Freiburg

Resistente Keime verbreiten sich vor allem über Krankenhäuser

Jetzt ist es wissenschaftlich belegt: Hauptverbreiter resistenter Keime sind Krankenhäuser und nicht tierhaltende Betriebe!

Forscher am Universitätsklinikum Freiburg haben Krankenhäuser als die Hauptverbreiter resistenter Keime ausgemacht und damit Warnungen widersprochen, denen zufolge die Landwirtschaft wesentlich für die Verbreitung der gefährlichen Krankheitserreger verantwortlich ist.

Sie hätten die Verbreitungswege extrem resistenter Bakterien anhand detaillierter genetischer Analysen nachvollzogen, erläuterten die Forscher ihre Studie, für die sie sechs Monate lang in 455 Krankenhäusern in 36 europäischen Ländern Proben gesammelt hatten. Die genetischen Unterschiede zwischen extrem resistenten Isolaten hätten zugenommen, je größer die Entfernung zwischen den Krankenhäusern gewesen sei. Hingegen habe die Mehrzahl der genetisch ähnlichsten Isolate von Patienten gestammt, die innerhalb des Beobachtungszeitraums im selben Krankenhaus behandelt worden seien, berichteten die Forscher.

Die Beobachtungen sprächen dafür, dass sich extrem resistente Bakterien vor allem innerhalb einzelner Krankenhäuser sowie bei der Verlegung von Patienten zwischen geografisch naheliegenden Krankenhäusern verbreiteten. Gute Krankenhaushygiene könne die Verbreitung von Erregern kontrollieren. Der Landwirtschaft und Lebensmitteln sprachen die Forscher explizit nur eine geringe Bedeutung bei der Übertragung von resistenten Keimen zu.

In anderen Studien wird das anders gesehen. Beispielsweise zogen US-Wissenschaftler der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health aus ihren Untersuchungen vor wenigen Jahren den Schluss, dass das Risiko einer Ansteckung mit resistenten Keimen in der Nähe zu Schweinemastbetrieben und mit Gülle gedüngten Feldern erhöht sei.

Das Umweltbundesamt (UBA) erklärte erst vor einem halben Jahr in einem wissenschaftlichen Hintergrundpapier, dass antibiotikaresistente Keime über Gülle und Klärschlamm ihren Weg in die Umwelt fänden. Und auch Lebensmittel stehen immer wieder in Verdacht - unter anderem bei den Grünen - resistente Keime zu verbreiten

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vor von Dr. Anne Schulze Everding (Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin)

Diskussionen zum Artikel

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von Josef Doll

Als Fake-Grüne

lebt es sich wunderbar!! Man suche sich eine (Gefakte) Studie heraus die meine Linie entspricht. Deshalb müssten sich die Grünen entschuldigen, aber .Da wir / Sie / Die Grünen die Wahheit gepachtet haben , schreiben die Journalisten alles OHNE Überprüfung mit zig Widerholungen und schon stimmt alles. Ich kann/muß es ja in allen Zeitungen lesen . Glyposphat je mehr Widerholungen je giftiger wirds; Wurst ist Krebserregend ; Fleischverzicht rettet das Klima ; Massentierhalung, wann die Anfängt ist (für mich, bin für alles offen ) nicht geklärt/ aber ein gutes Schlagwort , je mehr Widerholungen je mehr Massentierhalung gibt es , nur keine Zahl damit ich Endlich einen Übeltäter dingfest machen könnte ; Und der Klimawandel ,fast schon ein Geschenk ohne etwas Grundlegend >>jetzt<< ändern zu können aber Sie haben es ja schon immer gesagt .........

von Georg Nordendorf

Die Tatsache, daß die Uni Freiburg die Krankenhäuser selbst als den mit Abstand gefährlichsten Verbreitungsweg resistenter Keime sieht, sollte nicht dazu führen, das wir uns in der Landwirtschaft nicht in der Verantwortung sehen. Im Gegenteil, es sollte ansporn sein, den Antibiotikaeinsatz weiterhin auf das absolut notwendige Maß zu beschränken und durch Förderung der Tiergesundheit weiterhin zu minimieren. Auch wenn uns keiner zuhören will, so kann uns doch nichts besseres passieren, als das wir schwarz auf weiß belegen können, das wir unser Risikomanagement im Griff haben.

von Heinrich Schröder

schröder

und was macht unser Bauernverband ???? keine meldung

von Gerhard Steffek

Schon witzig diese Erkenntnis!!

