Forschung

Mitgliedstaaten sollen Genomsequenzierung gegen Antibiotikaresistenz einsetzen

Die EFSA schlägt vor, Informationen über die Genetik von Bakterien in ihr Antibiotika-Monitoring aufzunehmen. So könnte man Resistenzgene frühzeitig finden.

Im Kampf gegen antimikrobielle Resistenzen (AMR) in der Nutztierhaltung und Lebensmittelkette sollen die EU-Mitgliedstaaten Methoden der Gesamtgenomsequenzierung (WGS) von Bakterien schrittweise in ihre Monitoring-Aktivitäten aufnehmen. Das empfiehlt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

So könnten Resistenzgene in den Bakterien identifiziert und nicht nur, wie bei den derzeit angewandten phänotypischen Methoden, festgestellt werden, ob Bakterien Resistenzen gegen bestimmte Antibiotika ausweisen. Dadurch würden der EFSA zufolge eine potentiell effizientere Vorhersage von Antibiotikaresistenzen ermöglicht und eine große Menge an Daten gewonnen, die für andere epidemiologische Studien und Analysen verwendet werden könnten.

Die EFSA-Experten betonen, wie wichtig es sei, zu verstehen, wie Antibiotikaresistenzen im Umfeld der Lebensmittelerzeugung oder -verarbeitung entstehen und sich ausbreiten. Daher werde die Behörde in naher Zukunft ihre Untersuchungen auf diesem Gebiet verstärken, wird in dem Bericht angekündigt.

Die EU-Kommission hatte 2017 einen neuen EU-weiten Aktionsplan gegen AMR verabschiedet. Ziel ist es, das Auftreten und die Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen zu reduzieren und neue wirksame Antibiotika innerhalb und außerhalb der EU verfügbar zu machen. Laut EFSA ist die Kommission im Rahmen dieses Aktionsplans verpflichtet, ihren Durchführungsbeschluss zur Überwachung und Meldung von Antibiotikaresistenzen im Lebensmittelsektor und bei Tieren bis spätestens 2021 zu überprüfen.

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