Siliermittel drin – alles gut? Premium

Vergangenes Jahr vertrocknete der Mais. Auch dieses Jahr kann Trockenstress zu Verlusten führen. Was lässt sich mit Siliermitteln retten?

Eigentlich alles richtig gemacht: Den Mais eingefahren, das Silo ordentlich festgefahren und direkt im Anschluss zugedeckt. Trotzdem verdarben im Juni bei hohen Temperaturen auch bis zum Öffnen hin aerob stabile Silagen in angeschnittenen Haufen.

Fakt ist, Siliermittel können das Futter nicht per se verbessern. Sie können aber helfen, Silagequalitäten zu sichern.

Gute Silage spart Zeit

Landwirte sollten sie als Werkzeuge ansehen, mit denen sie steuernd auf die Gärprozesse Einfluss nehmen können. Siliermittel können nicht nur Trockenmasseverluste verhindern. Bei einem intakten Silostock sparen sich Landwirte die Arbeit, verdorbenes Futter zu entfernen. Auch Leistungseinbußen im Stall, bedingt durch schlechtes Futter, lassen sich vermeiden.

Landwirte setzen Siliermittel vor allem ein, um die aerobe Stabilität der Maissilage zu verbessern. Sprich, die Silage soll sich, wenn sie nach dem Öffnen des Silostocks mit Sauerstoff in Kontakt kommt, nicht erwärmen. Grundsätzlich lässt sich Mais mit seinem hohen Anteil an Zuckerverbindungen und wenigen abpuffernden Inhaltsstoffen gut silieren. Nichtsdestotrotz kommt es in der Praxis nach der Öffnung des Silostocks immer wieder zu Problemen mit Futterverderb – vor allem in den weniger gut verdichteten Randbereichen. Die Lösung des Problems lässt sich nicht allein durch den Einsatz von Siliermitteln erzwingen. Zusätzlich zu Einflüssen, wie Trockenmasse (TM)-Gehalt, Häcksellänge und Verdichtung wirken Siliermittel aber steuernd auf Silierprozesse und damit auf die aerobe Stabilität des Futters.

Nur geprüfte Mittel

Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) vergibt Prüfsiegel für Siliermittel und hilft Landwirten so bei der Auswahl geeigneter Präparate. Unabhängige Versuchsanstalten prüfen vor Siegelvergabe die Wirkung der Produkte.

Bei der Siegelvergabe wird zwischen verschiedenen Wirkungsrichtungen unterschieden. Für die meisten Wirkungsrichtungen gibt es chemische und biologische, aber auch kombinierte Präparate.

Wirkungsrichtung 1 kommt zum Einsatz, um die Gärqualität des Silos zu verbessern. Diese Mittel sind beim Mais wegen seiner guten Siliereigenschaften oft nicht erforderlich. Wichtig ist, dass sich Landwirte an die gute fachliche Praxis halten...

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Artikel geschrieben von

Kirsten Gierse-Westermeier

Redakteurin

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