Rendsburg

Schwarz: Die jungen Landwirte haben die Nase voll

In der Demonstrationsbereitschaft der Bauern sieht Werner Schwarz keine Kritik oder Protest gegen den Bauernverband. Es sei gut, dass die Berufskollegen ihrem Unmut Ausdruck verleihen.

Die Bauerndemonstrationen in den vergangenen Wochen sind nach Einschätzung des Präsidenten des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, Werner Schwarz, vor allem auch ein Unmutsbekenntnis der jüngeren Landwirte.

„Wir sehen, dass immer mehr Herausforderungen auf uns überwälzt werden. Die jungen Landwirte haben einfach die Nase voll davon, an allem schuld zu sein“, so Schwarz gegenüber dem „Bauernblatt Schleswig-Holstein“. Die Verantwortlichen im Deutschen Bauernverband (DBV) versuchten auf die Situation und das Ungleichgewicht aufmerksam zu machen durch Dialogforen, mit Diskussionen und kleineren Aktionen.

„Vor allem die Jungen sagen: Jetzt ist Schluss! Es kann nicht immer so weitergehen, dass als Allererstes die Landwirtschaft vors Brett genommen wird“, sagte der DBV-Vizepräsident. Die Demos seien auch ein Ausdruck dessen, dass die jungen Landwirte wieder politischer würden.

Zur Initiative „Land schafft Verbindung“ erklärte Schwarz, er würde sich wünschen, dass sich diese in die Arbeit des Bauernverbandes einbringe. „Wir sind offen dafür“, stellte er klar. Es sei okay, dass sie sich außerhalb des Bauernverbandes organisiert hätten, aber keine Opposition zum Verband sein wollten, sondern sagten, „wir brauchen uns vielleicht gegenseitig“.

In der Demonstrationsbereitschaft der Bauern sieht Schwarz auch zumindest „in erster Linie“ keine Kritik oder Protest gegen den Bauernverband. Er stellte fest, Kritik gebe es und habe es auch schon immer an der Verbandsarbeit gegeben. Und das sei auch richtig so. Der Bauernverband müsse sich immer wieder selbst infrage stellen. Der Verband habe nämlich keinen Selbstzweck, sondern solle die Interessen der Bauern bestmöglich vertreten. Zielvorgabe sei: „Wir laden jeden zur Mitarbeit ein“, so der DBV-Vizepräsident.

Er freue sich, wenn junge Leute sich eine politische Meinung bildeten und sich für den Berufsstand einbrächten. Zugleich betonte Schwarz aber die Wichtigkeit einer einheitlichen Bauernvertretung: „Der ganz große Pluspunkt der deutschen Landwirtschaft war bisher der Einheitsverband.“ Er sehe das immer wieder auf europäischer Ebene, wo es in anderen Ländern zwei, drei bis fünf Vertretungen gebe. Das werde nicht einfacher und auch nicht durchsetzungsstärker. „Viele Nachbarländer beneiden uns um den starken deutschen Bauernverband“, so Schwarz.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Siegfried Baarlink

BV - VB

BV oder VB? Verbandsbonzendenken. Ich möchte nicht gerne auf der Straße " wir sind die Bauern ", rufen müssen. Als liebe BVs, haltet euch weiter bedeckt und lasst die Bauern Ihre Politik machen. Selbst in den "parteieigenen Organen" klingt ihr lächerlich.

von Martin Schmid

Entlarft

Das Statement vom Präsidenten von SH zeigt doch mal wieder eindrücklich, wie losgelöst der BV mit seinen Funktionären von der Basis ist.

von Thomas u. Helmut Gahse GbR

Totengräber, Herr Wehner,

war ein einzelner Hühnerhalter, vom VDAW unterstützt, der gegen das Absatzfondsgesetz geklagt hat und vor dem Bundesverfassungsgericht gewann.

von Gustav Wehner

Der Herr Kraus und die CMA

Der Herr Kraus schreibt als ob es die CMA noch gäbe. Zitat:"Das Problem ist das den eingesetzten Bauerngeldern kein Erlös in Form von steigenden Preisen gegenüber steht. Das Marktniveau bleibt gleich. Bei der CMA ist genau das gleiche Problem. " Zitatende Die CMA ist seit 2009 nur noch Geschichte und deren Liquidation das Sinnbild einer der größten Fehler der Bauernverbände. Es fehlte der Blick für die Weite, weil man nur den Kreuzer in der eigenen Tasche sah. Die CMA führte weniger dazu, dass mehr deutsche Butter gekauft wurde, sondern sie war mehr ein Regulativ im Meinungsmarkt. Der Anzeigenleiter sagt den Zeitungsleuten, was man nicht macht. Und da die CMA im Etat eine große Nummer war, hat er auch aufgepasst, dass die Skandalreporter die Füße still hielten. Nach der Liquidation der CMA war die Katze aus dem Haus und die ganzen Ratten kamen aus den Löchern. Jeder Reporter war nun Agrarexperte und jedes auch vermeintliche Ereignis- neben den echten Sauereien, die es auch gab - wurde zu einem Skandal hochgeschrieben. Das Ansehen der Landwirtschaft in der Gesellschaft sank zunehmend. Dies wurde dadurch verstärkt, dass der DBV nicht in der Lage war, die schwarzen Schafe beim Namen zu nennen und zu vermeiden, dass Funktionäre hochdotierte Posten außerhalb des Verbandes annahmen.

von Matthias Zahn

@Bernd Müller

Ich bin mir nicht sicher ob das noch aktuell ist, aber ich hatte mal einen Flyer in der Hand. Das Angebot kam aber nicht direkt vom BV sodern von einer Tochtergesellschaft. Diese machte das Angebot, dass man einen Teil seiner ldw. Fläche an eben diese Tochter verkaufen und dann zurück pachten konnte. Nach zehn Jahren hatte man die Möglichkeit, die verkaufte Fläche wieder zurück zu kaufen..... sofern man das Geld dann bis dahin aufbringen konnte.

von Bernd Müller

Herr Kraus

Preise werden am Markt gemacht, Meinung in den Medien. Die Baustelle ist im Moment mindestens genauso groß...

von Bernd Müller

Herr Kraus

Preise werden am Markt gemacht, Meinung in den Medien. Die Baustelle ist im Moment mindestens genauso groß...

von Bernd Müller

Klären Sie mich auf Herr Kraus...

