Deutsche Genetik für China

Für den Aufbau der Milchproduktion kauft China die Genetik im Ausland. Ein Kooperationsprojekt fördert die Weiterbildung und Zusammenarbeit von Unternehmen.

Deutsches Fleckvieh ist als Doppelnutzungsrasse in China gefragt. „Wir sind seit 13 Jahren in China unterwegs und machen dort mittlerweile über 30% unseres Exportumsatzes“, sagt Dr. Johannes Aumann, Geschäftsführer Besamungsverein Neustadt (BVN). Und das Land bietet noch viel Potenzial.

Die chinesische Rinderzucht befindet sich im Aufbau. Sie scheitert oftmals an wenig belastbaren Daten zu Leistungskennzahlen oder Abstammung. Stattdessen importieren einzelne Betriebe bis zu 200000 Lebendrinder aus Australien, Neuseeland, Chile und Uruguay.

Zuchtwerte aus den USA:

Vorselektierte Embryos kommen aus den USA und Australien. Die DNA der Kälber wird später in den USA analysiert, sodass die Bullen einen Zuchtwert bekommen. Bei der Bullenauswahl steht Milchleistung an erster Stelle. Exterieur, Gesundheitsmerkmale und Nutzungsdauer sind bisher weniger wichtig.

Seit 2017 ist der Import von Rindersperma aus Deutschland wieder möglich. Nach dem Ausbruch des Schmallenbergvirus war das fünf Jahre lang eingeschränkt bis gar nicht möglich. Das chinesische Landwirtschaftsministerium...