Interview

Milchmenge runter, Wertschöpfung hoch

Kalifornische Milchviehhalter leiden unter niedrigen Preisen. Woran das liegt, erläutert Rob Vandenheuvel im Interview.

Ihre Genossenschaftsmolkerei produziert 9% der Milch in den USA und 40% der kalifornischen Milch. Welchen Milchpreis erhalten ihre 400 Lieferanten dafür?

Vandenheuvel: Einen auskömmlichen Milchpreis für unsere Mitglieder zu erzielen, ist die größte Herausforderung. Unsere Betriebe halten im Schnitt 1700 melkende Kühe, das sind 500 mehr als der Durchschnittsbetrieb in Kalifornien. In den letzten vier Jahren deckte der Auszahlungspreis mit 24 bis 26 Cent pro kg Milch (bei 3,5% Fett und 3,2% Protein) gerade die Produktionskosten. Bei unseren größten Wettbewerbern Land O Lakes und Dairy Farmers of America sieht es aber ähnlich aus.

Wie lauten die Vertragsbedingungen für die Mitgliedsbetriebe?

Vandenheuvel: Wir nehmen 100% der Milch ab. Die Kündigungsfrist liegt bei einem Jahr. Alle erwirtschafteten Gewinne schütten wir aus. Das sind in der Regel zwischen...


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