Wo kauft der Bv Land?

von Christian Kraus

Der Bauernverband hat nicht das Geld um seine CMA-Werbung selbst zu machen? Aber das Geld um Bauerngrund zu kaufen und denen zurück zu verpachten hatte er schon? Wenn ich jetzt mal von der Milch ausgehe dann zahle ich über den Milchpreis doch eh schon die Werbung meiner Molkerei mit. Da machen dann alle Molkereien Werbung mit dem Geld der Bauern und verkaufen aber am Ende die Hälfte als Billigmarken an die Lebensmittelkonzerne. Von den Dumpig-Exporten oder der Industrieware will ich gar nicht erst anfangen. Das Problem ist das den eingesetzten Bauerngeldern kein Erlös in Form von steigenden Preisen gegenüber steht. Das Marktniveau bleibt gleich. Bei der CMA ist genau das gleiche Problem. Wenn es nichts bringt dann ist schade um das verschwendete Geld. Wenn wir Geld für etwas zahlen sollen dann muss das Instrument fähig sein das Preisniveau zu heben.

von Hans Spießl

Bauernverband

es ist immer interessant bei Problemen die Schuldzuweisungen. Zumindest die Bauernverbandsspitze weiß seit Jahren das die Bauern abgewickelt werden. Den Bauern ist nicht zu helfen, es musste so kommen. Der Staat hat mit seiner Politik die Produktion ständig angeheizt, volle Märkte um billige Nahrungsmittel zu haben, auf der anderen Seite wurde mit Millionen an Subventionen für Nicht Leistung wie Stliiegung, Bio Prämie..... etc. den produzierenden Bauern das Wirtschaften schwer gemacht. Stückkostenrechnung und ein gesundes Problembewusstsein wie üblich in der Wirtschaft der freien Wirtschaft wurde den jungen Bauern ja in den Staatlichen Bildungseinrichtungen vorenthalten, es wurde sogar Verurteilt von den Staatsdienern... Vater hat damals eine Kuh gekauft für 1000 Mark so war es...... Sohn kauft auch eine Kuh für 1000 Euro, braucht dann aber noch 10.000 Euro um die Milch dieser Kuh verkaufen zu können...... oder jetzt die Handelbarkeit der ZA - sowas ist Sittenwidrige Politik und und..... jetzt keine Mindestrente für die Bauern...... das ist doch Programm...... Dann die Bauern selber - jüngst hat ein eher kleiner mit wenig Eigentum aber auch kleiner Biogasanlage so 300 kw Land - kein Bauland weit draußen für mehr als 20 Euro/qm auf Kredit gekauft, mehr als 2 Millionen Euro Fremdgeld hat er dafür gesetzt? wissen insider? sicher hat dieser Bauer im Vorfeld die ganze Geschäftswelt abtelefoniert und gebettelt einen Käufer zu finden, mir selber hat dies ein Geschäftsmann berichtet.... er will pachten, - aber keiner der Geld Leute wollte sich mit dem Bauern einlassen und mehr als 20 Euro/qm für Ackerland bezahlen.... dann hat er selber gekauft Geld ist derzeit billig...... das ist jetzt ein Extrem Beispiel aber warum sollte die Politik diesen Leuten helfen?

von Bernd Müller

Herr Kraus

Genau das sind ja die Probleme die umgesetzt werden müssen. Der Bv ist in dem Bereich veraltet! Hatte ich schon mehrmals geschrieben! Der Bv hat übrigens nicht das nötige Geld dafür. Es sind dafür ganz andere Summen notwendig. Entscheidend ist, dass der Bv sich den neuen Herausforderungen wie Soziale Medien und co stellt. Das ist verschlafen worden. Nun gilt es neue Wege zu gehen und den Landwirten klar zu machen das dafür auch Investitionen notwendig sind. Eine Form des Invest kann auch sein, dass man junge Landwirte dazu ermutigt mitzumachen. Sie müssen dafür auch angemessen entlohnt werden, damit die entgangene Ak im eigenen Betrieb auch ein wenig entschädigt wird.

von Gerd Schuette

In vielen Kreisverbänden wird gute Arbeit geleistet, ebenso in einigen Landesverbänden. Der DBV hingegen handelt nicht als Interessenvertetung der Landwirte, sondern als Branchenverband, der auch die Interessen der vor- und nachgelagerten Bereiche vertritt. Die Liste der Mitglieder des DBV umfasst neben den Landesbauernverbänden auch Verteter aus der Wirtschafts und anderen Verbänden. Der DBV ist ein Verband der Verbände und hat nicht die einzelnen Landwirte als Mitglieder. Die Liste der assoziierten Mitglieder ist lang und umfasst auch MIV, DMK uva. Die Meinungsbildung des DBV`s hat eben auch die Interessen dieser Mitglieder zu berücksichtigen und kann aus ebendiesem Grund nicht als rein landwirtschaftlicher Interessenverband gesehen werden.

von Bernd Müller

Herr Kraus

Genau das sind ja die Probleme die umgesetzt werden müssen. Der Bv ist in dem Bereich veraltet! Hatte ich schon mehrmals geschrieben! Der Bv hat übrigens nicht das nötige Geld dafür. Es sind dafür ganz andere Summen notwendig. Entscheidend ist, dass der Bv sich den neuen Herausforderungen wie Soziale Medien und co stellt. Das ist verschlafen worden. Nun gilt es neue Wege zu gehen und den Landwirten klar zu machen das dafür auch Investitionen notwendig sind. Eine Form des Invest kann auch sein, dass man junge Landwirte dazu ermutigt mitzumachen. Sie müssen dafür auch angemessen entlohnt werden, damit die entgangene Ak im eigenen Betrieb auch ein wenig entschädigt wird.

