Kolkraben haben sich auf Lämmer spezialisiert

In Mecklenburg-Vorpommern warten die Kolkraben auf den Bäumen auf die Geburt der Lämmer, um diese dann zu töten. Die Verluste würden in die Tausende gehen, so der Schafzuchtverband. Naturschützer halten aber an dem hohen Schutzstatus der Vögel fest.

Am vergangenen Wochenende machten Berichte von Kolkraben aus der Region Sternberg im Landkreis Ludwigslust-Parchim die Runde, die sich auf neugeborene Lämmer spezialisiert haben.

Der NDR beispielsweise berichtete, dass die Landwirtschaftsgesellschaft Groß Raden in diesem Jahr schon über 300 Lämmer durch Kolkraben verloren habe. Die Vögel würden in den Bäumen auf die Geburt der Tiere warten und dann angreifen. Die Mutterschafe hätten keine Chance, diese abzuwehren, heißt es.

Der Schafzuchtverband sprach von landesweit tausenden toter Lämmer durch Raben. Allerdings würden nicht alle Schafhalter ihre Verluste melden.

Nachdem der Kolkrabe fast ausgerottet war gibt es heute durch die Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes in Deutschland wieder rund 9.000 Brutpaare. Dazu merkt die Bildzeitung an, dass Wölfe in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 100 Schafe, Kälber oder in Gehegen gehaltene Damhirsche gerissen hätten. Während die Empörung über den Wolf groß sei, werde über die Schäden durch Kolkraben aber nur wenig gesprochen.

Erste Ernteeinschätzung für Sachsen-Anhalt

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Wilhelm Grimm

In Grosstädten über 100000 Einwohnern haben bis zu 50% Grün gewählt.

Dort seien die Bildungsabschlüsse höher als auf dem Lande, so die Wahlanalysen. Leute, wir Trottel vom Lande sind für die Beurteilung vom Geschehen in der Natur zu doof !

von Erwin Schmidbauer

Begründungen

Die Situation bei den Kolkraben spricht eben dafür, dass es gute Gründe gab, warum man früher Kolkraben und auch Wölfe verfolgt und auch ausgerottet hat. Es waren böse Konkurrenten ums Überleben. Wir als Wohlstandskinder können heute sehr gut damit leben - wenn es nur andere betrifft.

von Gerhard Steffek

Ausufernder Wahnsinn!

Die Verschiebung der Wertigkeiten manifestiert sich in solchem Wahnsinn. Zu wenig und zuviel ist aller Narren Ziel", kann man hier nur zitieren. Wenn sich hier schon aufzeigt welchen Schaden die Kolkraben anrichten, was für einen Schaden richten sie dann in der freien Natur an. Da, wo es keine Menschen gibt, die diesen melden können. Bei den Junghasen, Rehen, bei den Bodenbrütern, bei den Vögeln schlechthin. Diese "Luftflotte" ist doch omnipräsent und hat den Vorteil das sie eben die Kinderstuben aus der Luft ausfindig machen können. Da ist oftmals der Fuchs und Wolf vielleicht das kleinere Übel. Aber nicht umsonst heißt der alte Spruch "viele Hunde sind des Hasen tot". "Viel Feind, viel Ehr" wäre da absolut zynisch. Wenn sich da dann die Herrschaften wundern wieso die Populationen abnehmen, dann ist das an Dummheit, aber auch an Arroganz nicht zu überbieten. Arroganz deshalb, weil sie ja nie Fehler machen. Es sind ja immer nur die Anderen.

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