Hitze stresst die Klauen Plus

Hohe Temperaturen belasten die Klauen von Milchkühen. Die Erkrankungen fallen jedoch erst zeitversetzt auf. Was sind die Ursachen und wie lassen sich diese verhindern?

Die Folgen eines Hitzesommers sind direkt anhand von Zellzahl und Milchleistung zu erkennen. Wenn sich die Temperaturen wieder abkühlen, scheint das Schlimmste überstanden. Doch Wochen und Monate später gehen immer mehr Kühe lahm.

Kein Wunder, denn Hitze stresst die Klauen. In unserer Praxis fielen Betriebe auf, in denen sich die Klauenbefunde einige Monate nach Hitzeperioden verfünffacht haben. Und das sind keine Einzelfälle!

Hintergrund: Wärmeabgabe

Untersuchungen zeigen, dass Kühe zwischen -4°C und 16°C Umgebungstemperatur keine zusätzliche Energie benötigen, um ihre Körpertemperatur zu halten. Steigt die Umgebungstemperatur, wie beispielsweise im Sommer 2018, lange Zeit deutlich über diesen Wert, wird dies insbesondere für hochleistende Tiere zur Herausforderung.

Kühe haben verschiedene Strategien, um überschüssige Wärme abzugeben. Viele davon wirken sich auch negativ auf die Klauengesundheit aus.

Bei Hitze suchen Kühe kühlere Bereiche auf. Sie stehen mehr, um ihre Körperoberfläche zu vergrößern und darüber mehr Wärme abzugeben. Bei extremer Hitze versuchen die Tiere, sich zusätzlich durch Schwitzen, eine hohe Atemfrequenz und Maulatmung abzukühlen. Das steigert zugleich den Bedarf an Wasser und Mineralstoffen wie Kalium und Natrium. Zudem sinkt die Futteraufnahme, die Kühe bevorzugen das Kraftfutter und lassen vermehrt Grundfutter liegen. Als...


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