Kupfer: Oft passt die Versorgung nicht! Plus

Der Kupferbedarf von Rindern ist je nach Produktionsrichtung unterschiedlich gedeckt. Während Mutterkühe meist unterversorgt sind, nehmen Milchkühe oft zu viel Kupfer auf.

Dass viele Landwirte die Kupferversorgung ihrer Rinder nicht ausreichend im Blick haben, zeigen die Untersuchungsergebnisse des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern (LALLF M-V): Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Fütterung von Rindern oft nicht dem Kupferbedarf angepasst ist. Die Folgen einer nicht bedarfsgerechten Kupferversorgung reichen von einer Weidediarrhoe in der Mutterkuhhaltung bis hin zur Intoxikation von Milchkühen.

Zu viel oder zu wenig?

Bei den Untersuchungen ergaben sich in Abhängigkeit der beiden Nutzungsrichtungen Milchvieh- und Mutterkuhhaltung erhebliche Unterschiede in den Ergebnissen (siehe Zusatzinfo „Ergebnisse“, Seite R13): In der Extensivhaltung besteht in etwa der Hälfte der Fälle eine Kupferunterversorgung. Anders sieht es dagegen in der Intensivhaltung, also bei Milchkühen aus: Dort stellten die Wissenschaftler in ihrer Untersuchung bei etwa einem Drittel der Tiere eine bedarfsüberschreitende Kupferversorgung bis hin zu einer chronischen Kupferintoxikation fest (siehe Übersicht 1, Seite R12).

Milchkühe nehmen über Mineral- und Kraftfutter sowie über Silage gegebenenfalls täglich mehr als 350 mg Kupfer auf. Die Kupferaufnahme einer Mutterkuh erfolgt über Mineralfutter und Weidegras und liegt häufig deutlich unter 100 mg pro Kuh und Tag. Der Richtwert für eine bedarfsgerechte Kupferversorgung von Rindern liegt allerdings bei 10 mg Kupfer/kg Trockenstubstanz. Das entspricht etwa 120 mg Kupfer/Kuh und Tag bei Mutterkühen und etwa 230 mg Kupfer/Kuh und Tag bei laktierenden Milchkühen.

Funktion von Kupfer

Kupfer ist ein essenzielles Spurenelement und Bestandteil zahlreicher Enzyme, die zum Beispiel an der Energienutzung, Haarbildung und -pigmentierung sowie an der Bildung von Hämoglobin beteiligt sind. Kupfer ist in allen Geweben enthalten, vor allem im...


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