VLI-Herbsttagung

Landwirtschaft als Verursacher und leidtragender des Klimawandels? Premium

Der Klimawandel hat gravierende Auswirkungen auf die Sicherung der Welternährung. Forscher rechnen bei Mais, Reis, Weizen und Soja mit Produktionseinbußen von 9 % bis 2030.

Wie gravierend sind die Folgen des Klimawandels für die Sicherstellung einer ausreichend globalen Lebensmittelversorgung? Darüber referierte am Mittwoch der Direktor und Professor für wirtschaftlichen und technologischen Wandel der Universität Bonn, Prof. Joachim von Braun, auf der Herbsttagung der Verbindungsstelle für Landwirtschaft und Industrie (VLI) in Bonn.

Starke Produktionseinbußen zu erwarten

Die Landwirtschaft sei Teil der Ursachen des Klimawandels und zugleich besonders leidtragend. Analysen des Zentrums für Entwicklungsforschung der Universität Bonn (ZEF) ergaben, dass der Klimawandel die Nahrungsmittelproduktion direkt reduziere. Hinzu kämen indirekte negative Auswirkungen auf die Produktion aufgrund von erhöhten Schwankungen der Nahrungsmittelpreise. Insgesamt gehen Forscher bei Mais, Reis, Weizen und Soja von Produktionseinbußen um 9 % bis 2030 und um 23 % bis 2050 aus. Um die Weltbevölkerung in Zukunft ernähren zu können, seien in diesem Zeitraum aber Produktionssteigerungen erforderlich.

Landwirtschaftliches Klimaschutzprogramm...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Die Redaktion empfiehlt

Durch den Klimawandel könnte die Landwirtschaft in Südeuropa unrentabel werden, warnen Klimaforscher. Wie es bei uns aussehen könnte, lesen Sie in folgendem Artikel...

ASP in Westpolen: 80 Kilometer von Grenze zu Brandenburg

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Christina Lenfers

Redakteurin top agrar Online

Schreiben Sie Christina Lenfers eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Franz Utz

Der Prof.hat anscheinend den Schuss nicht gehört wenn das Grünland nicht mehr genutzt wird und der aufwuchs an ort und stelle verfault entsteht mehr co2 als wenn der Wiederkäuer dies zuerst gefressen und zu Fleisch verwandelt hat. Desweiteren hat er die folgen der neuen Düngeverordnung schon vorweggenommen damit gehen nämlich die erträge zurück nicht durch den Klimawandel es wird nur auf den Klimawandel geschoben.

von Gregor Grosse-Kock

Umweltschutz

Wir werden immer weiter Verblödet und in Panik gejagt. Es ist schön Antopogen oder nicht in allem wo wir Leben ist Kohlenstoff z.B. Holz, Metall, Kunststoff - was soll das Gehampel in dieser Art Argumentation unterliegen wir immer. Allein die Tatsache das landwirtschaftlich genutzte Moore extensive oder Rückvernässt werden sollen ist dümmer als Dumm, so gibt es keinen Kohlenstoff ab und Aufbau, sondern Methanemissionen. Wenn scheinbar Gelehrte so etwas Vorschlagen wird es Zeit!!!

von Erwin Schmidbauer

Überzeugt die Bevölkerung!

Dreh- und Angelpunkt ist das Konsumverhalten der Bevölkerung. So lange die Bevölkerung keinen nachhaltigen Konsum haben und bezahlen will, ist alles andere nur Stückwerk. Und wenn es hier keinen Bewustseinswandel gibt, sind alle anderen Forderungen kaum erfüllbar. Aber glauben die Professoren wirklich, sie könnten die Verbraucher ändern?

von Albert Maier

Totaler Stuss

Selbst derl letzte Provinzprofesssor meint jetzt, sich mit dem Klimawandelgedöns wichtig machen zu können. Heraus kommtt dabei nur totaler Stuss!!