von Christian Kraus

Wenn die CMA so toll und so wichtig ist und wie sie immer wieder behaupten 85 % im Bauernverband organisiert sind warum macht der Bauernverband dann nicht SELBST!!! die Öffentlichkeitsarbeit? Geld hat der Bauernverband auch so genug. Warum will er das nur mit einer zusätzlichen "Bauernsteuer" machen?

von Bernd Müller

Herr Fiederling

Vielleicht etwas überzogen, aber es ist beim Bv nicht anders als bei allen anderen NGOs. Zusätzlich kann sich jeder an der Verbandsarbeit beteiligen. Was mich in dieser Kommentarreihe nur so ärgert ist, dass ich am Anfang eine Äußerung zur mangelnden Kommunikation des Bv in der Öffentlichkeit gemacht habe und mit meiner Forderung zur Abgabe ähnlich der „CMA“ ordentlich Dislikes bekomme. zum ähnlichen Thema werden fast identische Dinge von anderen Berufskollegen kurze Zeit später angesprochen und werden dann positiv bewertet. Ich denke, dass liegt nicht an mir persönlich sondern daran, dass es sich hier um einen Bericht zum Bv handelt im speziellen um Herrn Schwarz. Wie gesagt: wir brauchen den Bv, auch wenn er zuletzt einiges verkehrt gemacht hat. Wir dürfen uns nicht gegenseitig zerfleischen. Es sind immerhin 85% der Landwirte Mitglied im Bv. Das müssen wir nutzen und den Bv von der Basis her reformieren. Nichtsdestotrotz müssen wir uns aber auch an Fakten und an Umsetzbarkeit halten. Es werden hier die selben Fehler gemacht, die wir Nabu, BUND und Co unterstellen.

von Klaus Fiederling

@Bernd Müller

...ein doch recht hanebüchener Vergleich, den Sie ins Feld führen: Jeder Bundesbürger an der Wahlurne weiss, welchem Kanzlerkandidaten er seine Stimme erteilt.

von Klaus Jensen

@ Diedrich Stromann

Endlich sagt mal einer: "Die Schnautze voll" und nicht so poltisch korreckt "die Nase voll". Rumgeeiert haben wir lange genug. Ab jetzt gibt das Feuer für die politische Spitze, die uns enteignen will, um ihren eigenen dekadenten Lebensstil fortzusetzen...

von Kaspar Egginger

ganz so einfach ist es mir persönlich nicht gemacht worden HERR Dr. Billau vom BV Hessen!

Es mag in ihrem Verband anders sein. In Bayern bemühte ich mich lieber Herr Dr. Billau schon vor Jahren die Arbeit des Verbandes zu modernisieren. Meine Vorschläge gingen sogar noch ein bischen weiter als der LsV derzeit macht..... Bin froh dass sich diese Gruppierung wohlgemerkt ohne Bezahlung ! so engagiert in die Meinungsbildung einbringt und mache nach Kräften mit. Seit mehr als 25 Jahren indem ich ein (unwichtiger) Ortsobmann sein darf hab ich keine bessere und effizientere Entwicklung für die ZUKUNFTSSICHERUNG der Betriebe gesehen! Aufgabe wär dies eigentlich von allen bezahlten Hauptamtlichen in den Landesverbänden gewesen. Also versuchen Sie bitte wirklich die Arbeit über die bald anstehende Hochsaison zu übernehmen und fortzuführen. Denn Sie und Herrn Heidl haben wir beauftragt für uns zu kämpfen. Kommen Sie bitte dem nach! Bitte sensibilisieren Sie auch Ihre Mitarbeiter für das Ziel des "Dienen am KUNDEN": so brauchen wir bsp. die -nach Abwegen im JUlI 2019 - bei der Schweine-MARKTBERICHTERSTATTUNG geschaffenen Gegenpol gegen die Mainstream-MELDUNGEN welche von den Abnehmern eingeflöst werden. Damals war es ein Beinbruch dass deutsches Fleisch mit polnischem vermischt war und so die Philipinen für den Export gesperrt wurden... Die NOTIERUNGSVERLUST: anstatt AUFGRUND DER NIEDRIGEN STÜCKZAHLEN um realistisch 5 cent zu steigen; konnte die notierung um 6 cent gesenkt werden: EINKAUFVORTEIL DER sCHLACHTHÖFE 850.000 Stück x 96 kg x 0,11 = fast 9 Millionen Euro MINDERERLÖS...... nur diese eine Woche. NACH DARSTELLUNG DER TATSÄCHLICHEN krassen BESTANDSREDUZIERUNG in Asien konnte Anfang August erst wieder die vorherige Notierung erreicht werden. in den 4 Jahren zuvor hörte man erst im Nachhinein meist von der Rabo-Bank wie man es -so ähnlich- immer wieder schaffte die Bauern den gerechten PREIS zu verwehren.... Also sensibilisieren Sie ALLE MITARBEITER für solche Themen.... Dann wär der Bauernverband schon einen Schritt weiter!

von Diedrich Stroman

DBV??

