Vegane Schokolade

Katjes-Werbespot stellt Milchviehhaltung als Tierquälerei dar - der Werberat kritisiert!

Katjes bewirbt seine neue vegane Schokolade mit "Cool ohne Kuh" und behauptet, dass Milchkühe unter qualvollen Bedingungen gehalten würden. Der deutsche Werberat hat sich nun eingeschaltet.

„Jedes Leben ist wertvoll. Und Kühe sind keine Milchmaschinen. Auch nicht für Schokolade.“, sagt eine Frauenstimme in dem neuen Werbespot vom Süßwarenunternehmen Katjes. Hunderte Kühe marschieren "militärisch" bei düsterer Musik durchs Bild. In der nächsten Szene sprießt ein Haferkorn aus der Erde. „Zum Glück gibt es jetzt Chocjes. Die vegane Schoko von Katjes. Cool ohne Kuh.“, heißt es am Ende. Mit dem neuen Werbespot bewirbt der Süßwarenhersteller Katjes seine neue vegane Schokolade mit Hafermilch.

Werberat: Clip sei einseitig und überzogen

Wegen seines Werbespots gerät das Süßwarenunternehmen Katjes in die Kritik. "Der Clip ist eine sehr einseitige und überzogene Visualisierung von Massentierhaltung", sagt Katja Heintschel von Heinegg, Leiterin des Deutschen Werberats, der Deutschen Presse-Agentur. Die Leiterin kritisierte, das Video suggeriere, dass alle Molkereien ihre Tiere so hielten und jeder Milchkonsument Tiere ausbeute. Der Deutsche Werberat forderte Katjes nun auf, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

BBV legte Beschwerde ein

Der Bayerische Bauernverband (BBV) hatte beim Deutschen Werberat Beschwerde eingereicht. „In dem Fernsehspot werden Kühe als "Milchmaschinen" bezeichnet und Tierhaltern die Ausbeutung ihrer Kühe unterstellt. Das ist diskriminierend und ungerechtfertigt.", schrieb der BBV.

Werbespot sorgt für reichlich Diskussion

Landwirte im Netz sind schockiert. „…deutlich Zeit, Produkte der Firma Katjes Fassion GmbH mal im Supermarktregal liegen zulassen. So ein Werbespot ist unterste Schublade. Katastrophe!“, schreibt eine Facebook-Userin in der Gruppe „Professionelle Landwirtschaft“. Auch auf der Katjes-Facebookseite sorgt der neue Werbespot für reichlich Diskussion. Neben zahlreichen unterstützenden Stimmen, kommen auch Kritiker zu Wort. „Der Spot ist das allerletzte, einen ganzen Berufstand denunzieren nur um sein Produkt zu bewerben“, heißt es. Ein anderer schreibt: „Eine absolute Frechheit die gesamte Landwirtschaft so darzustellen! Wir sind keine Verbrecher und erst recht keine Tierquäler! Denkt immer dran: Wir machen euch satt!“

ASP in Westpolen: 80 Kilometer von Grenze zu Brandenburg

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Christina Lenfers

Redakteurin top agrar Online

Schreiben Sie Christina Lenfers eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Birgit u. Dieter Eckhardt

ich habe da was nicht verstanden.....

in Ihrem Text heißt es:.....Video suggeriere, dass alle Molkereien ihre Tiere so hielten... entweder stammt das Wissen der Werbefachleute über Milchproduktion und Weiterverarbeitung aus Romanen von Hedwig Courths-Mahler und Thomas Hardy, oder ich habe etwas verpasst und meine Mädels sind mittlerweile Eigentum der Molkerei?? Sollte Ersteres zutreffen, wäre eine Informationsveranstaltung - Grundwissen Landwirtschaft -für die Werbefachleute sinnvoll. Wenn aber meine milchgebenden Mitarbeiterinnen jetzt der Molkerei gehören, fände ich es schön, wenn die Angestellten ebendieser, mir zumindest bei meinen 52 Wochenenddiensten im Jahr gelegentlich hilfreich zur Seite ständen. Birgit Eckhardt

von Wolfgang Daiber

Denkanstoß!

Wir sollten uns mal ernsthafte Gedanken zu machen,ob nicht in einer konzertierten Aktion zusammen mit unseren Hollandischen Kollegen ein "Besuch" bei dieser Firma stattfinden Sollte.Ich geh mal davon aus ,daß der Besucherparkplatz leider zu klein sein wird.Ich wäre auch gespannt wie lange es dauert ,bis die Geschäftsleitung vor Ort ist,kein Hifi oder Pressesprecher.Vorher werden wir den Besuch nicht beenden!

von Andreas Gerner

Wie unterirdisch schlecht muss dieses Produkt sein,....

.....wenn man zu solch mieser Werbestrategie greifen muss? Oder soll das Werbegetöse nur Rückendeckung geben, dass niemand nachfragt, ob Analogdrinks annähernd so gesund sein können wie echte Milch. Oder gar, wie viel Kinderarbeit in den Kakaobohnen für die Schokolade steckt?

von Matthias Everinghoff

Hass säen

Der Einzige der gemolken werden soll ist der Kunde. Doppelt so höher Preis, niedrigere Produktionskosten und Hass auf eine gesellschaftliche Gruppe mit Unwahrheiten schüren. Wo soll das hinführen?

von Andreas Thiel

Ein Produkt...

