Dülmener Wildpferde

Wolf hat wahrscheinlich ein Fohlen in Lüneburger Heide gerissen

In der Lüneburger Heide hat sehr wahrscheinlich ein Wolf ein wenige Wochen altes Fohlen gerissen.

Der Verein Naturschutzpark Lüneburger Heide (VNP) setzt eine Herde Dülmener Pferde zur Landschaftspflege ein. Nun wurde ein wenige Wochen altes Fohlen am Tütsberg in der Nähe von Bispingen (Landkreis Heidekreis) gerissen. Wahrscheinlich ist, dass es ein Wolf war, berichtet der NDR unter Berufung auf den Verein.

Weder die vielen großen Tiere noch der 1,20 Meter hohe Wolfsabwehrzaun hätten das Fohlen schützen können, so VNP-Geschäftsführer Matthias Zimmermann gegenüber dem Sender. Der Wolf als Täter sei zwar noch nicht bestätigt, es gebe allerdings kaum ein anderes Tier das in der Lage sei, ein 50 kg schweres Fohlen zu reißen, sagt auch der örtliche Wolfsberater. Auch er bestätigte, dass die Übergriffe von Wölfen in den vergangenen Monaten in der Region deutlich zugenommen haben. Vor allem die großen Heidschnucken-Herden seien immer wieder Ziele der Wölfe.

Nun sieht auch der Verein VNP diese Entwicklung mit großer Sorge. Je häufiger die Wölfe angreifen, umso weniger könnten die Heidschnucken-Herden mit bis zu 1.000 Tieren zur Pflege der Heideflächen im Naturschutzpark eingesetzt werden. Die Kulturlandschaft der Heide sei dadurch in Gefahr. Darum fordert der Verein eine ausgeglichene Koexistenz von Wolf, Mensch und Weidetieren. Er hofft darum, dass der Schutzstatus des Wolfes so bald wie möglich angepasst wird, sodass Jäger die Wolfsbestände in Niedersachsen regulieren dürfen.

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Welche Konsequenzen, zusätzlichen Arbeitsbelastungen und Kosten die bald über 10.000 Wölfe in Deutschland für die Schaf- und Ziegenhalter haben war dem BfN in seiner Studie zum Wolf nicht wichtig.

Zwischen dem sogenannten Burgwall und dem Demenzsee bei Strasburg in Mecklenburg-Vorpommern haben Hunde oder Wölfe 53 Schafe gerissen. Genaues wird gerade untersucht.


Diskussionen zum Artikel

von Erwin Schmidbauer

Schutzstatus

Der Erhaltungszustand der Dülmener ist schlechter als die der Wölfe! Denn es gibt weltweit wohl weniger als 100 erwachsene Tiere, also weniger als erwachsene Wölfe in Deutschland.

von Andreas Gerner

Sollte neu erscheinen oder gar abgedruckt werden

unter der Überschrift: "Verein Naturschutzpark Lüneburger Heide hofft, dass Jäger die Wolfsbestände in Niedersachsen regulieren dürfen."

von Andreas Gerner

Mal zum Nachdenken:

"Kommt der Wolf wirklich von allein? Dann würden unsere Wölfe alle aus Polen stammen. Mir ist von einem Jäger erzählt worden, die Erbgutuntersuchungen erlegter Wölfe würden eine andere Geschichte erzählen. Die Tiere wären vermutlich im Kofferraum nach Deutschland gebracht ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Pferdebesitzer

jetzt wird Euch der Kopf abgerissen. Pferde genießen einen besonderen Status.

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