RLV

NRW nimmt steigenden Flächenverbrauch in Angriff

Der Flächenverlust schreitet auch in Nordrhein-Westfalen rasant voran. Agrarministerin Ursula Heinen-Esser hat nun eine Idee, wie man das begrenzen kann.

NRW-Landwirtschaftsministerin Heinen-Esser hat am Mittwoch ein Maßnahmenpaket zur intelligenten und effizienten Flächenentwicklung vorgelegt. Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) begrüßt, dass die Landesregierung damit das Problem des ungebremsten Flächenverbrauchs endlich in Angriff nimmt.

Das sei dringend nötig, so der RLV. In den vergangenen Jahren sei der Landwirtschaft umgerechnet rund 20 ha Fläche pro Tag entzogen worden.

Die Fläche, die Landwirte beackern können, wird immer kleiner. Sie verringerte sich nach Angaben von IT NRW in Nordrhein- Westfalen von 2005 bis 2015 um 3,2 % bzw. 551 km². Allein in den Jahren 2017 und 2018 fielen rund 170 km² Fläche anderen außerlandwirtschaftlichen Nutzungen zum Opfer.

Der Verlust der Fläche beunruhige die Landwirte, so der RLV. Denn die Ansprüche an die Fläche würden immer weiter zunehmen. Die Landwirte sollen Lebensmittel darauf erzeugen und die Artenvielfalt stärken. Gleichzeitig solle das Gewerbe Flächen in Anspruch nehmen dürfen und sich entwickeln. Nicht zuletzt hat der ländliche Raum die Naherholungsansprüche der Gesellschaft zu erfüllen. All diese Anforderungen an eine knapper werdende Fläche seien immer schwierig unter einen Hut zu bekommen.

Auch bei den Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen gingen der Landwirtschaft zusätzlich landwirtschaftliche Flächen verloren. Hier sei es dringend erforderlich, intelligente Lösungen zu finden und beispielsweise einer qualitativen Aufwertung bestehender Naturschutzflächen Vorrang vor weiterem Flächenverbrauch durch Kompensationsmaßnahmen zu geben.


Diskussionen zum Artikel

von Gerhard Steffek

Muß einen das wundern?

NRW ist das bevölkerungsreichste Bundesland DE's. Laut Wikipedia 526 EW/km². Da braucht man halt Platz. Besonders dann, wenn beständig mehr Menschen zuziehen, unsere Gutmenschen schreien ja entsprechend laut nach mehr Goldstücken. Gleichzeitig wird aber gejammert das die grünen ... mehr anzeigen

von Erwin Schmidbauer

Gesamtproblem

Solange wir uns als Exportnation gerieren, solange wir deshalb auch Fachkräftemangel haben und Zuzug wollen, werden wir einen massiven Flächenverbrauch haben. Umwelt-und Naturschutz bedeutet auch, hier kürzer zu treten! Sonst haben die unverbauten Flächen bald keine Zukunft mehr: ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Nur 20 ha/Tag

Gilt das Allein für NRW oder woher stammt denn diese Zahl? Bislang waren immer 60 ha/ Tag BRD weit. Herr Spahn hat ja jetzt gerade wieder den Ausbau von 2 Autobahnen auf den Weg gebracht( A 3 ).

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