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Umfrage: "Politik muss für klimaschonende Landwirtschaft sorgen"

Klimaschützer haben bei der forsa eine Umfrage in Auftrag gegeben: Wer ist für mehr Klimaschutz in der Landwirtschaft zuständig. Überraschende Antwort: Die Politik.

Zwei Drittel der Deutschen haben Verständnis für die Traktor-Proteste gegen das Agrarpaket der Bundesregierung. Das ergab eine repräsentative forsa-Umfrage.

Unstrittig ist für die Befragten, wer für das Mehr an Klimaschutz auf den Höfen zuständig ist: Insgesamt 92 % sehen die Politik in der Pflicht für eine klimaschonende Landwirtschaft zu sorgen – 42 % sind der Meinung, die Politik sei in erster Linie verantwortlich, 50 % sehen eine geteilte Verantwortung zwischen Politik und Landwirtschaft, teilt das Bündnis "Klima-Allianz Deutschland" mit.

Statt die landwirtschaftlichen Betriebe weiter mit notwendigen Veränderungen alleine zu lassen, müsse die Bundesregierung 2020 ihre Anstrengungen hin zu mehr Klima-, Umwelt- und Tierschutz unterstützen, so die 130 Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen Umwelt, Kirche, Entwicklung, Bildung, Kultur, Gesundheit, Verbraucherschutz, Jugend und Gewerkschaften.

Eine wesentliche Stellschraube hierfür sei die Reform der gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP), die aktuell diskutiert wird. Mit einer Umverteilung der rund 60 Mrd. Euro an Fördergeldern und Maßnahmen gegen ruinöse Erzeugerpreise könne Europa den notwendigen Klimaschutz in der Landwirtschaft stemmen, sagt Klima-Allianz Deutschland. "Die Bundesregierung hat das Heft des Handelns maßgeblich in der Hand, wenn sie im Juni 2020 die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt. Dazu muss sie auch in Deutschland ihre Exportstrategie durch eine Strategie zum Schutz bäuerlicher Betriebe und des Klimas ersetzen."

STIMMEN

Dr. Christiane Averbeck, Geschäftsführerin der Klima-Allianz Deutschland, sagt: „Die Menschen haben großes Verständnis für die Situation der Bäuerinnen und Bauern. Zugleich muss die Agrarwirtschaft wie alle anderen Sektoren auch ihren Teil zum Klimaschutz beitragen. Agrargelder und höhere Erzeugerpreise müssen gezielt bäuerlichen Betrieben dabei helfen, die klimaschädliche Fleischproduktion zu reduzieren, Klimaemissionen aus Mooren und die Überdüngung zu stoppen. Der Fleischkonsum in Deutschland sinkt bereits, wenn auch viel zu langsam. Für die exportgetriebenen Schlachthof- und Molkereikonzerne hingegen scheint Klimaschutz noch immer ein Fremdwort zu sein.”

Saskia Richartz, Leiterin von „Meine Landwirtschaft“ und Sprecherin des „Wir haben es satt!“-Bündnisses, sagt: „Es ist völlig klar: Die Bundesregierung trägt wegen ihrer halbherzigen Politik die Verantwortung für die Proteste auf dem Land. Jetzt muss sie sicherstellen, dass sich nicht noch die Spaltung der Gesellschaft vergrößert. Die Bauernhöfe dürfen bei den notwendigen und gesellschaftlich gewollten Veränderungen nicht alleine gelassen werden. Mehr Umwelt-, Tier- und Klimaschutz ist machbar, wenn die Politik den Problemen endlich ins Auge blickt, verbindliche Ziele formuliert und die finanziellen Mittel dafür bereitstellt. Am Samstag haben wir mit 27.000 Menschen aus Landwirtschaft und Gesellschaft gefordert: Agrarwende finanzieren! Jetzt ist es an Agrarministerin Klöckner, die verbindlichen Pariser Klimaziele und damit den Willen der Bevölkerungsmehrheit umzusetzen.“


Diskussionen zum Artikel

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von Andreas Gerner

Laien zu befragen, macht da keinen Sinn.

Der Laie versteht nicht, dass ein Zurückfahren der Produktion (Extensivierung) dem Klima schadet. Zum einen, weil bei weniger Wachstum weniger CO2 gebunden wird, zum anderen, weil die Angebotslücke dann mit Importen aus Übersee gestopft wird. Damit geht ein tieferer CO2.-Fußabdruck, Brandrodung, Humusverlust und Schwerölverbrauch (Transport) einher. Wie bitte soll der Laie also einschätzen können, ob überhaupt hierzulande etwas falsch läuft? Also kann er auch nicht beantworten, wer etwas ändern soll, wenn objektiv betrachtet gar keine Änderung sinnig ist. Befragt Menschen mit Sachverstand! Nicht nur für Umfragen, sondern vor allem auch für die Politik!

von Wilhelm Grimm

Die Politik muss für eine klimaschonende Landwirtschaft sorgen, sagen 92% der Deutschen.

Aber die Politik wird von den NGOs gesteuert und tut das Gegenteil. Deutschland 2020.

von Hans Spießl

es wird in Deutschland immer nach dem Staat gerufen

Darum geht ja gerade alles den Bach hinunter. Gerade der Deutsche neigt in seinem engen Denken bedingt durch ein schwaches Schulsystem sehr stark dazu. Da Lehrer und die ganze Pädagogensippe kein oder wenig Problembewusstsein haben und dies übernehmen zu viele Kinder, deshalb ist ein starker Staat gefragt der vieles Vorschreibt um sozusagen keine Verantwortung tragen zu müssen, sie werden auf Unterwürfigkeit getrimmt und das schon seit 100 Jahren.... sieh doch nur die Deutsche Geschichte. Die Eliten bilden ihre Kinder da weit besser aus.

von Heinrich Albo

Überflüssige Umfrage weil..

falsche Fragestellung!!! Wo bleibt die Frage ,wer schädigt das Klima am meisten ? Der Flugreisende,der Autofahrer,der Ökoideologe (der für steigende Importe verantwortlich ist),der Hausbesitzer oder der Landwirt?

von Wilhelm Grimm

Weniger Tiere? Untaugliche Mittel von WHES und der Versuch einer Spaltung !!!!!!

Was die unter Agrarwende verstehen, führt zum Agrarende. Nur die stetige, technische und technologische Weiterentwicklung in der Landwirtschaft führt zu einer verbesserten Klimabilanz.

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