Brandenburg

Weltbauerntag: Weltbauern und regionale Versorger

Am 1. Juni ist Weltbauerntag. Hierzu hebt der Bauernverband aus Brandenburg nochmals hervor, dass die Landwirte heute auf und für den Weltmarkt handeln, aber auch regionale Schwerpunkte setzen.

Die Brandenburger Landwirte verstehen sich als Teil der Weltbauerngemeinschaft. Ihre Aufgabe sehen sie in erster Linie darin, hochwertige Nahrungsmittel zu produzieren.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um Ressourcen- und Klimaschutz verlangen die Verbraucher aber zunehmend nach regionalen Erzeugnissen. „Wir wollen deshalb unseren Fokus ganz klar auf die Versorgung der Hauptstadtregion Brandenburg-Berlin richten. Damit hätten wir die Chance, unsere Land- und Ernährungswirtschaft noch nachhaltiger zu entwickeln, weil zum Beispiel lange Transportwege entfallen“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.

Der LBV Brandenburg fordert deshalb die Landesregierungen Regierungen Brandenburg und Berlin auf, geeignete Rahmenbedingungen für die regionale Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte für die Hauptstadtregion Brandenburg-Berlin zu schaffen. Letzteres verlangt eine gemeinsame Ansiedlungsstrategie der Länder Brandenburg und Berlin für verarbeitende Betriebe.

„Dazu gehören nicht zuletzt Verarbeitungs- und Verpackungsindustrie sowie Schlachthöfe mit geeigneten Kapazitäten. Außerdem müssen wir darüber sprechen, die geringen Tierzahlen in Brandenburg zu erhöhen. Mit den gegenwärtigen Beständen ist eine regionale Versorgung nicht mal in Ansätzen möglich. Das gilt auch für die vom Landwirtschaftsminister geforderte Kreislaufwirtschaft. Sie ist ohne organische Düngemittel auf der Basis tierischer Stoffwechselendprodukte nicht denkbar“, erklärt LBV-Präsident Henrik Wendorff.

Ein paar Zahlen aus Brandenburg

Die Brandenburger Bauern bewirtschafteten 2019 zirka 1,3 Mio. ha landwirtschaftliche Nutzfläche. Das sind fast 45 % der Landesfläche. In 5.400 Betrieben sind rund 39.000 Personen beschäftigt. 162.600 ha werden nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet.

2019 wurden auf Brandenburgs Feldern unter anderem 2,5 Mio. t Getreide, 5,2 Mio. t Silomais, 163.200 t Winterraps, 329.300 t Kartoffeln sowie 457.000 t Zuckerrüben geerntet. Die Brandenburger Obstbauern ernteten 2019 zirka 16.600 t Baumobst, darunter 14.900 t Äpfel. Die Gartenbaubetriebe erzeugten 111.200 t Gemüse. Die bedeutendste Gemüseart in Brandenburg bleibt mit 21.600 t der Spargel.

Die Brandenburgs Landwirte hielten Ende 2019 knapp 500.600 Rinder, 785.100 Schweine und 71.900 Schafe sowie rund 8,6 Mio. Hühner. In den Legehennenbetrieben Brandenburgs wurden 2019 über 932 Mio. Eiern gelegt.


Diskussionen zum Artikel

von Erwin Schmidbauer

Nichts Neues

Der Verbraucher verlangt zwar regionale Erzeugnisse, in Umfragen und vielleicht auch sonst wo. Aber wenn das Erzeugnis teurer ist (was nun mal oft der Fall ist, wenn es im Hochlohnland Deutschland produziert ist), dann sieht die Welt wieder anders aus!

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