Wo warst Du als es den LsV noch nicht gab??Die Mitglieder in den Landesverbänden strampel sich die Hacken ab reden mit den Mitgliedern, Basisarbeit und da oben wierd gekuschelt und geklungelt, gemauschelt bei 14 Jahren CDU Landwirtschaftsminister keine Kritik kein Affront, nicht mal beim versagen bei der Nitratlüge und beim versagen der Wasserrahmenrichtlinie 20 Jahre hat die CDU geschlafen und geschoben kein Kritik selbst als man die Bauern auf's Schafott trieb!!Scheinbar wurde in Berlin und Bonn der Schlaf des ungerechten getätig!!Und wenn man mit den sozialen Netzwerken nicht zu recht kommt ist es an der Zeit Abzudanken und sich um die Verantwortung gegenüber der bäuerlichen Landwirtschaft zu erklären! Ihr seid die Anwälte der Bauern und nicht die Lakeien der Politik!!Dem vernehmen nach hat die Verbandsspitze ja bis dato noch nicht mal wahrgenommen wie hoch der Frust und die Schnauze gestrichen voll die bäuerlichen Familienbetriebe haben!!Und hört endlich auf mit der Beschwichtigungs Politik!!!Und trennt euch von den Parteibüchern, aber das muss leider jeder selber entscheiden!.!! Eins steht nun schon fest nach dem ganzen unfähigen Desaster um die versaute Nitratlüge, der Kanzlerin geht das sowieso am Ars..,vorbei!! Und Bauern zahlen die Zeche!!

von Bernd Müller

Wie gesagt Herr Nagl

ca 85 % der Landwirte sind im Bv organisiert, und deren Interessen müssen unter Wahrung der Unterschiedlichkeit und Umsetzbarkeit vertreten werden...

von Bernd Müller

Herr Fiederling

Haben Sie Frau Merkel auch direkt gewählt???

von Klaus Fiederling

Demokratisches Wahlsystem!?

Wie viele DBV-Mitglieder, die regelmäßig brav Jahr um Jahr ihre Mitgliedsbeiträge entrichten, sind stimmberechtigt, wenn es um die Wahl des DBV-Präsidenten und weiteren Gremien geht innerhalb selbigen obersten Hierarchien; analog den Vorgängen übrigens in Reihen unseres bäuerlichen "immateriellen Weltkulturerbes", dem Genossenschaftssystem. - Entstehen da wirklich basisdemokratische Strukturen!? Selbst wenn aktuell 90% der Beitragszahler ihre Zahlung einstellten, was veränderte das schlussendlich an diesem archaischen Wahlsystem?

von Hans Nagl

@ Bernd Müller

Genau jetzt kommen wir zum Problem die Wissenschaft bestätigt ??? Ist es nicht so das der DBV mit allen Mitteln Vorschläge von BDM ABL usw. auch auf Kosten der Bauern verhindert nur um die anderen Verbände klein zu halten. Der DBV hat doch das Ganze Thema Kostendeckende Erzeugerpreise den sogenannten Markt überlassen. Und auf die Lösung Wachsen oder Weichen gesetzt. Für was soll ich da einen Bauernverband brauchen.

von Bernd Müller

Genau Herr Nagl

Wie Sie sicherlich gelesen haben ist die Strategie des Bv in diesem Fall von der Wissenschaft bestätigt worden. Wie gesagt: es gibt unterschiedliche Meinungen und Interessen auch unter den Landwirten und der Bv muss versuchen alles irgendwie unter einen Hut zu bekommen...

von Hans Nagl

@ Bernd Müller

Nur ein Beispiel wie von den eigenen Leuten und den sogenannten Fachleuten Lösungen verhindert werden. https://www.agrarheute.com/markt/milch/dbv-sektorstrategie-milch-mengenplanung-trennen-551797

von Bernd Müller

Herr Nagl

Passt genau ins Thema: https://www.topagrar.com/panorama/news/landwirtschaft-hat-kommunikationsdefizite-11945992.html?utm_content=start

von Bernd Müller

Falsch Herr Nagl!

Es soll keine Werbung gemacht werden sondern Öffentlichkeitsarbeit und natürlich Lobbyarbeit im Hintergrund. Die muss sein, machen andere NGOs mittlerweile viel mehr als wir. Bei der Organisation eines neuen Systems können auch andere Verbände mit ins Boot geholt werden. Es muss nicht der Bv der alleinige organisator sein. Es werden niemals alle Interessen der Landwirte unter einen Hut zu bekommen sein. Dazu sind die Strukturen in Deutschland zu unterschiedlich. Ich persönlich stehe auch nicht hinter allem was der Bv so von sich gibt, meine aber, dass wir einen starken Verband brauchen in dem ja schließlich auch 85% der deutschen Landwirte organisiert sind. Es steht jedem frei sich in Ämter wählen zu lassen. Hier unterscheiden wir uns nicht von anderen NGOs. Ich bin aber auch der Meinung, dass einige Strukturen veraltet sind und aufgebrochen werden müssen. Dazu brauchen wir engagierten Nachwuchs. Das wird sicherlich nicht von heute auf morgen passieren aber irgendwann muss losgelegt werden. Bdm, ABl und co werden auch nichts erreichen ohne die nötigen finanziellen Mittel. Wer das glaubt lebt hinter dem Mond!

von Hans Nagl

@Torsten Kremershof Genau auf den Punkt gebracht.

Das ist der entscheidende Satz " Wir werden es nicht schaffen den Filz zwischen Verband, CDU, und den Lobbyisten des Vor und nachgelagerten Bereichs aufzubrechen."

von Torsten Kremershof

Der DBV ist nicht zu reformieren!

Herr Dr. Billau. Ich gebe Ihnen Recht damit das in den Landesverbänden teilweise noch tolle Arbeit für die Bauern geleistet wird. Und ich persönlich schätze sie auch als ehrlichen Streiter für die Belange der Landwirte. Obwohl wir uns nie persönlich kennen gelernt haben da ich auch schon seit 2008 kein Verbandsmitglied mehr bin. Aber ich glaube nicht das der Bundesverband zu reformieren ist, und ich denke das sie das eigentlich auch wissen. Wir werden es nicht schaffen den Filz zwischen Verband, CDU, und den Lobbyisten des Vor und nachgelagerten Bereichs aufzubrechen. Auch nicht durch eine höhere Einbindung junger Leute in den Verband. Der Verband funktioniert nach oben immer mehr wie Scientology. In den Verbands Akademien werden die jungen Leute auf Linie gebracht und wenn sie sich verdient gemacht haben auf Pöstchen gehieft. Erst bei den Genossenschaften als Vertreter, Arbeitskreisen, und Aufsichtsräten. Dann wenn man sich hier linientreu profiliert kann man in politische Ämter und ins Präsidium wechseln. Kritische Stimmen oder den lauten Zweifel an demokratischen Entscheidungsprozessen innerhalb des Verbandes sind nicht erwünscht und führen einen im karriereweg innerhalb des Verbandes in eine Sackgasse. Die Meinung der Verbabdsspitze werden von oben nach unten gereicht. Demokratie ist dabei nicht erwünscht. Der Fisch stinkt vom Kopfe her. Wahlen im Präsidium sind eine Farce. Erinnern einen meist an die Wahlen in der DDR. Sieger steht von vornherein fest. Dieser Filz hat seit über 30 Jahren dazu geführt das der Bundesverband ein komplettes Eigenleben vorbei an den Landesverbänden und vor allem an den Bauern führt. Und nun sind viele Bauern aus dem Dornröschen Schlaf aufgewacht und haben das Vertrauen in den DBV verloren. Zu oft hat die Verbabdsspitze hinter den Bauern als Meuchelmörder mit dem blutigen Messer in der Hand gestanden. Wieviel Betriebe diese vom DBV geführten Abnutzungsschlachten der letzten Jahre als Opfer gefordert hat, war dem Verband dabei ziemlich egal. Wo waren die Wutreden gegenüber der Bundespolitik von Frau Merkel, Klöckner, oder Schulze? Wo waren Herr Schwarz, Herr Ruckwied, Herr Holzenkamp, Herr Röhring etc???? Der Bundesverband befindet sich wohl eher im Machtkampf mit den jungen Wilden aus SH ;)!!! Der Verband merkt aber dabei nicht das er dem Untergang geweiht ist und das Steuer nicht mehr rum zu reißen ist. Für uns Bauern kann es nach meiner Meinung nur einen Neuanfang geben mit einem komplett neuen Verband ohne DBV Führungskader Filz. Neue Leute im alten Verband werden wieder in die gleiche Sackgasse führen und für uns Bauern keinerlei Verbesserung in unserer Lage führen.

von Hans Nagl

CMA 2.0 ???

Wie läuft das wieder mit Sicherheit , die Bauern Zahlen Beitrag es werden teuere Berater engagiert die Bauernverbands Leute sitzen im Vorstand. Am Ende bestimmen die Ernährungsindustrie welche Werbung mit unseren Geld gemacht wird.

von Bernd Müller

Sehr guter Kommentar Dr Billau

Es muss aber auch bei uns Landwirten ein Umdenken stattfinden. Es muss mehr in die Öffentlichkeitsarbeit, Lobbyarbeit usw. investiert werden. Das kann jeder einzelne Landwirt nicht leisten. Lsv stößt dort auch irgendwann an seine Grenzen. Hierzu brauchen wir auch den Bauernverband. Beim Bv ist in der Vergangenheit sicherlich einiges verkehrt gelaufen und daran muss gearbeitet werden. Stichworte Verjüngung und soziale Medien. Wir müssen von den landwirtschaftsfernen NGOs und der Industrie lernen und uns Profis im Bereich soziale Medien/Netzwerke usw. mit ins Boot nehmen. Diese müssen nicht zwangsläufig aus der Landwirtschaft kommen, müssen aber ihr Handwerk verstehen. Das ganze wird richtig Geld kosten, wäre aber eine gute Investition in die Zukunft. Deshalb brauchen wir wieder eine Abgabe, ähnlich der CMA. Wenn auf jedes Produkt ein paar Cent, oder auch Zehntel Cent abgeführt würde kann man schon sehr viel erreichen. Ein Fehler beim Bv liegt sicherlich auch in der mangelnden Kommunikation zu den Mitgliedern. Daran muss gearbeitet werden. Anders herum muss man auch einigen Landwirten vorwerfen, dass sie sich zu wenig an der Verbandsarbeit beteiligen. Ein Aufruf an die jungen Landwirte: beteiligt euch an der Verbandsarbeit! Nur so kann man im Verband etwas verändern. Nur meckern bringt nichts!

von Dr. Willi Billau

Es geht nicht um den DBV, es geht um uns!

Wir haben ca. 600 Kreisverbände, wo vor Ort wertvolle Arbeit geleistet wird (Steuer, Rentenanträge, Beratung, Bauwesen, Stellungnahmen, Umwelt, Nitrat, Jugend). Diese alle zusammen sind der DBV. Der Organisationsgrad beträgt meines Wissens ca. 85%. Die meisten haben mitgeholfen, dass die Demos vom LsV ein Erfolg wurden. Die Verbandsspitze bietet viele gute Fachreferenten. Im pflanzlichen Sektor (nur hier habe ich Einblick) wird eine verdammt gute Arbeit geleistet. Bundesfachgruppen Obst, Gemüse, Kartoffeln, Getreide tagen regelmäßig und informieren gut. Die Zusammenarbeit mit dem Gärtnereiverband ist gut. . Es ist richtig, dass ein Verband nur eine Zukunft hat, wenn er früh die Jugend einbindet. Diese Chance darf nicht verpasst werden, jetzt ist Zeit für Erneuerung von unten. Ich weiß aus meinem Verband, dass viele "alte" gerne ihren Platz räumen für junge Frauen und Männer, ich eingeschlossen! Es ist eure Zukunft, engagiert Euch! Ein absolutes Novum war das verbandsneutrale Vorgehen. Immer wieder sind Journalisten gescheitert, die erfahren wollten, ob der "Lobbyverband" dahinter steckt. Fehlanzeige. Auch der BDM war dabei. Ich habe während der Milchkrisen nächtelang mit dem BDM gerungen und wir haben uns regional arrangiert. Als Demokrat muss ich akzeptieren, dass es eigene Bewegungen gibt, obwohl ich die Entwicklung von damals bedaure. Aber es sind auch Kollegen, die dasselbe wollen, dass die Milch endlich einen angemessenen Preis bekommt und dass möglichst viele junge Bauern mit Freude und ökonomischer Gerechtigkeit ihre Betriebe weiterführen können. Also bin ich froh, wenn die auch dabei sind. Wir sollten vermeiden, die alten Grabenkämpfe wieder aufleben zu lassen und Schulterschluss beweisen. Alle sind wir betroffen, jeder muss beim Kämpfen für Gerechtigkeit mithelfen. Jeder einzelne Bauer ist glaubwürdiger als so mancher Funktionär. Ich freue mich, dass es LsV gibt, ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Euch und ich freue mich, dass es Bauer Willi gibt! Euch allen ein gesundes und erfolgreiches 2020. Wir sehn uns!

von Heinrich Roettger

Der DBV konnte in den letzten Jahren die Interressen der Bauern nicht vertreten!

Nicht nur die jungen ; alle Bauern wollen eine starke Berufsvertretung ! Hier hat der die Führung des DBV zunehmend versagt. Vielleicht versuchen wir es mit neuer Führungsmanschaft.

von Roland Opitz

Ich bin,

grundsätzlich nicht gegen den Bauernverband. Nur was Herr Schwarz schon alles von sich gegeben hat, ist doch peinlich. Die "Schnauze" voll haben doch alle Landwirte. Und das die Vereinigung Land schafft Verbindung die Proteste organisiert hat, ist bei allem Respekt der Offenbarungseid für den Deutschen Bauernverband. Das zu organisieren, wäre seine vornehmste Aufgabe gewesen. Aber stattdessen, hat er durch Üntätigkeit geglänzt, und ist nachher als Trittbrettfahrer aufgesprungen. Es ist durchaus richtig wenn Herr Schwarz sagt dass wir eine starke Vertretung brauchen, - dann soll das der Verband doch endlich tun !

von Gerd Uken

Der Bauernverband hat sich selbst in diese Lage gebracht

Das wird Calon vom LTO auch vorgehalten... Er hat ja auch alles mit sich machen lassen. Eine starke Berufsvertretung sieht anders aus : parteiunabhängig u. hört auch auf seine Mitglieder- das alles vermisst man seit Jahren. Der LsV täte gut daran sich nicht zum Handlanger des Herrn Schmal machen zu lassen Ich wünsch allen einen guten Rutsch und das es in 2020 besser werden möge!

von Jörg Meyer

Officialberatung neu denken!

Ich habe bei dem Geschäftsführer unsere Officialberatung im Bundesland nachgefragt warum man 17,5 € je AKh für den Betriebsleiter und ansetze beim investitonen von deutlich über eine Millcionen € und habe ich auf das Informationsfreiheitsgesetzt bezogen. Die schriftliche Antwort schockiert mich immer wieder wenn ich sie lese. Ich habe auch schon mehrmals top agrar gebeten das Thema Stundenlohn zu diskutieren. Aber in der Redaktion scheint man das nicht für wichtig zu halten! Liebe Berufskollegen wenn ihr wirklich über 1. millionen Euro und mehr investiert oder investiert habt und nicht mehr als 17,5 € brutto brutto für euch ansetzt, dann dürft Ihr euch auch nicht beschweren, dass Ihr kein Geld verdient!!! Denn wenn wir z.B. mindesterns 25 € besser 30 € ansetzen würden, dann ständen überall rote zahlen und alle Bürokraten einschließlich unserer Berufsvertretung kämen in massive Erklärungsnot. Will das die Mehrheit der Proviteure des heutigen _Systems ? Ich glaube nicht! Um es kurz zu fassen : Beratung die nix kostet sollte man auch nicht in Anspruch nehmen wenn man wirklich Unternehmer sein will, weil einem Eier ins Nest gelegt werden die man gar nicht haben will! Wenn man sie dann doch hat und ausgebrütet bekommt dann beschwerrt Euch nicht immer über die hässlichen Vieher die dabei rauskommen!

von Hans Spießl

Bauernverband

was will geehrter Bauernfunktionär Schwarz sagen? die Bauernverbands Leute gehören zu den Eingeweihten in der Politik. AbL und LsV mit Sicherheit nicht. Der Bauernverband in seiner Funktion (für die Bauern?) muß ja alle vertreten? auch Nichtmitglieder.... die Bauern die das Volk zu ernähren hat, genauso wie die produzierenden Bauern die im Grunde bei etwas geänderten Rahmenbedingungen ohne Subventionen klar kommen. Hier muß ich leider die LsV Leute aufmerksam machen - mit einer Verbandspolitik wo Gelder für keine Leistung gefordert werden wie Blühstreifen, Bio..... werdet ihr niemals für die Bauern eine Zukunftsfähige Politik hinbekommen und auch glaubwürdig bleiben.... ihr züchtet somit nur die Bauern die das Volk nicht braucht und die euch intern später zerstören werden.... Die Bauern Verbandsspitze weiß längst das die Politik die Bauern Abwickeln wird. In den nächsten 10 Jahren wird es einen nie dagewesenen Wandel geben.... einige werden noch viel zu teuer einsteigen als Zubringer für die Konzerne dann..... Die Politiker, Minister Leute wie Klöckner oder Kaniber haben im Grunde keine Ahnung von dem Mist was sie so beschließen, sie verteilen die Gelder irgendwie um gewählt zu werden. Es geht mittlerweile ja so weit das Staatssekretäre wie der jüngst in den Ruhestand versetzte Aikens öffentlich mit auftreten um die Politiker zu unterstützen, schützen. Sicher kommen da nur 100%ige Linientreue Leute in Frage...... Die Situation wird erst besser wenn das Volk und die gewählten Politiker begriffen haben das die Landwirtschaft die das Volk ernährt ohne Subventionen klar kommt und mehr brauchen wir nicht. LsV Leute bringt dem Volk bei wir brauchen die 114 Euro die jeder zu bezahlen hat nicht........

von Andreas Thiel

Oh Mann...

Guten Rutsch ins neue Jahr 2020...Möge es für alle besser werden!!!

von Christian Bothe

DBV...

