Rhöndorf

KLJB für Exportverbot für nicht genehmigte Pflanzenschutzmittel

Die katholische Landjugend würde sich wünschen, dass die Regierung den Pflanzenschutzmittelherstellern den Export von Mitteln untersagt, die in der EU nicht zugelassen sind.

Die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) schließt sich einem zivilgesellschaftlichen Bündnis an und fordert ein Exportverbot von in der EU nicht genehmigten Pflanzenschutzmitteln. Sie unterzeichnet hierzu einen Offenen Brief zusammen mit 58 Nichtregierungsorganisationen an Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Sorge vor Doppelstandards für Pflanzenschutzmittel

„Uns ist wichtig, dass im globalen Kontext keine Doppelstandards entstehen, die zu Lasten von Mensch und Umwelt gehen oder zu Wettbewerbsverzerrungen führen“, fordert Sarah Schulte-Döinghaus, Bundesvorsitzende der KLJB. „Die Produktion, Lagerung und v.a. der Export von Pestiziden, die in der EU auf Grund von Gefahren für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt nicht genehmigt sind, sollen verboten werden."

Erste Länder innerhalb Europas hätten das bereits auf den Weg gebracht. Frankreich und die Schweiz würden mit entsprechenden gesetzlichen Regelungen vorangehen, so die Landjugend. Auch Deutschland müsse hier nachziehen fordert die KLJB zusammen mit weiteren Organisationen und Verbänden. Denn die Risiken für die Gesundheit der ländlichen Bevölkerung und der kleinbäuerlichen Strukturen im globalen Süden dürften nicht für die Gewinnmaximierung von Großkonzernen ausgenutzt werden.

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Diskussionen zum Artikel

von Stefan Lehr

Kein Export noetig

Der Export dieser Mittel ist eigentlich nicht notwendig, da die Chemiekonzerne diese auch ohne Weiteres in Nicht-EU-Laendern produzieren und von dort aus verkaufen koennen. Kapazitaeten sind vorhanden! Die Folge waere lediglich ein Stellenabbau innerhalb der EU. Alle anderen Faktoren und ... mehr anzeigen

von Gerhard Steffek

Geistige Tiefflieger!

Denen würde ein bißchen "heiliger Geist" in Form von gesundem Menschenverstand nicht schaden. Glauben die ernsthaft dieses Exportverbot würde etwas an dem Einsatz dieser Mittel ändern? Welch ein Witz! Wie ist es denn mit den Exportverboten für Waffen aus deutscher Produktion? ... mehr anzeigen

von Frank Sieweke

Deutschland 4.-größter Exporteur weltweit...

Und wenn 6% vom weltweiten Rüstungswahn (Deutschlands Anteil nach USA, Russland und Frankreich) wegbrechen würde, wäre das nicht gerade nachteilig, insbesondere für diejenigen, die unter den Auswirkungen zu leiden haben!

von Andreas Gerner

Die glauben ernsthaft, dass Drittländer dann nicht mehr an diese Wirkstoffe kämen.

Aber aufwachen! Es gibt auch zahlreiche andere Länder auf der Welt, die die Lücke stopfen werden. In deren Chemiewerken wird Arbeitsschutz und Brandschutz mit Füßen getreten. Und da wird nicht so streng drauf geschaut, ob bei der Produktion noch z.B. Spuren von Schwermetallen ins ... mehr anzeigen

von Frank Sieweke

wäre natürlich ne Katastrophe....

wenn unsere Chemiekonzerne keine Gewinne mehr mit in der EU aus gutem Grund verbotenen Chemikalien machen könnten! Vor Reimporten als Rückstände auf Futtermitteln, Nahrungsmitteln und sonstigen Produkten ganz zu schweigen...

von Wilhelm Grimm

Das ergibt nur Sinn,

wenn die deutschen Zulassungsbehörden bei der Zulassung von Pflanzenbehandlungsmitteln sich nur der Sache verpflichtet fühlen würden. Die Verschleppung von Zulassungsverfahren und andere sachfremde Maßstäbe in der Beurteilung der zur Zulassung angemeldeten Mittel müssen unter ... mehr anzeigen

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