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Hitze und Trockenheit: Ein Funke reicht zum Flächenbrand

Vegetationsbrandexperte Dr. Ulrich Cimolino im Gespräch mit top agrar darüber, wie Flächenbrände entstehen, warum sie immer öfter vorkommen und wie sich Feuerwehren und Landwirte wappnen können.

Ist nach Ihrer Wahrnehmung die Gefahr von Vegetations- bzw. Flächenbränden in den letzten 5 bis 10 Jahren angestiegen?

Dr. Ulrich Cimolino: Sehr trockene Jahre, auch zwei hintereinander, hat es schon immer gegeben. So war z.B. das Jahr 1947 sehr trocken, und der extrem große Brand in der Lüneburger Heide 1975 folgte einer Dürre, die damals 1975 und 1976 zu vielen Bränden führte.

Aber die Häufung, die wir gerade sehen – 2018, 2019, Anfang 2020 und aktuell 2022 – ist sehr ungewöhnlich. Das sind 3,5 Dürreperioden in einem Fünfjahreszeitraum! Die zunehmende Paarung von sehr trockenen Bedingungen und hohen Temperaturen, wie wir es aktuell erleben, verschärft die Situation deutlich.

Warum ist das so kritisch?

Cimolino: Damit ein Feuer entstehen kann, muss brennbares Material thermisch vorbereitet sein – denn es brennen ja die Brandgase, nicht das Material selbst. In der Sonne erreichen Oberflächen schnell Temperaturen von 50 bis 60° C, teils bis zu 80° C. Ein Feuer braucht also deutlich weniger Zündenergie. Der sprichwörtliche Funke reicht.

Besonders kritisch wird die Situation wie z.B. am Dienstag und Mittwoch dieser Woche in einigen Regionen Deutschlands: Hohe Temperaturen bis 40° C und zunehmender Wind von Anfangs Stärke 3 und abends in Böen bis 6. – solche Brände lassen sich dann nur sehr schwer bekämpfen.

Was sind die wichtigsten Auslöser von Flächenbränden?

Cimolino: Wenn viel brennbares Material auf den Feldern steht bzw. liegt und die Kühlung der...

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