Wildschaden

Pfauenplage in Neuseeland

Während Ratten und Nager in Neuseeland mit staatlicher Förderung bekämpft werden, können sich Pfauen frei vermehren. Die Bauern fühlen sich allein gelassen mit den riesigen Schäden auf den Feldern.

Pfauen sind in Neuseeland zur Plage geworden. Sie zerstören Felder und fressen Weideland kahl. Wie Grant Adkins, Sprecher der Federated Farmers in den Medien berichtete, lieben die Tiere Roggengras, Mais und Klee. Sie wandern gern umher und fressen die frischen, grünen Triebe und Feldfrüchte.

Adkins schätze die Zahl der Pfauen in seinem Distrikt auf Tausende. Nach Angaben der Vogelschutzseite "New Zealand Birds Online" wurden schon bis zu hundert Vögel auf einem einzigen Feld gesichtet, zitiert der Spiegel aus der Zeitung Guardian.

Laut den Bauern hätten die Behörden kein Interesse daran, die Populationen zu kontrollieren. Seit Jahren würden die Farmer Konsequenzen fordern, um Ernten und Weideflächen zu schützen. Stattdessen hätten sich die Behörden darauf konzentriert, Schädlinge wie Opossums und Ratten zu bekämpfen. Durch das Fehlern natürlicher Feinde wie Opossums, Frettchen, Hermeline und Ratten hätten sich die Pfauen dann noch stärker ausbreiten können, heißt es.

Die neuseeländische Regierung hat sich laut Spiegel verpflichtet, invasive Arten wie Ratten, Hermeline und Opossums bis 2050 vollständig auszurotten. Der Fang dieser Tiere sei populär geworden und werde gefördert.

So hätten die Landwirte in den vergangenen Jahren selbst versucht, die Pfauenpopulation durch Abschuss zu dezimieren. Aber die Vögel seien clever und dafür bekannt, dass sie in freier Wildbahn sehr vorsichtig agieren. Sie lernten schnell, genügend Abstand zu Menschen zu halten, so die Erfahrung der Bauern.

Um das Problem anzugehen, brauche man aber mehr Erkenntnisse über das Verhalten der Tiere in Freiheit, glauben Experten. Nur so könne man wirkungsvolle Strategien zur Eindämmung der Plage entwickeln.

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