Kunstfleisch

Veganer „Beyond Burger“ bei Lidl schon ausverkauft

Lidl hatte sich die exklusiven Rechte am Verkaufsstart des Beyond Burger im Lebensmittel-Einzelhandel gesichert – aber „nur solange der Vorrat reicht“. Dieser war schnell erschöpft.

Der vegane Burger mit Fleischersatz der Firma Beyond Meat ist seit Kurzem bei Lidl erhältlich - oder viel mehr war; er ist bereits ausverkauft. Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf bei Lidl Deutschland, war Mitte Mai noch "sehr gespannt", wie die Aktion angenommen wird. Jetzt steht fest: Besser als erwartet.

Das Produkt war nach Informationen der Zeitschrift Lebensmittelpraxis in vielen Filialen bereits nach kürzester Zeit ausverkauft. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass der ‚Beyond Meat Burger‘ so schnell wie möglich wieder in unseren Filialen erhältlich ist“, hieß es auf LP-Anfrage bei Lidl. Die Kunden werden nach Presseberichten wohl vor allem über die Sozialen Medien auf dem Laufenden gehalten.

Nachdem der Start des veganen Burgers hierzulande immer wieder verschoben werden musste, weil die Firma schon in den USA nicht mit der Produktion hinterherkam, hatte sich Lidl die exklusiven Rechte zum Start gesichert: Ende Mai brachten die Neckarsulmer den rein pflanzlichen Burger deutschlandweit als Aktionsprodukt in alle 3.200 Filialen. Hergestellt wird das Burger-Pattie unter anderem aus Erbsenprotein, das von seiner Textur an Muskelfasern von Fleisch erinnern soll. Rote Beete sorge für die rosa Färbung wie bei einer perfekt gebratenen Fleischfrikadelle.

Durch eine besondere Art der Herstellung, bei der die Zutaten unter Dampf gekocht und in die typische Pattie-Form gebracht werden, wird das Trendprodukt laut Lidl zur perfekten Fleisch-Kopie.

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Die gehypte Veggie-Burger der US-Firma Beyond Meat kommen Ende Mai nun auch in größerem Stil nach Deutschland.

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Fleischersatz für Veganer

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

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Diskussionen zum Artikel

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von Konrad Darscheid

Ist das auch regional?

Werden die Buletten wirklich in einer Fabrik in den USA hergestellt? Eine andere Produktionsstätte kann ich auf der Homepage nicht finden. War da nicht mal was mit Klimabilanz und Sprüchen wie "Regional ist das neue Bio!"? Ich bleibe ratlos zurück.

von Sönke Plöhn

Joa, auch eine Form des Marketings...

...es steht ja nirgends geschrieben, wieviele Burger sich die Filialen bevorratet haben. Bei dem medialen Hype ist es eigentlich nur logisch, dass viele den probieren wollen. Ist der dann zu schnell vergriffen, bleibt einerseits das Interesse an dem Burger weiterhin hoch und schafft es gleichzeitig wieder in die Medien und somit ins Hirn der Verbraucher... Marketing ist alles. Rezo könnte das sicherlich noch besser erklären....

von Matthias Zahn

Kann man blöd finden,

muss man aber nicht! Vielleicht brauchen auch wir Bauern mehr Fantasie für neue Geschäftsmodelle ausserhalb von Fleisch, Getreide und Milch. Potenzial für eine neue Form der Ernährung scheint ja vorhanden zu sein...... Erbsenanbau für Burger? Warum nicht? Vielleicht in zehn Jahren eine gute Möglichkeit für Acker- und Schweinebauern mehr Leguminosen in die Fruchtfolge zu bringen!

von Henrik Plaas-Beisemann

Ein Burger bleibt ein Burger

Am Ende ist das ein pappiges Brötchen mit mäßigem Geschmack. Mit oder ohne Fleisch, so etwas kommt geschmacklich nicht an ein vernünftiges Mittagessen heran, auch nicht Freitags an die Reibekuchen, die bekanntlich auch kein Fleisch enthalten. Das Elend ist eigentlich, dass die Leute bis zur Unkenntlichkeit verarbeitete Lebensmittel in sich reinstopfen, als was vernünftiges zu essen.

von Harald Butenschön

Hut ab!

Dem mündigen Bürger eine künstlich gehärtete Erbsensuppe (ohne Speck!) für € 21,98 / Kg zu verkaufen ist doch wirklich beachtenswert!

von Christian Bothe

Veggieburger

@Grimm,auch das beruhigt sich wieder.Ist halt aus Amerika...Nur keine Panik.

von Wilhelm Grimm

Deutschland wie es singt und lacht!

Tolle Verbraucheraufklärung für eine durchgedrehte Gesellschaft.

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