BREXIT

Um Mitternacht verließ Großbritannien nach 47 Jahren die EU-Gemeinschaft

Big Ben schlug um 23 Uhr Ortszeit in London das Aus ein. In Brüssel ging das Kapitel um 0.00 Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) zu Ende. Erstmals tritt ein Staat aus der EU aus.

Nach 47 Jahren Zugehörigkeit verlässt das Vereinigte Königreich (UK) die Europäische Union. Das Ende der Mitgliedschaft wurde nach dem Referendum im Jahre 2016 von einer knappen Mehrheit (51,8%) der Briten befürwortet. Nach zweieinhalbjährigen Verhandlungen wurde ein abgestimmter Austrittsvertrag vom britischen Parlament und den EU-Institutionen im Januar 2020 gebilligt.

53% der britischen Einfuhren stammten bisher aus der EU

Bis Ende des Jahres ändert sich an den gegenseitigen Rechten und Pflichten nichts. Der Warenaustausch läuft weiter wie bisher. 53% der UK-Einfuhren stammen aus den EU-Staaten. Davon als größter Anteil mit 14% aus Deutschland.

Im Jahre 2017 lieferten die EU-27 Staaten für rund 38 Mrd. Euro. Agrarprodukte und Lebensmittel nach UK. Allein Deutschland versorgte Großbritannern mit Nahrungsmitteln in einem Wert von nahezu 5 Mrd. Euro.

Der europäische Dachverband der Landwirte und Genossenschaftsbetriebe (Copa Cogeca) bedauerte in einer am Freitag veröffentlichten Presseerklärung den “traurigen Tag” des offiziellen Ausscheidens

Deutschland bestreitet ab sofort ein Viertel des gesamten EU-27 Bruttoinlandprodukts

Mit dem Ausscheiden von UK aus der EU fällt die EU-27 global als Wirtschaftsraum in der Welt hinter den USA und China auf Platz 3 zurück. Steuerte Deutschland bisher mit UK in der Gemeinschaft etwa ein Fünftel des gesamten EU-Bruttoinlandsproduktes (BIP), bestreitet Deutschland ohne UK künftig ein Viertel des gesamten EU-BIP. Großbritannien bestritt in der EU bisher den zweitgrößten BIP-Anteil.

“Die Copa Cogeca-Mitglieder hoffen, dass mit dem zukünftigen Handelsabkommen, das ab März zwischen UK und der EU verhandelt wird, die Grundlage für die engstmöglichen Handelsbeziehungen zustandekommt und die Werte sowie hohen Standards des EU-Marktes aufrecht erhalten werden”, heißt es in einer Copa Cogeca-Erklärung.

Copa Cogeca strebt weiter enge Beziehungen mit britischen Bauern an

“Die europäischen Landwirte und ihre Genossenschaften erwarten, dass die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen in einem raschen und ordentlichen Verfahren in ausreichender Zeit zu einem hochwertigen Ergebnis führen”, sagte Copa Coegeca-Generalsekretär Pekka Pesonen am Freitag in Brüssel. Gleichzeitig strebe Copa Cogeca weiterhin enge Beziehungen mit den britischen Landwirten an und hoffe, dass beide Verhandlungsparteien das Wohl der Landwirte sich zu Herzen nehmen.

Die Redaktion empfiehlt

Die Agrarwirtschaft bedauert den Austritt Großbritanniens aus der EU und fordert nachdrücklich, Folgeabkommen zu beschließen. Das Thünen-Institut hat die Folgen versucht zu berechnen.


von Freygang GbR

Glückwunsch

kann man da nur sagen, die haben es endlich geschafft, diesen monströsen Verein zu verlassen.

von Josef Doll

Ich kann es immer

noch nicht glauben. Denn die Engländer haben den besten/billigste Kosten genossen um im Binnenmarkt zu sein. Nun wenn die EU den Briten Gelegenheit gibt Geschäfte gegen die EU aber zu ihrem Vorteil gibt. Werden sich weitete EU Länder austreten wollen oder müssen nachziehen. Sprich ... mehr anzeigen

von Erwin Schmidbauer

Die EU scheint überholt zu sein

In der großen Welt der Egoismen ist eine Institution wie die EU, die auf Zusammenarbeit und Kooperation setzt (wenn auch mit vielen Fehlern und Schwächen), wohl aus der Zeit gefallen und überholt. Die Idee der EU stammt aus einer Zeit der Not und Armut, weltweit. Mit dem Wohlstand ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

@ Esser die nächsten die austreten wollen/möchten

Sind die Niederländer _die haben die Nase auch gestrichen voll von Timmermans u. unserer „ Flinten“ U.

von Hans Spießl

Die EU

die EU die europäischen Völker sind sich doch zu fern dazu. Die EU sowie jetzt ist ein Gebilde ich würde sagen die Länder oder Mitglieder müssen diese Mitgliedschaft richtig Handhaben. Da sollten zB so Vorfälle wie das Melden von zu hohen ... mehr anzeigen

von Hans Spießl

die Briten - Das Ende der EU

Großbritanien wird als Industrieland seine Währung ein wenig Abwerten und auf diversen Umwelt Scheiß der nur Geld kostet verzichten (wie die Russen)... dann der EU die Märkte und Industrie wegnehmen. Die EU kann sich eine Abwertung nicht ... mehr anzeigen

von Christian Bothe

Great Britain

@Esser,ich sehe es ähnlich wie H.Spiessl.Diese Bevormundung durch die EU ist einfach übelst und schreckt viele Staaten(Souveränität)Gerade die BRD als einer der größten Nettozahler sollte andere Ergebnisse insbesondere für die deutsche LW erreichen können.Das Ganze erinnert einem ... mehr anzeigen

von Heinrich Esser

Brexit

Natürlich hat die EU Schwächen, oft wird über die Bürokratie geplagt und es ist immer schwierig alle Mitgliedsstaaten in etwa gleich zu behandeln. In der Landwirtschaft bekommt man es ja häufig mit. Aber die Möglichkeiten einer solch großen Union haben und werden immer überwiegen. ... mehr anzeigen

von Hans Spießl

Gratulieren nicht Bedauern

warum sollte sich ein Volk, eine Volkswirtschaft von unbekannten außenstehenden Organen wie Brüssel Vorschriften und Gesetze aufdrücken lassen, wo Kommissare Diktatoren herrschen. Die Völker wollen Selbstbestimmt in Frieden und Freiheit leben. Ich ... mehr anzeigen

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