Pfiffiges Umbau-Konzept für enge Ställe

Mehr Tierkomfort und weniger Arbeit verspricht das „Nürtinger Umbaukonzept“ für Kuhställe mit schmalem Fressgang. Entwickelt haben es Prof. Dr. Barbara Benz und Adrian Förschner von der Hochschule Nürtingen.

In dieser Situation haben viele Milcherzeuger schon einmal gesteckt: Die Maße des alten Boxenlaufstalls entsprechen nicht mehr dem aktuellen Stand. Vor allem der Fressgang ist viel zuschmal. Das führt zu Rangeleien, unter denen vor allem rangniedere Kühe leiden. Doch wie lässt sich mehr Platz schaffen, damit die Kühe ungestört fressen können?

„Nürtinger Umbaukonzept“:

Ein neuer und innovativer Lösungsansatz ist das „Nürtinger Umbaukonzept“: Dabei wird durch den Einbau eines Futter-Roboters der Futtertisch verschmälert. Der gewonnene Platz kommt dem Fressbereich zugute. Hier wird ein erhöhter Fressstand installiert, dahinter liegt der Fressgang. Der Clou: Durch die Automatisierung sinkt die Arbeitsbelastung, gleichzeitig steigt der Tierkomfort.

Dieses Konzept haben wir in einer Bachelorarbeit an der Hochschule Nürtingen entwickelt. Ausgangssituation dafür war ein Betrieb mit einem 2 x dreireihigen Laufstall, der Anfang der 1980er-Jahre gebaut wurde. Der mittige Futtertisch war 40 m lang und 3,62 m breit. Der Fressgang war mit 2,79 m viel zu schmal, die Laufganghygiene schlecht. Dadurch litten 50 der 120 Kühe an Mortellaro. Zudem war der Stress in der Herde durch die Verdrängungen am Fressgitter extrem hoch.

Die anderen Funktionsbereiche waren auf dem...


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