von Heinrich Steggemann

CO2 Speicherung

Wir sind die einzige mir bekannte Branche, die zu volkswirtschaftlich vertretbaren Kosten CO2 dauerhaft in Form von mehr Humus speichern kann. Will man mit Tempo in diese Richtung, braucht es finanzielle Anreize, z.B. den jeweiligen Betrag pro Tonne CO2, der dem Normalbürger und der Wirtschaft abgenommen wird. Wir müssen uns wieder mehr mit Bodenleben beschäftigen und dieses fördern. Dazu muss zügig altes ackerbauliches Wissen von vor 100 Jahren und davor, kombiniert mit neusten Erkenntnissen aus aller Welt auf die Höfe gebracht werden. Weltweit gesehen brauchen wir deutlich mehr Weidevieh um die Wüsten zurückzudrängen und über die Wurzelleistungen der Gräser CO2 zu speichern und die lokalen Wasserkreisläufe wieder herzurichten. Zum Klimagasausstoss der deutschen Landwirtschaft: Mineraldünger durch Wirtschaftdünger tierischen und menschlichen Ursprungs ersetzen. Die menschlichen Ausscheidungen werden heute in den Wasserkreislauf gegeben und kommen zu über 90% nicht wieder bis an eine Pflanzenwurzel. Anstatt immer mehr Lagerraum und teurer schwerer Technik brauchen wir anerkannte und bezahlbare Verfahren zur biologischen Wirtschaftdüngerkonservierung um den Ammoniak- und Lachgasanfall herunter zu fahren und gleichzeitig einen bodenlebenkompatiblen Dünger ohne Fäulnis zu erhalten. Die IG-gesunde-Gülle ist aus meiner Sicht zu diesem Thema auf dem richtigen Weg. Um das Bodenleben auf reinen Ackerbaubetrieben hochzufahren, wäre aus meiner Sicht eine passend gemanagte Pensionsrinderhaltung über Winter auf Zwischenfruchtflächen sinnvoll. Ich hoffe, der Herr von Braun hat sich mindestens genauso ausführlich mit den Änderungen in der restlichen deutschen Wirtschaft und Gesellschaft befasst.

von Rudolf Rößle

Weltmeere

sind mit Plastikmüll übersät und Deutschland exportiert ihren kräftig in das Ausland, wo er dann wieder im Meer landet. Warum darf bei uns überhaupt noch etwas in Plastik eingepackt werden, bzw. Plastikspielzeug hergestellt werden ? Pappkartons mit Biofüllstoff tut es genau so.

von Heinrich Esser

Klimawandel

Natürlich ist die LW mitverantwortlich für den Klimawandel, daran sind alle verantwortlich. Die Frage ist nur, worauf kann man verzichten. Das sind Flugreisen, schwere Autos in Städten und unnötige Lebensmittelimporte. Alle essentielle Nahrungsmittel können hier angebaut/hergestellt werden. Wer braucht schon Avocados, Kartoffeln aus Ägypten und Spargel im Februar? Der Professor hat schon recht, dass sich das Konsumverhalten ändern muss. Zudem sollten beim Zertifikatehandel landwirtschaftliche Flächen miteinbezogen werden, diese können bereits große Mengen CO2 binden.

von Bernd Croonenbroek

Liebe Redaktion.

Ist das schon Hetze und Angst mache gegen uns Landwirte ?? Oder warum veröffentlichen Sie so eine Scheiße überhaupt ?????????????????????

von Willy Toft

Die wahren Verursacher nach vorne stellen, und nicht auf die Landwirtschaft eindreschen!

Wir sorgen für das tägliche Brot, und das will jeder essen! Also kommt raus aus dieser Opfermentalität!

von Renke Renken

Mit solchen Darbietungen

macht er, wenn es sie überhauipt gibt, jegliche Verbindung zwischen Landwirtschaft und Industrie kaputt. Apropos Umweltschutz: Hier vor Ort ist kürzlich ein Industriebetrieb mit einem Nachhaligkeitszertifikat ausgezeichnet worden, der verbraucht im Jahr sage und schreibe 650 Mio (!) KWh Strom im Jahr, der verbraucht am Tag soviel Strom, wie ich in den letzten 35 Jahren (!) insgesamt auf meinem Betrieb gebraucht habe.

von Renke Renken

Verbindungstagung zwischen Landwirtschaft und Industrie

kann mir einer erklären, was das ist?

von Renke Renken

Wenn wir die Verursacher

des Klimawandels sind, dann stellen wir die Produktion doch am besten ganz ein. An dieser Aussage erkennt man, wie verschoben mittlerweile das Weltbild selbst bei gebildeten Menschen ist. Die Grundlage der Lebens , die Ernährung, wird hier als Verursacher des Klimawandels zitiert, sonst nichts, kein Flugverkehr ( 5% Wachstum jährlich), keine Kreuzfahrten (Wachstum % ?), kein Individualverkehr mit PKW und LKW - es ist z. B. nicht auf dem Mist von Landwirten geboren, daß 50 % der deutschen Milchproduktion exportiert, in gleichem Maße aber auch Milchprodukte importiert werden - nein, die Landwirtschaft wird hier als Verursacher zitiert. Mehr denn je ist es nötig auf die Straße zu gehen, um unsere Höfe zu retten. Und das Schlimmste , der Professor tätigt solche Aussagen, und 95 % der Bevölkerung glauben das und hacken dann auf der Landwirtschaft herum - im Grunde genommen hilft hier nur Hunger, um allen mal wieder klar zu machen, was hier verkehrt läuft.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen