Tierschutz

Nabu-Beauftragter lässt Rinder in Naturschutzgebiet verhungern

Keinem war etwas aufgefallen: In einem Naturschutzgebiet in Thüringen sind über Monate etliche Heckrinder verhungert, weil sich niemand zuständig fühlte. Der betreuende Landwirt kam wiederholter Aufforderungen nicht nach.

Im Naturschutzgebiet „Wilde Weide“ bei Dankmarshausen in Thüringen sind mehrere Rinder des Naturschutzbundes (NABU) verhungert. Die zunächst aus 19 Heckrindern bestehende Herde war zuletzt auf 90 Tiere angewachsen, berichtet der MDR. Laut Pachtvertrag sei aber für die 71 Hektar-Fläche eine Oberzahl von 40 Rindern und Pferden festgeschrieben gewesen.

So seien wegen Futtermangel bereits 2018 14 Rinder verendet, dieses Jahr weitere sechs. Zugefüttert haben die Naturschützer offenbar nicht. Auch die Kadaver haben sie tagelang nicht bemerkt.

Nach Informationen des Senders ist die Tierproduktion Dankmarshausen für die Betreuung der Rinder und Pferde zuständig. Gegen den Chef soll das zuständige Veterinäramt im Februar Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt haben. Auflagen seien seitdem zusätzliches Heu und eine sofortige Tierzahlreduzierung. Die Tiere müssen auf der Weide geschossen, danach geschlachtet werden. Der Chef will sich dazu nicht äußern.

Wie jetzt bekannt wurde, soll der zuständige Landwirt in Rente bereits mehrfach aufgefordert worden sein, die Rinder von der Weide zu holen. Er habe dem auch zugestimmt, allerdings nicht gehandelt.

Projektträger ist der NABU Thüringen, während das Umweltministerium Thüringen und die Stiftung Naturschutz die Eigentümer des Gebietes sind. Das Landratsamt soll über das Tierwohl und den Naturschutz wachen. Diese Vielzahl der Projektbeteiligten soll letztlich Teil des Problems sein, heißt es. Die Kontrollen hätten über Jahre versagt. Der Nabu selbst erklärte gegenüber dem MDR, man habe nur die Zäune gebaut.

Das Thüringer Umweltministerium beobachtet nun die Umsetzung der Maßnahmen. Sollte es keine Verbesserungen geben, werde man den Pachtvertrag mit der Thüringer Landgesellschaft auflösen, sagte ein Sprecher.

Lesen Sie hier die Stellungnahme des NABU


Diskussionen zum Artikel

von Stefan Lehr

Spezialisten am Werk

Hier sieht man mal wieder, wie kompetent unsere Landwirte sind! Sie kuemmern sich tagtaeglich um ihre Tiere, fuettern sie ordentlich und bemerken auch sofort ein verendetes oder krankes Tier. Aber hier? Keiner fuehlt sich zustaendig, ausser es geht um die Angabe des Spendenkontos. WO ist ... mehr anzeigen

von Martin Schmidt

Hobby-Naturschützer

Eigentlich verantwortlich ist wohl die NABU Gruppe aus Wildeck in Hessen. Hobby-Naturschützer halt.

von Christoph Schlemmer

Experten am Werk

Da kann man wieder sehen, anderen Leuten erklären das diese alles falsch machen und selbst zu doof um Rinder zu füttern.

von Josef Doll

Zurückzahlung aller finanziellen Mittel

Die vom Staat geflossen sind. Des weiteren muss ein Tierhaltungsverbot des NABU für die Zukunft festgelegt werden!!! Desweiteren ist festzustellen das der NABU nicht geeignet ist solche Programme in der Zukunft zu leiten. Eine solche Organisation die so mit Tieren muss die gemeinnützige ... mehr anzeigen

von Diedrich Stroman

Politisches Versagen!

Von der Politik geduldete Tierquälerei schon seit Jahren! Auch hier inOstfriesland, es gibt für diese Vereine Narrenfreiheit, keine Kontrollen, keine Rechenschaft gegenüber der Gesellschaft und dem Bürger, es geht nur um's Geld kassieren und der Politik als gutes Gewissen doch was ... mehr anzeigen

von Franz Bunge

Unglaublich

Als Verantwortlicher Tierbesitzer oder Halter bin ich doch verpflichtet min. einmal täglich des Wohl meiner mir anvertrauten Tiere zu überprüfen. Wie kann es dann sein das verendete Tiere tagelang nicht aufgefallen sind? Wenn in meinem Bio Legehennenstall solche Zustände wären, ... mehr anzeigen

von Martin Schmidt

Wer bekommt die Prämien?

Diese Frage lässt sich aus dem Artikel leider nicht beantworten.

von Heinrich Roettger

Heimische Haupterwerbslandwirte mit dafür geeigneter Ausbildung sollten die Naturschutzprojekte für Ausgleichsmassnahmen anvertraut werden

Immer wieder sind NGOs und Naturschutzvereine nicht in der Lage landwirtschaftliche Tätigkeiten zur Zufriedenheit der Beteiligten durchzuführen.Dafür gibt es ausgebildete Landwirte und heimische Bauernhöfe im Haupterwerb , die von staatlicher Stelle regelmäßig überprüft ... mehr anzeigen

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