Sozialversicherung

Höhere Zuschüsse zur Alterssicherung der Landwirte geplant

Der Bund will die deutschen Landwirte bei der Alterssicherung deutlich entlasten. Höhere Zuschüsse zur Alterssicherung sind geplant. Die Einkommensgrenzen sollen angehoben werden.

Im kommenden Jahr können die Bauern in Deutschland voraussichtlich von höheren Zuschüssen zur Alterssicherung der Landwirte (AdL) profitieren. Die Bundesministerien für Landwirtschaft, Arbeit und Finanzen haben sich im Rahmen der Aufstellung des Bundeshaushalts 2021 auf eine deutliche Erhöhung der seit 1999 nicht mehr veränderten Einkommensgrenze und eine Erhöhung des Beitragszuschusses in der Alterssicherung für Landwirte und Gartenbauer geeinigt.

Einkommensgrenze für den Beitragszuschuss wird angehoben

Die Einkommensgrenze von derzeit 15 500 Euro für Alleinstehende beziehungsweise 31 000 Euro für Verheiratete soll auf 60 % der Bezugsgröße der Sozialversicherung angehoben werden. Diese liegt in diesem Jahr bei 22 932 Euro oder 45 864 Euro für Ehepaare. Die bisher starre Einkommensgrenze soll zukünftig dynamisch ausgestaltet werden. Zudem soll das bisherige System von Beitragszuschussklassen durch eine individuelle Berechnung des Zuschussbetrags ersetzt werden. Hierfür ist die Einführung einer Berechnungsformel vorgesehen. Bei einem jährlichen Einkommen bis zu 30 % der Bezugsgröße soll künftig der volle Beitragszuschuss gewährt werden. Beim aktuellen AdL-Monatsbeitrag von 261 Euro würde der Zuschuss damit von bisher 84 Euro auf fast 157 Euro steigen.

Die Berechnungsformel berücksichtigt, dass sich der Beitragszuschuss bei einem höheren Einkommen linear reduziert, bis bei einem jährlichen Einkommen in Höhe von 60 % der Bezugsgröße, also kein Beitragszuschuss mehr gezahlt wird. Vorbehaltlich der Zustimmung des Bundestages sollen die Regelungen am 1. April 2021 in Kraft treten. Ab diesem Zeitpunkt kann die dafür zuständige Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) die Änderungen umsetzen. Nach Einschätzung des CSU-Bundestagspolitikers Max Straubinger ermöglichen die zwischen den Bundesressorts vereinbarten Änderungen, dass mehr versicherte Landwirte - und hier vor allem Landwirte mit Klein- und Mittelbetrieben - von der finanziellen Entlastungswirkung profitieren können.


Diskussionen zum Artikel

von Hans-Heinrich Wemken

Generationenvertrag ?

Wo ist in der ldw, Alterskasse

von Andreas Sießmeir

Wieso sollte der Staat was tun ?

Der der eine Landwirtschaft hat, hat damit Besitz und wird daher nie ins Sozialsystem fallen; Also kann man alles so belassen, im Besten Fall verkauft der Landwirt/Renter noch Fläche, dann kassiert der Saat anständig ab und mit viel Glück bekommt die Fläche noch ein Agrarkonzern der ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Wer

nicht privat vorsorgen kann, wenn der Betrieb weitergeht, schaut als Rentner dumm aus der Wäsche. Vielen Bauern, die ihren Betrieb aufgegeben haben, haben mehr Geld zur Verfügung, als in ihrer Arbeitszeit.

von Willy Toft

Die Chance, eine Höhere Rente, über der Mindestrente zu bekommen, wäre Zielführend!

Die Bauern haben schon keinen großen Einkommensanspruch, das muss sich aber nicht noch über die Rente hinaus, weiter fortsetzen! Der Fehler liegt doch im Detail der Historie, wir sollen stets Erdverbunden bleiben, was wir als einzige Branche auch sind.

von Gerd Uken

Das habe ich auch gedacht

Da müsste mal einecAnoassung kommen. Betriebe werden immer Größer aber der Pachtanteil auch und irsprünglich war die Bauernrente ja auch etwas anders gedacht

von Frank Müller

Die Bundesregierung

sollte dafür sorgen, dass das Einkommen der Landwirte ihnen eine Beitragszahlung ohne Zuschüsse ermöglicht. Es ist ein Skandal, wie Deutschland seine Bauern mit einem Hungerlohn abspeist. Gerade so, dass er nicht am langen Arm verhungert. Und ein Großteil der Bevölkerung denkt immer ... mehr anzeigen

von Wilhelm Eggert

Wer subventioniert wen?

Herr Müller besser wie Sie kann man es nicht beschreiben. Aber es wird wohl außerhalb des Vorstellungsvermögens von 99% der Menschen sein das wir Landwirte durch unsere Arbeit den Verbraucher subventionieren.

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