@Dr.Willi Kremers-Schillings,sicher richtig Ihre Einschätzung.Aber nur den BV zu kritisieren und Feststellungen zu machen, bringt auch nichts.Die Aufgabe auch für junge Leute sollte sein sich dort zu engagieren um etwas zu verändern(auch in der Führung).Nur nach den römischen Prinzipien „teile und herrsche“ zu agieren, bedeutet für den Staat und seine landwirtschaftlichen „Regularien“ einfaches Handeln! DBV,LsV,Abl u.a.sollten unter Führung des DBV sich gemeinsam organisieren. Desweiteren sollte man die CMA wieder zum Leben erwecken...

von Klaus Fiederling

Ich vermisse ein gerüttelt Maß an Selbstkritik!

Die in erster Linie jetzt vordringlich notwendige selbstkritische Reflexion mit einer darauf fußenden schleunigen Veränderunsbereitschaft gerade und im Besonderen in den archaischen Reihen unserer Bauernverbandsgranden lese ich aus vorstehenden Worten nicht heraus. - Sehr schade, lässt das doch leider den Rückschluss zu, dass man die Signalwirkung der sich zuletzt verstärkt zuspitzenden Situation im direkten Bauernumfeld noch immer nicht wirklich verstanden hat u. demgemäß auch nicht folgerichtig zu deuten weiß.****"Wachsen zu können ist Zeichen von Unvollkommenheit.“ (SENECA) - Die erheblich machtsüchtig anmutende Gedankenwelt unserer Verbandseliten kreist immer nur in einer von Vollkommenheit geschwängerten Sphäre der eigenen agrarpolitischen Agitation, wo man die gravierenden Fehler der Vergangenheit noch immer wohlweislich gänzlich verschweigt. - Heute sagen Sie u. Ihresgleichen, werter Herr Schwarz, schon nahezu vorbehaltlos JA zu Vorgängen, wo das intelligente NEIN-Sagen keineswegs in Vergessenheit geraten sollte - das Resultat sich durchaus frühzeitig zunehmend abzeichnender Zuspitzungen, die man bislang innerhalb der eigenen Reihen einfach stoisch ausgesessen hat; büßen müssen dafür heute die Bauern! - Werter Herr Schwarz, noch ist der Kalender 2020 leer, füllen sie diesen mit Ereignissen, Botschaften, Rahmenbedingungen, die in erster Linie unserer Jugend auf den Höfen wieder glaubhaft Perspektiven eröffnen!

von Christian Kraus

In was für einen Elfenbeinturm lebt denn der Bauernverband wenn tausende Bauern auf den Strassen sind und er meint alles richtig gemacht zu haben? Oder ist das schon eine Andeutung was er vor hat? Er fängt sich ein paar von LSV mit Zuckerl in seinen Verband ein, behauptet seine Positionen seien die der Bauern auf den Strassen und macht weiter wie immer?

von Hans Spießl

Die jungen Landwirte haben .........

das Problem ist der Staat mit seiner hinterlistigen Vorgehensweise angefangen schon in der Ausbildung der jungen Bauern. Viele Jungbauern übernehmen heute Wachstumsbetriebe mit vielen Lasten, wo viel Geld jährlich für Pacht gebraucht wird - die auch durch Ausgaben für Quoten Rechte ausgeblutet sind, es ist im Grunde kein Wirtschaften sondern nur noch ein Notmanagement auf viele Betrieben.... zB. Hohe Pachtzahlungen...... Im Grunde reicht das Wissen der Ausbildung heute lange nicht aus um mit den Anforderungen dieser Politik Schritt halten zu können. Nur Wenige wie zB die Hofreiter, Lindhorst, könnte diese Liste fortsetzen, sind in der Lage die Zeche anderen bezahlen zu lassen - dieses Wissen müsste den Jungbauern vermittelt werden, was aber leider gewisse Menschliche Eigenschaften voraussetzt, ansonsten werden diese Jungbauern auch nur Opfer dieser Verbrecher wie ja heute schon in den neuen Ländern. Landwirtschaft ist derzeit nix für ehrliche Menschen die es Gut meinen oder du legst deinen Betrieb danach aus das heißt Pachten, Lasten, wie teuere Maschinen...... weg Abstocken, die hohen Soziallasten wegbringen..... dazu nur die Grundrente gibt es nicht für Bauern weil die Politik die Bauern noch ärmer machen will wir sind auf dem Weg zu einer Öko diktatur, die derzeitigern Angebote Gelder der 2. Säule sind absolut hinterlistig langsam kommt die Politik zu einem Höhepunkt, sieh doch nur Forderungen zB 20% Bio wenn dann die Bauern nicht mitmachen und vielleicht noch 10% fehlen kann noch Zwangs bio kommen, jeder 10% und das bei vollen Bio Märkten...... dieser Sorte Politiker ist alles zuzutrauen.........

von Dietmar Weh

Jep Schnauze u. Nase Voll von DBV!

von Rudolf Rößle

Mehr ausgetreten

Wenn nicht freundschaftliche Beziehungen zu den Regionalstellen bestehen würden. Die Milchpolitik des DBV ist murgs und der Chef ist ein "BDM Hasser" und Herr Schmal stellt sich ohnmächtig gegen die Beschlüsse des MIV.

von Dr. Willi Kremer-Schillings

Wo war der DBV...

