Instagram

Klöckner rechtfertigt Foto mit ihrem Bruder

Agrarministerin Julia Klöckner muss sich erneut für einen Social Media-Eintrag rechtfertigen. Dieses Mal geht es um ein Foto mit ihrem Bruder bei der Weinlese. Kritiker werfen ihr Schleichwerbung vor.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat auf Instagram ein Foto veröffentlicht, das sie mit ihrem Bruder, dem Weingutbetreiber Aloys Klöckner aus dem rheinland-pfälzischen Guldental zeigt.

Kritiker warfen der CDU-Politikerin daraufhin vor, hier unerlaubte Schleichwerbung betrieben zu haben. Gegenüber Medien sagte ein Sprecher des Agrarministeriums, dass das BMEL nicht für den Instagram-Account der Ministerin zuständig sei. Das mache Klöckner selbst. Sie wolle damit Einblicke und Schulterblicke auch abseits ihrer Politik in Berlin ermöglichen. Das Foto von der Weinlese sei einfach als nette Botschaft gedacht gewesen.

Julia Klöckner selbst ergänzte daraufhin folgende Klarstellung: „Ernte bedeutet viel Arbeit für die Winzer und Landwirte und deswegen habe ich meinem Bruder bei der Weinlese geholfen. Ich habe auf dem Weingut meine familiären Wurzeln und habe dem Betrieb und meiner Familie dort viel zu verdanken. Daher ist es selbstverständlich, dass ich dort helfe. Und weil ich stolz auf die Leistungen aller Winzer und Landwirte bin, wollte ich – wie üblich hier an dieser Stelle (Anm. d. R. auf Instagram) – Ihnen und Euch mit einem Schulterblick teilhaben lassen. Einige interpretieren das als Werbung. Nein, das sollte es nicht sein.“

Julia Klöckner bei der Weinlese. Sie wollte die Follower ihres Instagram-Kanals nur an ihrem Alltag teilhaben lassen (Bildquelle: privat)

Erst vor einigen Monaten gab es rege Diskussionen um ein Video, dass die Ministerin zusammen mit dem Chef von Nestlé erstellt hatte und darin das Unternehmen lobte. Die Medienprüfer entlasteten sie anschließend, dies sei keine Werbung gewesen.

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Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg bestätigt nach Prüfung, dass das von Julia Klöckner gepostete Video mit dem Nestle-Chef keine Schleichwerbung ist und in Ordnung geht.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Anton Heukamp

Auch wenn ich fachlich nicht immer ihrer Meinung bin, Schleichwerbung zu unterstellen ist stumpfer Blödsinn!

von Rudolf Rößle

Ist noch nicht

lange im Amt. Mit Sicherheit wird sie an ihre Wurzeln erinnert und führt eine familiäre Diskussionsrunde. Die Dörfer sind unruhig, das wird sie bei ihrem Bruder schon wahrnehmen.

von Heinrich Albo

Jeder braucht

Rückhalt in der Familie...Auch Politiker/rinnen.

von Klaus Fiederling

Fairplay bitte!

An einer Julia Klöckner im familiären Umfeld kann ich nichts Anrüchiges finden; jeder Mensch muss einmal Kraft tanken können für die eigene Seele. - Bitte bleibt also fair!

von Wilhelm Grimm

Nu man nicht so pingelig.

Wir werden immer kleinkarierter. Hübsche Fotos.

von Fritz Ritterbusch

Weinlese

Weibtrauben ernten mag sie ja können! Aber gute Politik für uns Landwirte? Habe so meine Zweifel.

von Walter Rothenbacher

Frau Klöckner

wäre in den Weinbergen wohl besser aufgehoben.

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