top agrar plus DIE ZEIT

Höfesterben: Teil der Bauernkinder sieht keine Zukunft mehr in Landwirtschaft

DBV-Präsident Rukwied will (noch) nicht von einem Höfesterben sprechen. Laut einer Studie der DZ-Bank droht aber der "Abschied vom jahrhundertealten Modell des bäuerlichen Familienbetriebs".

Rund 5000 bäuerliche Betriebe schließen pro Jahr in Deutschland (1,5 bis 1,7 %) und die Tendenz zu größeren Höfen steigt weiter. Trotzdem will DBV-Präsident Joachim Rukwied nicht von einem Höfesterben sprechen. Die Entwicklung sei „durchaus verträglich“ und entspreche dem natürlichen „Strukturwandel“, sagt Rukwied der Wochenzeitung DIE ZEIT. Auch veränderte Lebensentwürfe trügen dazu bei. „Ein Teil der Bauernkinder sieht keine ökonomischen Zukunftsperspektiven in der Landwirtschaft.“

Als kritisch betrachtet der Bauernvertreter hingegen die Lage bei den Schweinehaltern. Deren Zahl habe sich in weniger als zehn Jahren halbiert, sagt der Landwirt. Er macht dafür vor allem neue Umweltauflagen verantwortlich, die den Landwirten hohe Investitionen für Ställe und Gülledepots abverlangten.

In dem lesenwerten Artikel in der ZEIT stellen die Autoren fest, dass die "Klasse der Überlebenden - die Bauern", wie es Schriftsteller John Berger einst sagte, zum ersten Mal in der Geschichte nicht überleben könnte. Gab es im Jahr 1960 in Deutschland rund 1,5 Millionen bäuerliche Betriebe, so ist davon heute nur noch etwa ein Fünftel übrig. Rund 5000 weitere schließen derzeit pro Jahr – Tendenz zunehmend. Laut einer Studie der DZ Bank könnten im Jahr 2040 bloß noch 100.000 Höfe existieren. Es drohe der "Abschied vom jahrhundertealten Modell des bäuerlichen Familienbetriebs", heißt es.

Etwas mehr Hoffnung hat DLG-Präsident Hubertus Paetow, der...

top agrar plus

Mit top+ weiterlesen

top agrar Digital

Monatsabo

0,00 EUR
im 1. Monat

danach 9,80 EUR / Monat

  • Jederzeit kündbar
  • Tagesaktuelle Nachrichten, Preis- und Marktdaten
  • Exklusive Beiträge, Videos und Hintergrundinfos
  • Preisvorteile auf Webinare und Produkte
Jetzt testen
top agrar Digital

Jahresabo

99,00 EUR
im 1. Jahr

danach 117,60 EUR / Jahr

Spar-Angebot

  • 15% im ersten Jahr sparen
  • Tagesaktuelle Nachrichten, Preis- und Marktdaten
  • Exklusive Beiträge, Videos und Hintergrundinfos
  • Preisvorteile auf Webinare und Produkte
Jetzt zuschlagen
top agrar Digital + Print

Jahresabo

124,20 EUR / Jahr

  • 12 Hefte pro Jahr
  • Tagesaktuelle Nachrichten, Preis- und Marktdaten
  • Exklusive Beiträge, Videos und Hintergrundinfos
  • Preisvorteile auf Webinare und Produkte
Jetzt abonnieren
Bereits Abonnent?

Mehr zu dem Thema

Die Redaktion empfiehlt

Das Wichtigste aus Agrarwirtschaft und -politik montags und donnerstags per Mail!

Mit Eintragung zum Newsletter stimme ich der Nutzung meiner E-Mail-Adresse im Rahmen des gewählten Newsletters und zugehörigen Angeboten gemäß den Datenschutzbestimmungen zu.