...als die #grünenKreuze aufgestellt wurden? Nicht da. Schweigen im Walde. Als die Welle lief, wollte man noch aufspringen, aber da war LsV schon aktiv. Seit Oktober hat man vom DBV aus Berlin nichts mehr gehört und gesehen. (Einzelne Landesverbände nehme ich von der Kritik aus) Den Agrar-Gipfel bei Merkel in Berlin hätte es ohne die Basis-Bewegungen nie gegeben. Die Worte von Herrn Schwarz in Ehren, aber wie gedenkt die Führung des DBV das verlorene Vertrauen wieder herzustellen? Wie die Austritte aufhalten? Warum soll ein junger Landwirt Verbandsmitglied werden? Ich stelle beim DBV eine gewisse Konzeptlosigkeit fest und das merkt man auch an der Basis.

von Renke Renken

Warum

haben die jungen Landwirte die Schnauze voll, die älteren haben die Schnauze genau so voll. zumindest sehe ich das aus meiner Perspektive ( 57 ) so. Befremdlich sind viele Äußerungen von Herrn Schwarz zudem auch noch, schon lange stört mich, daß der DBV uns so hängen läßt, und nun möchte er am liebsten die LSV noch eingliedern in den DBV - und dann? Mundtot machen, oder was. Schon lange ist meine Meinung, daß an der Basis sehr gute Verbandsarbeit geleistet wird, aber auf oberster Ebene in Bonn läßt man uns komplett hängen.

von Hans-Peter Mahler

Bauernverband

Ich erinnere mich noch das beim Bauernverband, bei Abschaffung der Milchquote die Sektkorken knallten! Wachstum um jeden Preis, nur der Export zählt! Wenn Aldi nicht spurt liefern wir nach China. Das, die Landwirtschaft Akzeptanz im eigenen Land erhält Fehlanzeige! Wachsen oder weichen war die Devise des Berufsverbandes! Das fällt uns jetzt auf die Füße! Wir haben jetzt so viel Auflagen die unsere Produktion beschränken, das sich viele die Quote zurückwünschen. Bei den Auflagen können nur noch 5-10% für den Weltmarkt produzieren. War das so gewollt?

von Gerd Uken

Herr Esser hat es auf den Punkt gebracht!

Herr Schwarz hat es immer noch nicht begriffen-wieviele getreue des Einheitsverbanded waren denn bei der ersten Demo im Oktober in Bonn?? Wenn nicht die Bauern als Betroffene es selbst in die Hand genommen hätten, wäre doch gar nichts passiert.....nachher hätte es geheißen hätte ja noch schlimmer kommen können. Selbstbeweihräucherung hilft hier auch nicht und Scheinheiligkeit erst recht nicht- eingeweihte wissen ganz genau wer da in SH die Fäden zieht. Ach ja und ABL u. BDM hätten sich auch nicht gegründet wenn der Einheitsverband ALLE Bauern vertreten könnte. Wir werden sehen was der BV auf der Grünen Woche mit der Sektorstrategie einbringt. Ich wünsche mir das der LsV dem BV nicht auf den Lein geht denn dann wäre es sehr schade

von Albert Maier

Schöne Worte...

... verschleiern eben doch das Hauptziel des BV, nämlich den Machterhalt des BV bei der berufständischen Vertretung. Anstatt diesen durch gute Arbeit für die Bauern zu sichern, wählt man lieber Taktiererei gegen die eigenen Leute. Der KanzlerinGipfel war ein Paradebeispiel dafür, wie man eine Bewegung zum erliegen bringt. LSV wird im BV zerrieben...

von Heinrich Esser

Als Junglandwirt...

...sehe ich die Geschichte so, dass die Proteste zwar wegen der aktuellen Politik, aber auch aus der Untätigkeit des Bauernverbandes heraus entstanden sind. Jahrzehnte ist man mit der Politik auf Kuschelkurs gegangen, da sich gerade bei CDU-Regierungen häufig Ämter überschnitten. Dazu noch einige Aufsichtsratposten hier und da und die Bauern freuen sich, dass sie von so "wichtigen" Personen vertreten werden. Diese Vertretung beschränkt sich aber - so kommt es mir vor - fast nur noch auf Großbetriebe. Man redet mehr vom Export, als von Diversifizierung. Jahrelang wurden Entwicklungen verschlafen. Rukwied sagt, dass es vertretbar sei, wenn in 20 Jahren noch 100.000 Betriebe zurückbleiben. Soll ich da als Junglandwirt in Jubel ausbrechen? Meine Antwort ist klar der Austritt aus diesem Verband, der sich hier protzig als "Einheitsverband" der deutschen Landwirte gibt. Andere können mich besser vertreten.

von Willy Toft

Die Proteste sind aus der Ohnmacht heraus entstanden, dass wir stets immer für alles.....

die Schuldzuweisung bekommen, ohne einen realen wissenschaftlichen Hintergrund! Bei uns wird der Hebel so angewendet, dass wir nicht einmal eine Schubkarre Mist auf einer Platte lagern dürfen, ohne das dort auch ein Behältnis das kontaminierte Regenwasser auffängt!!! Und dann diese Schuldzuweisungen in den Medien, über den Nitrat- Bericht der BRD, der von der Regierungsseite so negativ forciert wurde! Selbst da konnte sich er BV nicht durchsetzen, weil dieser sich schon im schonenden Spülgang befunden hat. Es ist bereits "10 nach 12 Uhr", wenn wir jetzt nicht reagieren, setzen wir unsere ganze Branche zu, dass muss auch endlich mal den Politikern bewusst werden! Wir können uns nicht auf faule Kompromisse einlassen, die dann Betriebe zur Aufgabe zwingen!

von Reinhard Matzat

Die Proteste richten sich nicht gegen DBV: richtig

Richtig ist aber auch das die Proteste aus der Enttäuschung gegenüber des DBV's heraus entstanden sind. Man hat einfach das Gefühl das die DBV-Funktionäre einfach nur Öffentlichkeits-Profilierungssüchtige sind und wenn hier und da noch noch irgendwelche anderen Vorstands- oder Aufsichtsrats-Posten dabei heraus springen gibt das nebenbei noch schön Zaster. Und noch viel wichtiger: man kann angeben was man nicht für ein geiler Hecht ist. Das vertreten des Berufsstandes ist dann nicht mehr so wichtig. Der DBV sollte eine Fehleranalyse machen und sie offen und vor allem ehrlich zugestehen. Leider diesbezüglich kein Wort von Herrn Schwarz. Nur so kann der DBV das Vertrauen zurück gewinnen. Aber für so ein Eingestendnis werden die Hechte zu sehr auf ihren Profilierungsstühlen sitzen und lieber zur Sicherheit noch ne Tube Leim verwenden.... Gruß: ein junger Landwirt.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen