Konstanz

Torsten Ellmann zum neuen Präsidenten des Deutschen Imkerbundes gewählt

Torsten Ellmann wird künftig die Geschickte des Deutschen Imkerbundes leiten. Er will Verbesserungen bei der Agrarpolitik und der Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes erreichen.

Am 12. Oktober fand im Bodenseeforum in Konstanz die Jahreshauptversammlung des Deutschen Imkerbundes e.V. (D.I.B.) statt, an der Vertreter aller 19 Mitgliedsverbände teilnahmen.

Ein Höhepunkt der Tagung war die Neuwahl des siebenköpfigen Präsidiums, das wesentlich die künftige Verbandspolitik mitbestimmen wird. Im ersten Wahlgang wurde Torsten Ellmann aus Pasewalk zum neuen Präsidenten des größten Bienenzüchterverbandes in Europa mit derzeit rund 121.000 Mitgliedern gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Peter Maske aus Unterfranken trat nach elf Jahren nicht mehr zur Wahl an. Er wurde vom Gremium in Würdigung seiner hohen Verdienste zum Ehrenpräsidenten des D.I.B. ernannt.

Zur Wahl des Präsidenten gab es zwei Kandidaturen. Torsten Ellmann erhielt 119 der abgegebenen 132 Stimmen. Der Diplom-Chemiker und pharmazeutisch-technische Assistent ist 53 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder. Als Sohn eines Imkers ist er seit seiner Kindheit eng mit der Bienenhaltung verbunden, bewirtschaftet 20 Bienenvölker und gibt sein Wissen an seinen Sohn weiter, der damit bereits in der dritten Generation imkert.

Ellmann führt seit 2010 den Pasewalker Imkerverein 1878 e.V. Besondere Schwerpunkte seiner Vereinsarbeit sind die Nachwuchsförderung, Schulung und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Entwicklung bienenfreundlicher Gemeinden. Seit 2011 ist er Vorsitzender des Landesverbandes der Imker Mecklenburg-Vorpommern e.V. und gehört damit dem erweiterten Präsidium des D.I.B. an. Von Oktober 2011 bis Oktober 2015 arbeitete Torsten Ellmann bereits als Beisitzer im D.I.B.-Präsidium.

Peter Maske gratulierte seinem Nachfolger und sagte, er wünsche sich eine Fortsetzung der sachlichen und konstruktiven Zusammenarbeit, vor allem mit der Politik und Landwirtschaft, um weitere Verbesserungen für Blüten besuchende Insekten zu erreichen. Auch Ellmann setzt auf Dialog. Er sagte nach seiner Wahl:

"Neben der Zusammenarbeit mit allen Naturnutzerverbänden, der Politik, der Industrie und vielen anderen Organisationen steht für mich die Stärkung der imkerlichen Gemeinschaft sowohl nach innen als auch nach außen an vorderer Stelle. Denn nur mit einer starken Stimme wird es möglich sein, im internationalen Rahmen der EU-Mitgliedstaaten Verbesserungen bei der Agrarpolitik, der Sicherheit der Bienenprodukte, der Bekämpfung von Bienenkrankheiten und der Reduzierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes zu erreichen.

Ebenso wird die Nutzung neuer Medien, insbesondere im Schulungsbereich, in den kommenden Jahren eine zunehmend wichtige Rolle in unserer Verbandsarbeit spielen, um auch die jüngere Generation im noch stärkeren Maße für die Imkerei zu begeistern und zu qualifizieren. Weitere Schwerpunkte werden heute auf dem Deutschen Imkertag im Mittelpunkt stehen, wie z. B. die Zucht oder die Honigqualität. Diese Themen werden wir nach der Tagung weiter vertiefen."

Zu den beiden Vizepräsidenten wurden von den Vertretern Klaus Schmieder aus dem Landesverband Badischer Imker e.V. und Stefan Spiegl, Landesverband Bayerischer Imker e.V., gewählt. Als Beisitzer arbeiten außerdem zukünftig Gabriele Huber-Schabel aus Sachsen-Anhalt, Dr. Michael Hardt aus Sachsen, August-Wilhelm Schinkel aus Weser-Ems und Ulrich Kinkel vom Landesverband Württembergischer Imker im Präsidium mit.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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