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Gute Aussichten für Weizen

China saugt die Märkte leer, Russland deckelt seine Exporte und in Frankreich sind die Bestände knapp. Für übertriebene Preisphantasien gibt es trotzdem keinen Grund.

Derzeit stützt vor allem eine hohe Nachfrage aus China die Soja- und Rapspreise. Nachdem die ASP 2019 in Asien einen Bestand nach dem anderen dahingerafft hatte, fahren die Farmer die Produktion langsam aber sicher wieder hoch. „Mittlerweile werden rund 27 % mehr Schweine geschlachtet als noch ein Jahr zuvor“, so Marktanalyst Jan Peters in seinem Kurvortrag vor den rund 180 Teilnehmern. Mit dem Wiederhochfahren der Kapazitäten steige der Eiweißbedarf, was den Export von Sojabohnen aus Brasilien und den USA ankurbele und letztendlich auch hierzulande in den Rapspreisen niederschlage und vermutlich noch einige Zeit lang zu spüren sei. Die Zeit für Vorkontrakte sieht Peters allerdings nicht. Dafür sei die neue Ernte zu niedrig bewertet.

China treibt die Preise

Ungewöhnlich und vermutlich auf die Corona-Pandemie zurückzuführen: China importiert erstmals große Mengen Getreide und Mais. „Das habe ich in den vergangenen Jahren so noch nicht erlebt. Offensichtlich versucht die Zentralregierung große Vorräte aufzubauen, um sich für künftige Krisen zu rüsten“, sagte...


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