Protestaktion

Kritik an Tönnies: Aktivisten kapern Werbeflächen in Gütersloh

Vergangene Nacht haben Aktivisten Leuchtreklamen in Gütersloh gekapert. Die Werbebotschaften wurden durch Plakate mit Kritik gegen den Tönnies-Konzern und die „Tierindustrie" ausgetauscht.

In der Nacht zum Freitag haben Aktivsten, die sich dem Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ angeschlossen haben, 25 Leuchtreklamen im nordrhein-westfälischen Gütersloh gekapert. Die neuen Botschaften richten sich gegen Tönnies und die „Tierindustrie".

„Der Tönnies-Konzern lebt von Ausbeutung, Mord und Unterdrückung und zwar von Menschen und Tieren. Das war schon immer so, und wird auch immer so bleiben, wenn sich die Gesellschaft nicht bald dazu entschließt, solchen profitgetrieben Megakonzernen endgültig die Stirn zu bieten", so das Bündnis.

„Shut Down Tierindustrie - für immer“

Oft könnten Konzernchefs ihr gieriges Tun hinter einer freundlichen Fassade verstecken. „Clemens Tönnies, der selbsternannte Kotlett-Kaiser, hat diese heuchlerische Fähigkeit nicht. Spätestens mit seinen rassistischen Eskapaden hat er vor einigen Monaten sein wahres, menschenverachtendes Gesicht gezeigt. Tiere bewertet er danach, wie lecker der Schinken ist, Menschen zählen für ihn nur, wenn er diese ausbeuten kann. Deshalb wurden auch ihm einige Plakatbotschaften direkt gewidmet…", heißt es. Profit rechtfertige keine Ausbeutung.

Das Bündnis „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ ist ein bewegungsübergreifendes, überregionales Bündnis, das sich im Rahmen einer Aktionskonferenz im Juli 2019 gegründet hat. Ein geplantes Aktionscamp gegen die PHW-Gruppe im Juni 2020 in Niedersachsen musste aufgrund der Corona-Situation verschoben werden. Das Bündnis fordert die Abschaffung der Tierindustrie und eine Agrarwende hin zu einer solidarischen und ökologischen Produktions- und Organisationsweise, die nicht auf Kosten anderer erfolge und nicht am Gewinn orientiert sei.

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Diskussionen zum Artikel

von Jochen Böhrer

Nachdenklich

Da war doch mal was in Deutschland.. was ganz Ähnliches. Hatte auch irgendwas mit angeblich bösen Menschen und Geschäftsleuten zu tun. Und mit dem angeblichen "Verderben", dass sie für die Deutschen wären. Ich komm jetzt nicht drauf, aber ich weiß, dass das ganz widerwärtige ... mehr anzeigen

von Stefan Lehr

Herr Boehrer, Geschichte wiederholt sich immer wieder - leider. Es gibt neue Namen und Bezeichnungen aber im Grunde haben Sie vollkommen recht.

von Gerhard Steffek

Sachbeschädigung!

Nett, jetzt heißen diese Randalebrüder auch schon nur noch "Aktivisten". Wer zahlt den Schaden? Hätte dafür einen Vorschlag. Wenn schon diese "Aktivisten" sich für eine solidarische und ökologische Produktions- und Organisationsweise stark machen wollen, wie wäre es dann damit, ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Sachbeschädigung ist das nicht,

es ist doch für einen "guten Zweck".

von Christian Bothe

Bündnis gegen Tierindustrie...

Bloß gut das es Corona gibt und man hat wieder ein Thema gegen die LW insgesamt. Scheinbar haben sich ja FFF und Kohledemos tot gelaufen und jetzt "schießen" alle diese Protestler gegen die Fleischindustrie und unsere LW und gehen morgen wieder billig Steaks zum Grillen in den LEH mit ... mehr anzeigen

von Christoph Blankenburg

Wie wär es...

... mal ausnahmsweise eine Kampagne gegen Tourismus ( s.: Skizirkus in Ischgl ) auf die Tagesordnung dieser Aktivisten zu setzen. Auch von der Seite haben wir eine große Zahl von Infektionen in Deutschland, die darüber hinaus stärker gestreut haben und sehr viel schwieriger ein zu ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Selbstjustiz ist willkommen ?

Ich hätte da auch noch so einige Ideen für Einigkeit und Recht und Freiheit !

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