Hannover

Otte-Kinast: Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft verankern

Agrarministerin Otte-Kinast will nicht hinnehmen, dass eine Zweiklassengesellschaft mit Landwirten auf der einen Seiten und den Verbrauchern auf der anderen entsteht.

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast will die Landwirtschaft wieder in der Mitte der Gesellschaft verankern. „Ich nehme eine Art Zweiklassengesellschaft wahr - ‚wir‘ und ‚die‘ - also etwa ‚wir Landwirte‘ und ‚die Verbraucher‘“, erklärte die CDU-Politikerin.

Otte-Kinast zeigte sich besorgt, dass die Gesellschaft auseinanderfalle. Für Grautöne sei keine Zeit. „Wir bedienen die gleichen Muster und hauen auf die gleichen, alten Feinde ein. Aber wo sind eigentlich die neuen Helden?“, fragte die Ministerin. Sie forderte Antworten hierauf.

Otte-Kinast wies darauf hin, dass sie diese Kommunikationskultur auch im Bereich Ernährung wahrnehme. Diese ideologische Debatte daran störe sie. Verzicht sei gut, Konsum böse. Dabei gehe es häufig gar nicht um das Kochen oder um Genuss, sondern vielmehr um eine Weltanschauung.

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Diskussionen zum Artikel

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von Martina Junker

Zweiklassengesellschaft?

Wenn Sie keine Zweiklassengesellschaft will, dann sollte die Politik mal aufhören den Landwirten für alles die Schuld zu geben! Resistente Keime, Klimawandel, viel Regen , kein Regen , zu wenig Insekten , zu viel Nitrat , zu viel Phosphor, zu viel CO 2 , keine Singvögel, zu viele Mäuse und Ratten , Dioxine , u.s.w. Alles waren immer die Landwirte! Wen wundert es da noch das die Landwirtschaft ausgegrenzt wird?

von Gerhard Steffek

Sie sieht eine Zweiklassengesellschaft!!

Ach ne??? Wer hat sie denn geschaffen? Gerade durch halbherzige, ideologisch geprägte, ohne wissenschaftlichen wie auch aus der Praxis erwachsenen Fachverstand getroffene Entscheidungen haben doch auch dazu beigetragen. Angefangen von den Grünen die die Landwirtschaft als "Spielwiese" ihrer Profilierungssucht auserkoren hatten hat sich diese Thematik doch zu einem Monster entwickelt das sein Eigenleben nun führt und sich ins Herz der Gesellschaft gefressen hat. Nun auf einmal will man das wieder umkehren? Dazu ist aber verdammt viel Porzellan zerbrochen worden. Hier hießt es dann mal ordentlich dicke Bretter bohren. Dazu würde für mich dann schon mal gehören das die Politiker, die sich ihren gesunden Menschenverstand einigermaßen bewahrt haben, unseren Grünen und NGO's eine gehörig aufs Maul geben und sie entsprechend zurechtstutzen. Wobei für mich hier auch die SPD mit ihrer Schulze in ihrem "Umweltministerium" dazugehört, da ja eh schon fleißigst vom BUND, NABU und Co. unterwandert. Wenn ich bedenke, daß die "Gute" jetzt auch noch im Rundfunkrat des ZDF sitzt, dann weiß ich in welcher Richtung hier die Bevölkerung durch die öffentlich rechtlichen Medien getrieben wird. Denn auch das ARD mit seinem Gremium ist hier um keine Laus besser. Irgendwie erinnert mich das an die Zeit des Staatsfernsehens der DDR oder des Volksempfängers dunklerer Zeiten. Wenn jetzt die Otte-Kinast sich hinstellt und die Landwirte jetzt wieder in die Mitte der Gesellschaft holen will, dann stellt sich für mich allerdings auch die Frage: spricht sie im Namen der gesamten politischen Gesellschaft, oder nur für sich? Spricht sie für sich, dann ist sie eh auf verlorenem Posten und das ganze sind nur Krokodilstränen, denen man keinen Glauben schenken braucht. Dann stellt sich auch die Frage: wer ist da weit, weit weg von der Gesellschaft? Letztendlich kommt es auf die Taten an! Geschwätz gab es schon zur Genüge!

von Jörg Meyer

An Ihren Taten

wollen wir sie messen und für schwer genug befinden, nicht an ihren Worten!

von Wilhelm Grimm

Zurück, sie retten die Bauern nicht mehr,

so retten sie ihr eigenes Politiker-Leben, doch wollen sie Gnade uns geben, ich bitte sie um die Wahrheit.

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