Reportage

Landschaftspflege im Nebenerwerb

Rund 230 ha und 66 Mutterkühe gehören zum Stöckmatthof in Bernau im Südschwarzwald. Für eine gleichbleibend gute Fleischqualität erfolgt die Endmast mit teurem Kraftfutter im Stall.

Die Herausforderungen der Mutterkuhhalter im Schwarzwald sind groß: „Wir befinden uns in einem Spagat zwischen Landwirtschaft und Naturschutz“, bringt es Markus Köpfer aus Bernau (Baden-Württemberg) auf den Punkt. Der Wolf sorgt für Unsicherheit und auch der wachsende Tourismus in der Region bringt Herausforderungen mit sich: „Wenn die Gemeinde zum Beispiel neue Wanderwege auf unseren Flächen ausweist, müssen wir die Wege abzäunen“, erklärt sein Kollege Thomas Spiegelhalter. Eine Entschädigung für den Aufwand und den Flächenverlust bekommen sie nicht. „Wir müssen außerdem über das ganze Jahr hochwertiges Fleisch liefern können“, erklären die Bio-Mutterkuhhalter. Die beiden Männer führen gemeinsam den sogenannten Stöckmatthof. Wie viele andere Landwirte der Region, betreiben sie den Betrieb im Nebenerwerb.

Vor 21 Jahren bauten sie die neue Hofstelle. Vorher hatten beide einen eigenen kleinen Betrieb im Ort, auf denen sie noch immer mit ihren Familien leben. Sie...