten auch Methan freisetzt? Wird bedacht, dass viele Futtermittel Abfälle der Humanernährung sind? Wird bedacht, dass auf vielen Flächen kaum Nahrungsmittel für Menschen angebaut werden können? Wird mit einkalkuliert, dass Methan in der Atmosphäre nach 10 Jahren zerfällt? Erst wenn diese Punkte berücksichtigt werden, kann man überhaupt diskutieren. Also Greenpeace Hausaufgaben machen!

von Martin Schmidt

Ja klar

Die Mehrheit der Verbraucher ist bereit etwas mehr zu zahlen. Made in Germany auf alle unsere Produkte. Außerdem wäre vielleicht ein CO2 Fußabdruck sinnvoll. Ich habe es noch nicht berechnet, aber eventuell ist deutsches Hähnchenfleisch in der Ökobilanz besser als eine Avocado aus fernen Ländern. Aber ich glaube eine Steuererhöhung ist kontraproduktiv.

von Martin Hofstetter

Hier gehts zur Umfrage

https://www.greenpeace.de/umfrage_tierwohlabgabe Landwirte und Landwirtinnen müssen jetzt überlegen: wollen sie 4 Mrd Euro jährlich haben um die Tierhaltung zu verbessern oder lassen sie das sein. Ministerin Klöckner setzt bisher bei dem Thema allein auf den Verbraucher und Freiwilligkeit. Ich glaube nicht, dass dies weit führen wird....

von Gerald Hertel

die Mehrheit will BILLIG und das preiswert

von Hans-Peter Mahler

Lügen

Es gibt 3 Arten von Lügen 1.kleine Notlüge 2.große Lüge (Politiker) 3.Statistiken u. Umfragen

von Bernhard ter Veen

Greenpeace

wieder so eine "vom Spendengeld bezahlte Studie mit Vorgegebenen Ergebnissen" . Wer dieser Vereinigung Glauben schenkt dem ist nicht zu HELFEN...der MUSS auch NOCH TIEFER in die Tasche greifen und soll bezahlen für das was niemand braucht. !!!

von Marc Rollinger

Sowas von Polemik

Ich dachte die würden sich um die Wale in Japan kümmern? Oder weht dort ein stärkerer Wind wie hier in Zentraleuropa wo Spendenkasse gefüllt wird?

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