Mehr Milch mit nassen Rationen? Premium

Trockenes Futter ist in diesem Winter für fast alle Milcherzeuger ein Problem. Was bringt das Einmischen von Wasser in die Ration? Steigen Futteraufnahme und Milchleistung?

Die Folgen des trockenen Sommers 2018 sind nicht nur an den knapperen Futtervorräten sichtbar, sondern auch auf dem Futtertisch: Bei hohen Trockenmassegehalten (TM) in Totalen Mischrationen selektieren die Kühe Kraftfutter aus der Ration heraus, da es nicht am Grundfutter haftet. Dadurch ändert sich im Tagesverlauf die Rationszusammensetzung.

Direkt nach der Futtervorlage nehmen ranghöhere Tiere mehr Kraftfutter und somit eine energiereichere Ration auf als berechnet. Die rangniederen Tiere, die erst einige Stunden nach der Futtervorlage fressen, bekommen weniger Kraftfutter als berechnet und somit eine energieärmere Ration. Folge: schwankende pH-Werte im Pansen, subakute Pansenazidosen, weniger Milch.

Um das selektive Fressen zu vermeiden, mischen viele Praktiker Wasser in die Totale Mischration (TMR). Die Ergebnisse scheinen positiv zu sein, wissenschaftliche Untersuchungen gibt es aber nicht. Deshalb haben wir auf Haus Riswick im Winter 2017/2018 sowie Sommer 2018 Fütterungsversuche zur sogenannten Nass-TMR durchgeführt. (Anm. d. Red.: Nicht verwechseln mit Kompakt-TMR, die exakte Vorgaben zur Wasserzugabe hat; top agrar 3/2018, R16.)

In zwei zwölfwöchigen Versuchen mit je 2 x 24 Kühen haben wir die Kontrollration mit der Versuchsration (Kontrollration + Wasserzugabe) verglichen. Nach der halben Versuchsdauer wechselten die Gruppen (cross-over). Den Versuchsgruppen haben wir zur TMR 12,5 (Versuch I) bzw. 14 Liter (Versuch II) Wasser je Kuh und Tag gemischt. So sanken die TM-Gehalte der Rationen in Versuch I...

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