Ein Blick über den Tellerrand

Regional und saisonal? Ernährungsexperten diskutieren über unser Essen der Zukunft

Ernährungsexperten des Nutrition Hub und des Bundeszentrums für Ernährung wagen einen Blick in die Zukunft. Ihr "Menü der Zukunft" zeigt, wie Ernährung zukünftig aussehen kann.

Was wir morgen essen? Eine Frage, der die insgesamt rund 100 Ernährungsexperten für das Nutrition Hub und das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) beantwortet haben.

Die Antworten wurden in den Kategorien "Zuhause", "Lebensmittelproduktion" und "Städte & Gemeinden" aufgeteilt und herausgekommen ist das "Menü der Zukunft". „Dieser Blick über den Tellerrand der Ernährung tut gut. Denn in dieser Zukunft essen wir uns ganz bewusst das Leben und das Klima besser“, so Dr. Margareta Büning-Fesel, Leiterin BZfE.

Das "Menü der Zukunft" wird Zuhause gegessen

Essen Zuhause ist regional und saisonal: Laut der Experten wird essen zu Hause ein bewusster Akt, mit reichlich pflanzlichen, regionalen und saisonalen Lebensmitteln. Digitale Tools schlagen personalisierte klimafreundliche Rezepte vor. Mehr Pflanzen, weniger Fleisch- und Milchprodukte landen auf unseren Tellern. Kinder lernen in KITAs und Schulen Kochen. Zuhause essen ist Entschleunigung und Genuss – und das gemeinsam oder gerne auch alleine.

Produzenten stellen sich um

Die Lebensmittelproduktion zeigt sich nachhaltig, transparent und tierfreundlich. Unternehmen und Handel wirtschaften nachhaltig: Verbraucher wenden sich bewusst gegen pure Gewinnmaximierung auf Kosten der Gesundheit und Umwelt. Wertschöpfungsketten sind digital nachvollziehbar – Nährwerte, Verarbeitungsgrad oder ökologischer Fußabdruck ebenso.

„Unverpackt“- und wiederverwendbare Lösungen haben im Handel Plastikverpackungen abgelöst. An Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett- und Salzgehalt gehört der Vergangenheit an.

Essen für Städter aus der Stadt

Auf den Dächern und an den Wänden der Häuser wachsen Gemüse und Obst. Deren Pflege ist durch digitale Tools so gut wie automatisiert. Fast-Healthy statt Fast-Food: Raststätten, Bahnhöfe und Flughäfen bieten gesundes und schnelles Essen, für alle, die es eilig haben. Fast-Food-Ketten mit fettreichen, hoch- verarbeiteten Gerichten gibt es kaum noch. KITA- und Schulessen ist frisch und kostenfrei.

Wunschvorstellung einer optimierten Ernährung

„An Zahlen und fundierten Ergebnissen fehlt es uns nicht. Was uns fehlt, ist eine Vorstellung, wohin uns das führen kann. So entstand die Idee für das Menü der Zukunft“, erläutert Dr. Simone Frey vom Nutrition Hub. „Wann diese Zukunft Realität wird, das bestimmt auch jeder und jede Einzelne von uns. Oft macht uns Zukunft Angst. Doch letztendlich haben wir es in der Hand in kleinen Schritten und mit bewussten täglichen Entscheidungen, die Zukunft zu gestalten,“ so Dr. Margareta Büning-Fesel vom BZfE.


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