Technik umgebaut

Thermalkamera erkennt Fieber beim Vorbeilaufen

Eine Firma aus der Pfalz baut seine Thermalkamera um, so dass sie Fieber messen kann. Das könnte eine technische Lösung für die Corona-Überwachung in Betrieben sein.

Das Unternehmen TecTradeSolution aus Neustadt an der Weinstraße produziert eigentlich Wärmekameras, mit denen Industrieanlagen überwacht werden. In der Corona-Krise kam die Firma auf die Idee, dass sie das Prinzip auch bei Menschenmengen anwenden könnte, um von Körpertemperaturen einen Durchschnitt zu errechnen, berichtet der SWR.

„Wir bilden über den Tag einen Durschnitt, und wenn davon einer abweicht, dann wird er gemeldet“, erklärt Geschäftsführer Thomas Striegel. Das sei der Trick an der selbstentwickelten Software, die über einen speziellen Algorithmus verfügt, der die Körpertemperaturen vieler Menschen miteinander vergleicht und sie mit Wind, Außen- und Umgebungstemperaturen in Beziehung setzt.

Die Kamera sucht dazu in ihrem Bildausschnitt in 20 Messfeldern den heißesten Punkt und errechnet damit eine eventuelle Anomalie und die Umgebungstemperatur. Laut SWR stößt dieses Prinzip weltweit auf Interesse. Neben Anfragen aus anderen Ländern seien u.a. Testsysteme in einer Fleischerei und in der Unfallklinik Ludwigshafen im Einsatz. Bei letzterem dürfte man die Klinik nur betreten, wenn die Anzeige grün leuchtet. Das überzeugt auch den ärztlichen Direktor Dr. Paul Alfred Grützner. So würden die Mitarbeiter den ganzen Tag beim Durchlaufen auf Fieber kontrolliert.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Auf Kommentar antworten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen