Berlin

Landwirtschaft hat Kommunikationsdefizite

Die Landwirtschaft hinkt bei ihrer Kommunikation mit den Medien und der Öffentlichkeit hinter der Professionalität der Tier- und Umweltschutzvereine hinterher.

Defizite in der Kommunikationsarbeit der Landwirtschaft hat der Chefredakteur der „Bauernzeitung“, Ralf Stephan, moniert. In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ beklagt der Agrarjournalist das Fehlen einer Kommunikationsstrategie des landwirtschaftlichen Berufsstandes.

Seiner Einschätzung nach hinkt die Branche im diesem Bereich weit hinter den Umweltverbänden her, deren Professionalität in der Kommunikation nicht annähernd erreicht werde. Dies mache sich bemerkbar in der Dichte und Qualität von Informationen über die Landwirtschaft, die an Redaktionen in allgemeinen Medien herangetragen werde.

Den Medien wirft Stephan vor, zu oft pauschal und nicht neutral über die Landwirtschaft zu berichten. Ein Beispiel sei die Verwendung von Kampfbegriffen wie “Massentierhaltung“, mit denen von vornherein eine Wertung in die Diskussion gebracht werde. Stephan betont, dass viele Redaktionen die Landwirtschaft als Wirtschaftszweig ernst nehmen und differenziert berichtet würden. Andere nutzten allerdings das Skandalisierungspotential, um Quote und Auflage zu machen. „Es geht um Tiere, um Ernährung; da kann ich Leser emotional packen“, so der langjährige Journalist.

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