...von Katjes:"Fred Ferkel "...ziemlich scheinheilig deren Werbestrategie!

von Rudolf Rößle

Witz

der größte Teil ihrer Waren wird nicht ohne tierische Produkte auskommen. Sollten sie Sklavenrohrzucker verwenden ,sollte man das Werk dicht machen.

von Wilhelm Grimm

Klasse Antwort von Gerd Schütte.

Wir müssen angreifen !

von Wilhelm Grimm

Klasse Antwort von Gerd Schütte,

Plakate mit diesem Text auf Pkw und Trecker montieren und vor das Werk und durch die Strassen fahren.

von Gerd Schuette

ungesundes Zeug

Kein Mensch braucht die Produkte von Katjes. Werk abreißen, Blumenwiese ansäen und Kühe drauf laufen lassen.

von Willy Toft

Da muss eine Abmahnung hin, bei Wiederholung 1 Mio. Schadensersatz!

Sonst hört der Blödsinn nie mehr auf! Leben wir nun in einem Rechtsstaat, oder müssen wir uns große Sorgen machen?

von Gottfried Liesen

22.10. nach Emmerich

Das sollte man nicht dulden. Anstatt die Niederheiner alle am 22.10. mit Treckern nach Bonn fahren, sollte eine Abordnung mit Schleppern zu Katjes nach Emmerich und gegen diese unverschämte Werbestrategie vorgehen.

von Michael Behrens

Es wird noch schlimmer kommen!

Weil man Sie alle gewähren lässt, Politik, Medien, Werbewirtschaft, etc. Hat sich im Miniatur Wunderland etwas geändert? Die Hetze nimmt immer neue Dimensionen an! Daran wird sich auch nichts nach dem 22.10. ändern, wenn zig blitz-blank geputzte Trecker durch die Gegend gefahren sind. Vllt ändert sich etwas wenn wir mit 10000 Treckern das Regierungsviertel samt Bundeskanzleramt dicht machen! Und erst wieder abrücken wenn wirklich was erreicht ist! Siehe Holland, in einigen Provinzen wurde die neue Stickstoff Regelung zurück genommen! Der 22.10. kann ein Auftakt sein.

von Steven Laubenstein-Herman

Aber die Pflanzen werden nicht gequält

Pflanzen sind auch wesen die Schmerzen empfinden und industriell gehalten werden

von Gerhard Steffek

§ 130 StGB Volksverhetzung -

Nach zu lesen unter: https://dejure.org/gesetze/StGB/130.html. Darauf hinzuweisen, bzw. vor Gericht zu gehen, das wäre schon mal die entsprechende Aufgabe eines Berufsverbandes. Nicht nur beim Werberat Beschwerde einlegen. Einmal mit dem Finger zu wedeln ist hier zu wenig. Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil! Ansonsten wird das immer mehr ausgehöhlt und auf einmal tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Dies ist eh schon immer mehr der Fall. Worauf der Bauernverband aber auf alle Fälle hinweisen kann, ist die Tatsache das Vegan alles andere als gut ist. Ja bei falscher Ernährung da auf alle Fälle tödlich, wie man diesen Sommer an dem Fall in Australien mit dem Kleinkind beinahe miterleben konnte. Da ist die Werbetrommel von Katjes im Grunde genommen schon tausendmal schädlicher als jeder Liter Milch.

von A.-Wolfram Schwarz

Noch ergänzend dazu:

Für die Milchverarbeiter muss der Verband der dt. Milchindustrie juristische Maßnahmen setzen. Hier werden rote Linien überschritten, gegen die man sich zur Wehr setzen muss!

von A.-Wolfram Schwarz

Werbung, die...

herabwürdigt, ist kreditschädigend und damit ein Tatbestand, der juristisch inklusiv Schadenersatz geltend gemacht werden kann. Das ist in diesem Fall Aufgabe der milchverarbeitenden Betriebe und der bäuerlichen Interessensvertretung, also Kammern bzw. Bauernverband!

von Markus Vagts

Konsequenz

Meine Familie hat Katjes - Verbot !

von Hans-Peter Mahler

Werbung auf unsere Kosten!

Der Konzern Katjes macht nur das was mittlerweile salonfähig geworden ist, auf Kosten der Landwirtschaft die eigenen Hände in Unschuld zu waschen, und keiner merkts! Irgendwie tun es doch alle unsere "gewählten Volksvertreter", die Medien die Ngo's sowie die Verbände und viele stattliche Behörden wie z.B das UBA. In5-10 Jahren wird die Saat dieses Tuns aufgehen doch dann wird es zu spät sei. Vielen Dank daür!

von Hans-Peter Mahler

Werbung auf unsere Kosten!

Der Konzern Katjes macht nur das was mittlerweile salonfähig geworden ist, auf Kosten der Landwirtschaft die eigenen Hände in Unschuld zu waschen, und keiner merkts! Irgendwie tun es doch alle unsere "gewählten Volksvertreter", die Medien die Ngo's sowie die Verbände und viele stattliche Behörden wie z.B das UBA. In5-10 Jahren wird die Saat dieses Tuns aufgehen doch dann wird es zu spät sei. Vielen Dank daür!

von Anton Obermeier

BBV

Warum nur eine Beschwerde? Warum keine Anzeige wegen Volksverhetzung? Denn nichts anderes ist das. Kein anderer Berufsstand würde sich das gefallen lassen.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen