Raubtier

Wolf setzt sich in der Nordeifel fest

NRW hat die Nordeifel zum Wolfsgebiet erklärt. Tierhalter bekommen dort ab jetzt volle Entschädigung bei Wolfsrissen.

In Nordrhein-Westfalen ist laut dem Umweltministerium ein dritter Wolf heimisch geworden. Die Nordeifel wurde nun offiziell zum dritten Wolfsgebiet des Landes erklärt - neben der Senne und einem Gebiet am Niederrhein.

Die neue Zone "Eifel - Hohes Venn" ist rund 505 Quadratkilometer groß und reicht in den Kreis Euskirchen hinein. Der Wolf sei mehrfach gesichtet worden, habe Schafe gerissen und sein Erbgut sei nachgewiesen worden, teilte das Ministerium mit. All das lege nahe, dass das Tier im Bereich der Gemeinde Monschau in der Städteregion Aachen ortstreu geworden sei.

Dass das Gebiet nun offiziell als von einem Wolf bewohnt gilt, erleichtert es Landwirten, ihre Tiere vor dem Raubtier zu schützen. "Wir werden in dem Gebiet ab sofort Weidetierhaltern die Anschaffung von Elektrozäunen finanzieren", sagte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) den "Aachener Nachrichten". Zudem gibt es eine Pufferzone um das neue Wolfsgebiet, in der ebenfalls Schutzmaßnahmen gefördert werden können.

Im gesamten Bundesgebiet leben laut der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) 73 Rudel, fünf Wolfspaare und zehn Einzeltiere, die meisten davon in Niedersachsen (20 Rudel), Sachsen (18 Rudel), Brandenburg (17 Rudel) und Sachsen-Anhalt (13 Rudel).

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Diskussionen zum Artikel

von Georg Nordendorf

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