Nordrhein-Westfalen weist zweites Wolfsgebiet aus

Die Senne bei Paderborn ist nun das zweite Wolfsgebiet in NRW.

Aufgrund von Anhaltspunkten für einen weiteren standorttreuen Wolf in Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung am 20. Dezember in der Senne das zweite „Wolfsgebiet“ des Bundeslandes ausgewiesen. Damit könnten nun Maßnahmen zum Schutz von Tierhaltungen mit Schafen und Ziegen sowie von Wildgehegen auch in dem insgesamt 922 km2 großen Areal in den Kreisen Lippe, Höxter, Paderborn, der Stadt Bielefeld und Teilen des Kreises Gütersloh gefördert werden, erläuterte Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser.

Sein erstes „Wolfsgebiet“ - das offiziell als „Wolfsgebiet Schermbeck“ geführt wird - hatte Nordrhein-Westfalen Anfang Oktober am Niederrhein ausgewiesen. Mit insgesamt 958 km2 umfasst es Teile der Kreise Kleve, Wesel, Borken und Recklinghausen sowie der Städte Bottrop und Oberhausen.

Wie Heinen-Esser jetzt hervorhob, werden beide Wolfsgebiete von einer Pufferzone umfasst, in der künftig ebenfalls Präventionsmaßnahmen gefördert werden sollen. Dazu würden derzeit die Förderrichtlinien angepasst. Daneben stelle das Land auf seinem Wolfsportal unter www.wolf.nrw zu beiden Wolfsgebieten Informationen bereit.

Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) begrüßte die Absicht der Landesregierung, künftig auch außerhalb ausgewiesener Wolfsgebiete Schutzmaßnahmen finanziell zu unterstützen. Ebenso wie der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) forderte der RLV zudem Änderungen bei der Entschädigung von Rissen sowie Verbesserungen der Genanalysen bei einem Verdacht auf einen Wolfsangriff.

Die Landesvereinigung Ökologischer Landbau Nordrhein-Westfalen (LVÖ NRW) rief nach einer Ausweitung der Förderrichtlinie Wolf auf alle betroffenen Weidetiere. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) lobte die Ausweisung des „Wolfsgebietes Senne“.

Auch in Sachsen war der Umgang mit dem Wolf vergangene Woche wieder Thema. Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt präsentierte den Entwurf einer Verordnung über das Wolfsmanagement, den das Kabinett zur Anhörung freigegeben hat. Zudem stellte er eine höhere Förderung von Herdenschutzmaßnahmen in Aussicht.

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