Aktion

Niedersachsen stellt 150.000 Euro für Kastration verwilderter Hauskatzen bereit

Niedersachsen will mit einer großangelegten Kastrationsaktion die Zahl der verwilderten Hauskatzen eindämmen.

Am Montag hat Niedersachsen eine weitere Aktion zur kostenlosen Kastration von Katzen gestartet. Bis zum 20. Dezember wird die Kastration, Kennzeichnung und Registrierung von rund 2.300 streunenden wildlebenden Hauskatzen und Katern ermöglicht. Teilnehmen dürfen Tierschutzvereine, Tierheime und Privatpersonen. Das Land Niedersachsen stellt dafür 150.000 Euro zur Verfügung.

Damit knüpft das Land an die beiden erfolgreichen Aktionen zum im Jahr 2018 an. Hierbei wurden bei der Aktion im Frühjahr 2.409 und im Herbst 2.728 Fundkatzen kastriert. Nach nur zweieinhalb Wochen war das Fördergeld jeweils verbraucht.

Hintergrund

Rund zwei Millionen freilebende Katzen leben laut Angabe des Deutschen Tierschutzbundes aktuell in Deutschland, geschätzt über 200.000 davon in Niedersachsen. Die unkontrollierte Vermehrung sowie das damit verbundene Elend obdachloser Hauskatzen stellt ein großes Problem dar. Die Katzen sind in einem schlechten Ernährungszustand, leiden an Parasiten, wie Magen-Darm Würmern, Milben und an Infektionskrankheiten wie z.B. Katzenschnupfen, Katzenleukose, feliner Anämie, feliner infektiöser Peritonitis. Sie sind somit auch eine Gefahr für alle Hauskatzen, die sich bei Freigang anstecken können. Die Katzen bekommen in aller Regel zweimal im Jahr bis zu sieben Junge. Sterben die Jungen, kann es auch drei bis viermal im Jahr sein. Meist sterben die Jungtiere noch vor Erreichen des ersten Lebensjahres an Infektionskrankheiten und schlechter Futterversorgung.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Franz Josef Aussel

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Wenn überhaupt, reicht das Geld maximal für 1000 Katzen! Also ein völlig sinnloses Unterfangen. Wer fängt die Katzen? Den Katzen werden Schmerzen bereitet, und trotzdem sind sie nachher nicht vermittelbar! Viel sinnvoller ist es dann, die Narkose höher zu dosieren. Dadurch erspart man den Tieren viel Ungemach!

von Joachim Pehle

Finanzierung?

Liebe TA-Redaktion, meines Wissens lief vor einigen Jahren eine ähnliche Aktion auch in NRW. Dort nahm die damalige rot-grüne Landesregierung die Gelder meiner Erinnerung nach aus dem Topf der GAP-EU-Zahlungen (?). Woher stammt nun das Geld für die niedersächsischen Katzen? Argumentativ gelegentlich hilfreich, wenn man aufzeigen kann, daß die sogenannten "Agrarsubventionen" auch für Katzen, ortsbildprägende Privatgebäude... verwendet werden und eben nicht bei den Bauern landen.

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