VLI-Herbsttagung

Wie sich Land- und Forstwirte dem Klimawandel anpassen Premium

Land- und Forstwirte müssen lernen, sich an langfristige Klimaveränderungen anzupassen. Auf kurzfristige Extremwetterereignisse zu reagieren, bleibe jedoch ein dauerhaftes Problem.

Welche Herausforderungen bringt der Klimawandel der Agrar- und Forstwirtschaft und welche Lösungsansetze gibt es? Darüber diskutierten am Donnerstag Experten auf der Herbsttagung der Verbindungsstelle Landwirtschaft und Industrie (VLI) in Bonn.

Vergleichbare internationale Standorte als Vorbild nehmen

Der DLG-Präsident Hubertus Paetow stellte die Auswirkungen des Klimawandels aus Sicht der Landwirte dar. Für Paetow ist es wichtig beim Thema Klimawandel und Ackerbau über den Tellerrand zu schauen. Es gebe internationale Beispielregionen, deren Erfahrungen wir uns zu Nutze machen können. Der DLG-Betrieb in Bernburg (Sachen-Anhalt) habe beispielsweise mit trockener Schwarzerde zu kämpfen. „Es gibt andere Schwarzerde-Standorte in der Welt. Die haben ein Wetter und eine Witterung, wie wir sie in Zukunft erwarten. Also lohnt es sich einmal dort hinzuschauen, wie machen die Leute das da“, so der DLG-Präsident. Trockene Schwarzerde ist auch in Russland und den USA zu finden. Eine angepasste Bodenbearbeitung bedeutet hier:

  • Möglichst wassersparend arbeiten: Mulchsaat
  • Beste Strohverteilung
  • So wenig Arbeitsgänge wie möglich
  • Sofortige Rückverfestigung

Als Landwirt sei man ein Unternehmer. „Wir müssen uns schneller in unseren Entscheidungsmustern anpassen, appelliert Paetow am Donnerstag.

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Artikel geschrieben von

Christina Lenfers

Redakteurin top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Albert Maier

Alles..

...Quatsch!!!

von Klaus Fiederling

Um Wiederholungen zu vermeiden

...verweise ich auf meinen Kommentar zum Artikel "WWF-Studie empfiehlt verpflichtende Zwischenfrucht, weniger Pflanzenschutz und Dünger".

von Wilhelm Grimm

Schneller anpassen wird verboten.

Weniger Arbeitsgänge und Mulchsaat ohne Glyphosat ? Schnellere Züchtungserfolge ohne Gentechnik ? Zu feige, der Politik den Spiegel schonungslos vor den Verstand zu halten ?

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