Mutige Bauherren

Landbaukultur-Preis 2021: Das sind die Gewinner

Über 100 Landwirte, Winzer und Gärtner haben sich mit ihren Neu- und Umbauten um den Landbaukultur-Preis beworben. Die Gewinner überzeugen durch zeitgemäße Architektur und nachhaltige Bauweise.

Es braucht Mut, alten Gemäuern neues Leben einzuhauchen und Gebäude im ländlichen Raum fit für die Zukunft zu machen. Doch dieser Mut wird oft belohnt. So war es auch bei den Bauprojekten, die mit dem Landbaukultur-Preis 2021 ausgezeichnet wurden: Ein neuer Rinderstall aus heimischem Holz, ein perfekt in die Landschaft und das Hofensemble eingebundenes Altenteiler-Haus sowie eine für zeitgemäßes Wohnen umgebaute Scheune, die den Charakter des historischen landwirtschaftlichen Gebäudes erhält.

Über 100 Bewerbungen

Insgesamt bewarben sich 105 Bauherren und -frauen mit ihren Projekten um die Auszeichnung. „Die Qualität der eingereichten Objekte ist durchweg sehr hoch“, freut sich Susanne Wartzeck, Präsidentin des Bundes Deutscher Architekten. Wartzeck leitete die achtköpfige Fachjury. Die Jury prämierte acht Objekte in drei Kategorien. Im Laufe der nächsten Wochen stellen wir alle preisgekrönten Bauprojekt auf topagrar.com vor.

Nachhaltige Bauweise

Die Sieger-Projekte überzeugten die Jury, weil sie eine zeitgemäße Nutzung ermöglichen und sich bestens in die Kulturlandschaft einpassen. Besonders preiswürdig: Die Bauherren und Architekten berücksichtigten den Umwelt- und Klimaschutz bei der Wahl der Baumaterialien und der Bauausführung. „Gerade deshalb ist der Landbaukultur-Preis für mich ein wichtiges Signal für die Wertschätzung und Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums“, betonte der ehemalige EU-Agrarkommissar Dr. Franz Fischler, Schirmherr des Wettbewerbs. Landwirtschaftliche Gebäude seien ein Imagefaktor für das Leben auf dem Land, so Fischler.

Gruppenfoto Landbaukultur-Preis

Preisverleihung am 01. Oktober 2021 auf Gut Havichhorst, Münster. Preisträger und Laudatoren, v.l.n.r.: Dr. F. Fischler, M. Wimmer, Dr. L. Schulze Pals, R. Klärle, S. Wimmer, Prof. M. Klärle, A. Fischer-Klärle, Familie Huemer, Familie Schrattenecker, T. Lechner, T. Küke, J. Meier, L. Unger, J. Schmersahl, S. Daube-Schmersahl, A. Daube, F.-J. Möllers, M. Daube, S. Wartzeck, H. Bimberg, A. Geser (Bildquelle: Stiftung LV Münster)

Die mit jeweils 6000 € dotierten Hauptpreise für ihr Bauprojekt erhielten:

  • August Hermann Daube aus Vlotho & Architekt Johannes Schmersahl aus Bad-Salzuflen
  • Diana und Hubert Huemer aus Atzbach in Oberösterreich & Architekt Herbert Schrattenecker aus Wien
  • Benedikt Scholl aus Selzach in der Schweiz & die Meier Unger Architekten aus Leipzig

Eine mit 4000 € dotierte Auszeichnung erhielten

  • Andreas Geser aus Münchenwiler in der Schweiz & die Bernath + Widmer Architekten aus Zürich
  • Prof. Dr. Martina Klärle und Andreas Fischer-Klärle aus Weikerheim & das Architekturbüro KLÄRLE aus Bad Mergentheim

Eine Anerkennung sprach die Jury an folgende Bauherren aus:

  • Monika und Stefan Wimmer aus Schleedorf im Slazburger Land & das Architekturbüro ZT aus Altenmarkt
  • Maximilian Egon Hartinger aus Schönberg
  • Stephanie Forster aus Riedering-Heft & Architekt Tobias Küke aus Klagenfurt

Die zum Landwirtschaftsverlag gehörende Stiftung LV Münster schreibt den mit 30.000 € dotierten Landbaukultur-Preis alle zwei Jahre aus und hat ihn 2021 zum vierten Mal vergeben. In diesem Jahr hat sie erstmals auch Objekte aus Österreich und der Schweiz ausgezeichnet. Insgesamt bewarben sich 105 Bauherren und -frauen mit ihren Objekten um die Auszeichnung.


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