Weltumwelttag 2019

Horper: Bauern setzen sich für mehr Artenvielfalt ein

Es ist immer nur davon die Rede, wieviel die Landwirtschaft zum Klimawandel beiträgt. Dabei ist sie eindeutig ein Teil der Lösung, nicht des Problems, sagt Michael Horper und liefert Zahlen.

Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, macht anlässlich des Weltumwelttages auf die Umweltleistungen der Landwirtschaft aufmerksam.

„Die Landwirtschaft trägt, aller Unkenrufe zum Trotz, zum Klimaschutz bei und stellt sich aktiv gegen den Klimawandel. Sieben Prozent der Treibhausgase in Deutschland gehen nach Angaben des Umweltbundesamtes auf die Landwirtschaft zurück. Dem steht der Entzug von Treibhausgasen durch die Landwirtschaft gegenüber. Durch den Einsatz von Bioenergie für Strom, Wärme und Kraftstoffe werden in Deutschland 61 Mio. Tonnen Treibhausgasemissionen vermieden. 48 Prozent der 5.000 Millionen Tonnen Gesamtvorrat an Kohlestoff binden landwirtschaftliche Böden! Im Vergleich dazu betragen die gesamten Kohlenstoffemissionen Deutschlands 219 Millionen Tonnen. Die Landwirtschaft ist eindeutig ein Teil der Lösung, nicht des Problems. Dieser Teil müsste nur verstärkt gesellschaftlich und politisch unterstützt werden“.

Außerdem trage, so Horper, die Landwirtschaft seit Jahren zur Verbesserung der Artenvielfalt in Deutschland bei. „Wir machen das Land bunter!“ ist das Motto des bäuerlichen Berufsstandes, der bereits 2018, bevor das Insektensterben in den Medien seinen Platz fand, beschlossen hat, in 2019 den Insektenschutz und die Artenvielfalt ins Zentrum seiner Öffentlichkeitsarbeit zu stellen. In Rheinland-Pfalz würden 230.000 Hektar unter besonderer Berücksichtigung des Naturschutzes bewirtschaftet werden. Das seien 30 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche. Davon würden auf 76 Millionen Quadratmeter Brachflächen, Feld- und Pufferstreifen, Honigweiden, Waldrandstreifen und Saum- und Bandstrukturen angelegt, das entspreche 11.000 Standardfußballfelder.

Horper: „Die Landwirtschaft kennt ihre Verantwortung und nimmt sie wahr. Jetzt liegt es auch an der Gesellschaft sich verstärkt an Umweltschutzmaßnahmen zu beteiligen. Lasst das Gras wachsen, weg mit den Mährobotern, baut die leidigen Steingärten zurück und schafft Platz für die Natur.“

An die Kommunen gerichtet fordert Horper, die Reduzierung des Flächenfraßes endlich ernst zu nehmen. Schließlich sei die Flächenversiegelung und die Durchschneidung der Landschaft mit Verkehrswegen ein Hauptgrund für die Bedrohung vieler Arten.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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