Werksverträge

Tönnies gründet 15 neue Tochterfirmen für Produktion

Tönnies will Mitarbeiter über die Tochtergesellschaften anstellen. Die Gewerkschaft NGG fürchtet, dass das neue Konstrukt das alte System aufrechterhalten soll, berichtet das Handelsblatt.

Lange hatte sich Clemens Tönnies gegen das geplante Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie gewehrt. Nun will er mit dem „Sofortprogramm Werkverträge“ den Wandel in der Branche anführen. Das Schlachtunternehmen stellt bis zum 1. September 2020 1.000 Werkvertragsbeschäftigte in Rheda-Wiedenbrück direkt ein. Bis Ende 2020 ist es das Ziel, alle Mitarbeiter der Kernbereiche direkt beim Unternehmen einzustellen, heißt es am Montag in einer Mitteilung des Unternehmens. Ein Blick ins Handelsregister zeige: Die Vorbereitungen laufen schon.

Tönnies gründet beim Amtsgericht Gütersloh unter dem Namen Tönnies Production 15 Tochterfirmen - durchnummeriert mit römischen Ziffern, schreibt das „Handelsblatt". Das Personal aus der Fleischverarbeitung ist künftig direkt beim Konzern angestellt. Die Gewerkschaft NGG vermutet, dass Tönnies mit den Tochtergesellschaften das Verbot von Subunternehmen umgehen möchte, berichtet das Handelsblatt weiter. „Wir haben die Töchter gegründet, um die Mitarbeiter bei hundertprozentigen Tochterunternehmen einzustellen, teilte ein Tönnies-Sprecher gegenüber dem Magazin mit. Da die Gruppe aus verschiedenen Gesellschaften mit unterschiedlichen Geschäftsbereichen bestehe, seien mehrere Neugründungen nötig gewesen.

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Diskussionen zum Artikel

von Michael Prantl

Tönnies

Papier ist geduldig - was soll sich da auf die Schnelle ändern - mit Sicherheit nichts - diese Spiele sind doch bekannt - hinterher kann noch mehr verschoben werden und niemand ist zuständig - das ist doch in Deutschland bei Konzernen und Großfirmen so üblich.

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