Neue Störaktion?

Kreis Vechta untersagt Protestcamp von Tierhaltungsgegnern

Die Behörden haben ein wildes Campinglager von Tierrechtlern untersagt, das meherer Tage stattfinden soll. Die Aktivisten wollen das nicht akzeptieren und planen überdies eine Aktion bei Wiesenhof.

Das Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie” wollte vom 12. bis 17. Juli 2021 ein Aktionscamp in Vechta (Niedersachsen) durchführen. Die Versammlungsbehörden haben dies jedoch untersagt. Die Tierhaltungsgegner protestieren nun, dass die Politik dadurch „zivilgesellschaftliches Engagement für eine dringend nötige Agrarwende unmöglich“ mache. Die Aktivisten wollen das Verbot nicht akzeptieren.

Franziska Klein vom Bündnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie kündigt an: „Es wird Proteste gegen die Tierindustrie im Großraum Vechta geben. Wir mobilisieren weiterhin zu unserer angemeldeten Veranstaltung, die vom Grundgesetz geschützt ist, und werden diese in jedem Fall durchführen.“

Auf dem Camp planen die Organisatoren Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden zur Kritik an der Tierindustrie. Dabei könnten sich die Campteilnehmer über die „katastrophalen Folgen der Tierindustrie für Klima, Umwelt, Arbeitnehmer und Tiere austauschen“, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Auch Aspekte wie die Futtermittelimporte, Arbeitsbedingungen in Schlachthöfen und die möglichen Wege zu einer umfassenden Agrarwende würden thematisiert.

Für den gleichen Zeitraum kündigen die Gegner auch eine Protestaktion gegen den Geflügelkonzern PHW (Wiesenhof) in Rechterfeld an. Das Argument: Im Landkreis Vechta würden über 13 Mio. Tiere in industriellen Zucht- und Mastanlagen leiden.