Nährstoffanalyse vom Feld bis ins Glas

Die Universität Kiel hat einen neuen Milchvieh-Versuchsstall bezogen. Hier stehen Versuche zu Ernährung, Tierwohl und Zucht im Mittelpunkt.

Wie viele Nährstoffe produzieren Kühe bei verschiedenen Rationen? Welche Fütterungsstrategie reduziert Emissionen? Und wie kann die Zucht die Futtereffizienz steigern? Diese Fragen und mehr will die Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät der Universität Kiel im neuen Milchviehstall auf dem Versuchsbetrieb Karkendamm klären. Der Liegeboxenlaufstall bietet Platz und Möglichkeiten, um Daten zu erheben und praktische Versuche durchzuführen.

Vier identische Stallabteile

Im Fokus der Forschung stehen Fragen zur Ernährung, Haltung und Zucht mit Blick auf das Nährstoffmanagement. Dr. Wolfgang Junge, bis September 2021 verantwortlich für wissenschaftliche Versuche in Karkendamm, und Prof. Georg Thaller, von der Abteilung Tierzucht, haben uns den Stall gezeigt.

Der Stall für 252 Kühe ist in vier Abteile aufgeteilt mit jeweils zwei Liegeboxenreihen für 63 Tiere. Die Fressgänge sind 4,70 m breit und die Laufgänge zwischen den Boxen 3,40 m. Die Tiefliegeboxen sind mit Stroh-Kalk-Gemisch eingestreut. Der 5,80 m breite Futtertisch liegt mittig im Stall. Bisher sind hier nur einfache Nackenrohre verbaut. Demnächst werden hier Wiegetröge installiert, um die Futteraufnahme der Einzeltiere zu erfassen.

Die Haltungseinrichtungen der vier Stallabteile sind identisch. „Die Gruppen müssen vergleichbar sein, um bei Versuchen einen Effekt der Haltung ausschließen zu können“, so Dr. Wolfgang Junge.

Eine Ausnahme bilden aktuell noch die Bodenbeläge in den...