"dass antibiotikaresistente Keime über Gülle und Klärschlamm ihren Weg in die Umwelt fänden." Wie sonst!! Nur sollte man nicht vergessen woher der Klärschlamm kommt. Allerdings habe ich da so meine Zweifel das dies die meisten wissen. Er wird in einem Atemzug mit der Gülle genannt, ist somit mit der Landwirtschaft zu verbinden und somit Bäh, Bäh, und nochmal Bäh. Das es Bäh ist, ist verständlich, aber jeder sollte wissen das es der eigene "Mist" ist und jeder somit selbst verantwortlich was da rein kommt. Aber wie heißt es so schön: "aus den Augen aus dem Sinn". Es ist ja so bequem, diese "Verantwortung" so leicht loszuwerden. Letztlich ist es wie mit allem, ob Klimawandel, Nitrat, Feinstaub und Stickoxide, es ist alles ein gesellschaftliches Problem. Nur jede Gesellschaft sucht sich dann doch immer wieder lieber einen Sündenbock. An die eigene Nase zu fassen ist doch zu sehr schmerzhaft...

von Kurt Brauchle

Wetten,

das interessiert ausser uns so gut wie keine Sau, die Tierhaltung als Hauptschuldige sind doch weit aus bequemer.

von Siegfried Mantel

Resitente Keime auch bei Grünen und Co

Es ist schon bezeichnend wenn die Forscher vom Universitätsklinikum ihre eigene Sippe mehr oder weniger an schwärzen, das muss auch dem letzten bösartigen Grünen dann klar werden, dass die Landwirte an dem Antibiotikadesaster nicht schuld sind, mehr Beweise wie Universitätsklinikum gegen Kliniken geht eigentlich nicht mehr, das muß der Dümmste begreifen, ich hoffe nur dass die Dummheit nicht größer ist bei den Grünen als wie man es sich vorstellen kann. Aber es ist eigentlich auch logisch, nachdem in den Niederlanden nur rund 10 % der Patienten an resistenten Keimen versterben als wie umgerechnet auf die Bevölkerung in Deutschland, dass wir aufgrund der Tatsache dass die Konzentration dort wesentlich höher ist wie in Deutschland und schon viel früher höher war als in Deutschland es an den Tieren und an der Massentierhaltung nicht liegen kann, dafür muss man keinen Doktortitel haben um das zu verstehen, hoffentlich verstehens diese Armleuchter von Peta, NABU und Grünen, Und natürlich nicht zu vergessen das Bundesumweltministerium und die gute Frau Schulze, die gefragt in einem Interview von ZDF warum diese Nitratsrichtlinie wichtig ist gesagt hat ja das ist wichtig für die Fauna und Flora und erst im zweiten. Nach längerem Nachdenken dass das wichtiges für das Trinkwasser und für die Menschen wer als Umweltminister nicht mal die fundamentalen Dinge parat hat ich glaube bei dem wird so etwas auch nicht im Kopf rein passen dass wir dann schon viel zu sein von der Struktur.

von Wilhelm Grimm

Relotius

ist kein Einzelfall.

von Wilhelm Grimm

Und die "ZEIT" hat behauptet, dass die MRS-Keime aus den Schweineställen kommen.

Und obwohl diese FAKES bereits entlarvt worden waren, sind die verantwortlichen Autoren noch mit hochrangigen Journalistenpreisen ausgezeichnet worden. Deutsche Qualitätsmedien mit vereinten Kräften gegen die Landwirtschaft.

von Gerd Schuette

"Und auch Lebensmittel stehen immer wieder in Verdacht - unter anderem bei den Grünen - resistente Keime zu verbreiten"

Das resistente Keime die Grünen bevorzugen halte ich für ein Gerücht. : )

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