Das kostet die Färsenaufzucht

Eine Betriebszweigauswertung speziell für die Jungviehaufzucht zeigt, wie viel diese Phase tatsächlich kostet und wo Reserven schlummern.

Eine intensive Kälber- und Jungviehaufzucht verspricht Vorteile für die spätere Leistung und Gesundheit der Kuh. Doch egal ob Auslagern oder nicht: Gute Färsenaufzucht gibt es nicht zum Nulltarif.

Wie hoch die Kosten im Detail sind, zeigt eine Betriebszweigauswertung der Kälber- und Jungviehaufzucht. Das Beratungsunternehmen Kösling Anderson wertet seit zwei Jahren die Daten aus dem sogenannten „Jungviehmanager“ aus. Die ersten Ergebnisse beruhen auf der Analyse von zwölf Betrieben, die im Schnitt 900 Jungrinder aufgezogen haben, und lassen sich damit noch nicht statistisch absichern. Allerdings geben die Zahlen aus der Praxis einen Einblick in typische Kostenpositionen einzelner Aufzuchtabschnitte.

Aufzucht: im Schnitt 1 450 €

Die Betriebe lagern das Jungvieh mit 14 Tagen oder mit bis zu sechs Monaten aus. Die Rinder kehren meist ca. acht bis vier Wochen vor dem Kalbetermin zum Betrieb zurück.

In der Übersicht sind die durchschnittlichen Kosten der verschiedenen Altersabschnitte dargestellt, die im Jungviehmanager zur Vergleichbarkeit definiert sind. Bei einem Erstkalbealter von 24 Monaten ergeben sich Aufzuchtkosten von im Schnitt 1 450 €. Die Spannweite reicht von 1350 bis 2170 €.

Die Daten zeigen, dass vor allem der Beginn der Aufzucht (Tag 0 bis 60) kostenintensiv ist. Allerdings hat diese Zeit einen großen Einfluss auf die spätere Leistungsfähigkeit der Milchkuh – hier sollte nicht zu sehr gespart werden!

Für den Milchviehbetrieb entstehen Aufzuchtkosten von mindestens 235...