Mastitis: Was taugt Homöopathie wirklich? Plus

Die Homöopathie boomt in der Tiermedizin, doch ihre Wirkungsweise ist umstritten. Wie die Mittel an über 200 euterkranken Kühen wirkten, haben Prof. Dr. Rudolf Staufenbiel und Fanny Ebert von der Freien Universität Berlin getestet.

Ob heiße Viertel, stinkendes Sekret, Stückchen in der Milch oder schlichtweg hohe Zellzahlen: Die Homöopathie scheint gegen alle Formen der Mastitis etwas zu haben. Und für Praktiker ist es verlockend, solche Mittel einzusetzen. Im Gegensatz zu Antibiotika fallen nämlich keine Wartezeiten an, es entstehen keine Resistenzen, und den Erwartungen der Verbraucher kommt man auch noch entgegen.

Obwohl die Wirkung sowie Vor- und Nachteile noch nicht geklärt sind, werden Homöopathika in der Mastitisbehandlung immer häufiger eingesetzt.

Mit Placebo verglichen:

Um die Wirksamkeit von Homöopathika zu testen, haben wir 210 akut an Mastitis erkrankte Kühe mit Homöopathika und Placebos behandelt. Die Ergebnisse haben wir anschließend miteinander verglichen.

Wir haben die Tiere nach einem Zufallsprinzip in eine Homöopathie- und eine Placebo-Gruppe eingeteilt. Außerdem haben wir zur Überprüfung der Selbstheilung gegen Ende der Studie eine homöopathisch unbehandelte Kontroll-Gruppe mitgeführt.

Die Tiere der Homöopathie-Gruppe wurden ein- bis fünfmal täglich mit einem Komplex-Homöopathikum, die Tiere der Placebo-Gruppe mit einem entsprechenden Placebo behandelt.

Keine besseren Ergebnisse:

Es gab weder Unterschiede zwischen den beiden Behandlungsgruppen noch zwischen der jeweiligen Behandlungsgruppe und der unbehandelten Kontrollgruppe. Die Ergebnisse lassen keine Wirksamkeit der...


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